14.04.2010, 10:21 Uhr | Gerhard Prien/mid, t-online.de
VW Caddy Tramper (Foto: VW)
Das Verreisen mit dem Wohnmobil ist für viele Deutsche nach wie vor ein Traumurlaub. Aber nicht jeder kann oder will mit einem kostspieligen Dickschiff fahren, das wegen seiner Abmessungen manch netten Urlaubsort mit engen Gassen gar nicht erreichen kann; und das überdies den größten Teil des Jahres mehr oder weniger ungenutzt herumsteht. Mini-Reisemobile bieten einen Ausweg: Sie sind handlich, relativ preiswert und dienen außerhalb der Urlaubszeit als normale Alltagsautos.
Die kleinen Reisemobile besetzen - aufbauend auf der Basis von Hochdach-Kombis oder Kleintransporten - eine für immer mehr Campingfreunde interessante Marktnische. Das zeigt deutlich der Erfolg des VW Caddy Tramper, den VW ab einem Preis von rund 20.000 Euro anbietet. Das ist deutlich billiger als ein Wohnmobil, das den Geldbeutel schon bei preiswerten Modellen mit knapp 30.000 Euro belastet. Für Camper bieten sich auch die Lösungen der zahlreichen Ausbauspezialisten an, die aus dem Lieferwagen von VW oder anderen Modellen für wenige tausend Euro ein rollendes Heim machen. Alle Mini-Reisemobile bieten zwei bis vier Schlafplätze. Damit sind sie für den schnellen Ausflugstrip am Wochenende oder die Urlaubsreise geeignet.
Der wohl größte Vorteil der Mini-Wohnmobile sind ihre relativ kompakten Abmessungen. Die Außenlänge begrenzt sich oft auf rund fünf Metern. So sind die Fahrzeuge auch während des ganzen Jahres und als einziges Fahrzeug der Familie im Gebrauch. Die Fahrt ins Büro oder zum Sportplatz ufert nicht in eine langwierige Suche nach einem geeigneten Parkplatz aus. Dennoch vier bis sieben Sitzplätze erlauben die Beförderung der Familienmitglieder im Alltag, und ein ausreichend großer Laderaum fasst lässig den Wocheneinkauf. Selbst die Varianten mit Aufstell-Schlafdach bleiben meist noch unter zwei Metern Höhe, und damit (Tief-)Garagen-tauglich.
Die Hersteller spendieren ihren Mobilen für den Einsatz abseits urbaner Ballungsräume eine - im Vergleich zu "echten" Reisemobilen - etwas spartanische, aber durchaus hinreichende Ausstattung. Für den Kaffee am Morgen oder die Zubereitung einer heißen Suppe sind fest montierte oder herausnehmbare Kocher mit ein oder zwei Flammen an Bord. Frischwasser für die Körperpflege oder den Abwasch wird in Kanistern mit zehn oder zwanzig Litern Inhalt gebunkert. Gekühlte Getränke und frische Lebensmittel stellt eine Kühlbox zur Verfügung. Sie ist serienmäßig an Bord oder gegen Aufpreis zu haben. Der ist meist im Heck untergebracht und über die Heckklappe zugänglich.
So kann im Freien gekocht und gespült werden. Einerseits sorgt das für pures Outdoor-Feeling, andererseits ist die Nutzung der Mobile damit auf die wärmere Zeit des Jahres begrenzt. Den Lebensraum erweitern optional lieferbare Heckzelte, die zudem Schutz vor Regenschauern oder neugierigen Blicken der Camping-Nachbarn bieten. Den Campingplatz werden Besitzer von Mini-Reisemobilen ohnehin hin und wieder aufsuchen müssen. Denn Nasszellen mit Dusche stehen in den Fahrzeugen nicht zur Verfügung, sie lassen sich auf dem begrenzten Raumangebot nicht realisieren.
Eine vielseitige Nutzung der Fahrzeuge im Alltags-, Berufs- und Freizeit-Einsatz erlauben herausnehmbare Einrichtungen. Die bieten etwa Unternehmen wie C-Tech, Terracamper oder Vanessa an. Sie offerieren ihre Möbelsätze für Citroën Berlingo und den baugleichen Peugeot Partner, Fiat Doblo, Opel Combo, Renault Kangoo, VW Caddy und ähnliche Fahrzeuge. Die Möbelsets sind meist modular aufgebaut und leicht demontierbar. Nach Ausbau steht dann wieder ein vollwertiger Kleintransporter zur Verfügung. Vorteil der Möbel-Sets: Sie können auch in gebrauchten Fahrzeugen oder Leasing-Mobilen installiert werden. Angeboten werden Küchenmodule mit Kocher und Waschbecken, Stauschränke in verschiedenen Dimensionen und kombinierte Sitz-/Schlaf-Möbel. Kocher und Kühlboxen in unterschiedlichen Größen für das Küchenmodul gibt es meist gegen Aufpreis.
