13.01.2009, 11:06 Uhr | mfu
BMW betrachtet den Shuanghuan Ceo als X5-Kopie (Foto: Katja Lenz / t-online.de)Immer wieder beschäftigen Plagiate chinesischer Hersteller die Justiz. Erst im Juni untersagte das Landgericht München den Import des Geländewagen Shuanghuan Ceo, der für den Autohersteller BMW eine Kopie seines X5 darstellt. In Italien scheiterte BMW dagegen mit einer Klage gegen die Chinesen.
Schon am 10. Dezember entschied ein Gericht in Mailand zugunsten des chinesischen Herstellers. Die Richter waren der Auffassung, dass zum populären X5 von BMW keine Verwechslungsgefahr bestehen würde. Der Italienische Vertriebspartner des CEO erwägt nun eine Millionenklage gegen BMW wegen Schadensersatz.
BMW hat sich bisher nicht zum Ausgang des italienischen Verfahrens geäußert. Derweil geht die juristische Auseinandersetzung in Deutschland in die nächste Runde. Das Oberlandesgericht (OLG) in München hat ebenfalls im Dezember 2008 der Berufung gegen das Urteil des Landgerichts München stattgegeben. Der Termin für das Verfahren wurde für den Mai 2009 anberaumt.
Immer wieder fallen chinesische Hersteller durch dreiste Kopien auf. Doch nicht jeder europäische Automanager verurteilt das Verhalten der Nachahmer. "Das gehört hier einfach zur Kultur" Wirklich böse kann man den Chinesen nicht sein, findet etwa Daimler-Chef Dieter Zetsche. "Das gehört hier einfach zur Kultur und ist sogar eine Form der Verehrung", erläutert er.
mfu
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