C-Tech beispielsweise bietet mit der Van-Box für 1450 Euro eine Schlafgelegenheit für zwei Personen, unter der sich auch Stauraum befindet. Eine abklappbare Arbeitsfläche kann als Tisch genutzt werden. Mit den Ausbauten des neuen Fiat Fiorino und seiner baugleichen Brüder Citroën Nemo und Peugeot Bipper dürfte C-Tech auf dem deutschen Markt das wohl kleinste Campingmobil anbieten. Das kompakte Fahrzeug ist auch mit Ausbau im Alltag weiterhin als Fünfsitzer nutzbar.
Der große Vorteil der Möbel von Terracamper aus Hagen ist ihr geringes Gewicht. Die besonders leichten Möbel-Sets lassen sich daher einfach ausbauen und es bleibt ausreichend Zuladung. Wer nur eine Liegefläche braucht, bekommt bei den Hagenern mit dem "Fastsleep" für 1180 Euro inklusive Matratze ein Doppelbett, lieferbar in drei Breiten und zwei Höhen. Außerdem gibt es neben kompletten Einrichtungen zu Preisen ab 2590 Euro bei Terracamper auch individuelle Einbauten nach Kundenwunsch.
Speziell auf Fahrzeuge von VW hat sich Vanessa eingeschossen. Ein Beispiel ist die Vollausstattung für den Caddy Life und Maxi. Für 4986 Euro gibt es geänderte Seitenverkleidungen für ein breites Bett, eine Systemküche mit Gaskocher, Spülschüssel, Wasserpumpe und -tank, Besteckkasten, eine Vorrichtung für eine Kompressor-Kühlbox sowie das Schlafsystem mit einer Liegefläche von 1,90 Meter mal 1,35 Meter. Für den Caddy mit dem 1,9-Liter-Diesel mit 105 PS liegt mit komplettem Ausbau dann bei einem Preis von 24 900 Euro.
Einen anderen Weg geht VW Nutzfahrzeuge selbst. Die Hannoveraner setzen beim Caddy und Caddy Maxi in der Version Tramper auf eine einfache Bettlösung. Den Tramper gibt es sowohl als kurzen Caddy für 20.735 Euro wie auch als um 47 cm längeren Caddy Maxi für 24.882 Euro. Die Maxi-Ausführung bietet logischerweise mehr Platz und ist daher die bessere Wahl. Bei beiden Modellen geht der Bettenbau recht simpel über die Bühne: Einfach die Sitze umlegen und die 1,10 Meter mal 2,00 Meter große Matratze ist für die Übernachtung bereit. Die Liegefläche ist komplett herausnehmbar, der Caddy steht so für Transportaufgaben bereit.
t-online.de ShopGefahren-Warner für den Straßenverkehr
t-online.de ShopNavigationssysteme zu Top-Preisen
t-online.de ShopFreisprechanlagen
Gerhard Prien/mid, t-online.de
R.R. schrieb:
am 19. April 2010 um 00:42:55
(1)
(0)
Mini-Reisemobil
Die Dinger sind wirklich praktisch ...
Ich selbst fahre einen VW-Bus T3 Bj 1989, mit dem ich selbst seit gut 9 Jahren gute
100.000 Km abgedreht habe ...
In den nächsten Tagen wird er leer geräumt und dann vor der Urlaubs-Saison gründlich überarbeitet ...
Hoffentlich werde ich damit rechtzeitig fertig !!!
mehr
Kommentar melden
Peter schrieb:
am 18. April 2010 um 22:45:07
(1)
(0)
Mini-Reisemobile
Ich habe andere Vorstellungen von Traumurlaub, aber wem es gefällt warum nicht. Und wie man dem Artikel entnehmen kann ist
der Caddy auch als Lastenesel gut zu benutzen, wenn man keinen Traumurlaub macht.
mehr
Kommentar melden
Sala schrieb:
am 18. April 2010 um 20:05:12
(1)
(0)
Zu teuer
Für den Preis bekommt man 2 voll ausgestattete Dacias... und sowas trägt den Namen Volkswagen.
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de