24.08.2011, 17:47 Uhr
Charmant! Diesen ersten Eindruck vermittelt das neue Knaus-Reisemobil Sky Ti 700 MX beim Einsteigen. Die hellen Hölzer sind elegant mit dem Parkettboden abgestimmt. Durch die Seitentür gelangt der Reisende sofort in die Küche. Esszimmer im Bug sowie Schlafzimmer und Bad im Heck werden optisch jeweils durch ein einstufiges Podest abgetrennt.
Die Außenlänge von 7,47 Meter wird innen voll ausgenutzt. Gleichzeitig vermittelt die Stehhöhe von zwei Metern ein gutes Raumgefühl. Mit zwei Handgriffen schwenkt man ohne anzuecken die beiden Pilotensitze zum Esstisch. Der lässt sich wie von Zauberhand verbreitern und verlängern. So entsteht eine sehr bequeme quadratische Essecke für vier Personen.
Das größte Highlight erwartet den Wohnmobilisten im Heck des Fahrzeuges: ein 1,40 Meter mal 1,92 Meter großes französisches Bett. Unbenutzt kann es etwa dreißig Zentimeter an die Wand geschoben werden. Dann entsteht rundum mehr Bewegungsfreiheit. Ebenso intelligent ist der multifunktionale Toilettenraum eingerichtet: Auch bei ihm gibt es eine "Ruhestellung", in der die Wand einige Zentimeter eingeschoben wird und dadurch außen ein breiterer Durchgang entsteht. Kinder können dann immer noch bequem auf das stille Örtchen gehen. Voll ausgezogen entsteht ein vollwertiger Toilettenraum. Wird die Tür ganz zur Küche hin geöffnet, schließt sie dort den Durchgang und schafft ein französisches Schlafgemach mit Toilette und Dusche. Mittels zusätzlichem Vorhang lässt sich der Schlafraum nochmals vom Hygienebereich trennen.
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Als Fahrer- und Beifahrersitz verhindern die beiden Pilotensitze auch nach mehrstündiger Fahrt jeden Rückschmerz. Das Mobil liegt trotz seine Länge und Breite (2,34 Meter) sehr ruhig auf der Fahrbahn. Dank seiner soliden Aufbauhöhe von 2,75 Meter gibt es keine Seitenwindempfindlichkeit. Angetrieben von einem 2,3-Liter-Diesel mit 130 PS des italienischen Fiat Ducato beschleunigt der mit vier Personen und vollem Reisegepäck beladene Viertonner sehr dynamisch - selbst wenn es mal steiler bergauf geht. Mit einem Verbrauch laut Bordcomputer von 12,2 Litern Diesel bei zügiger Fahrt ist das Freizeitfahrzeug dank seiner guten Aerodynamik sogar recht sparsam. Ein Problem für großgewachsene Fahrer kann allein die tiefstehende Sonne werden: Die Sonnenblende stößt zu früh an die Schiene der Verdunklungsgardinen und lässt sich somit nicht optimal aufklappen. Die Beifahrersitze sind dank eines gummierten Untergrunds rutschfest. Allein eine ausklappbare Armlehne wäre für den äußeren Fondsinsassen wünschenswert, falls es doch mal scharf in die Kurve geht.
Die Anschlüsse sind weitgehend unproblematisch. Toll ist die neue große Außenserviceklappe. Sie erlaubt nicht nur guten Zugriff auf den 100-Liter-Frischwassertank und die Sperrhähne für alle Tanks, sondern lässt auch das Stromkabel regen- und vandalismussicher durch eine Bodenklappe einstöpseln. Allein die derzeitige Wasserpumpe ist deutlich "zu schwach auf der Brust". Hier sollten die Knaus-Techniker nochmals nachlegen. Zwar mangelt es beim Geschirrabtrocknen etwas an Ablagefläche, dafür ist der Küchenstauraum durch große ausziehbare Körbe optimal. Auch der nach hinten verschobene, tief eingelassene dreiflammige Gasherd ist eine Idee, die bestimmt von einer Küchenfee stammt, die gerne Platz zum Zubereiten der Speisen hat. Praktisch ist der hoch eingebaute 190-Liter-Kühlschrank mit separatem Eisfach.
Tagsüber sorgen viele Fenster, ein Panoramadach und vier weitere Dachluken für Helligkeit im Innenraum. Für den äußeren Fondspassagier wäre jedoch ein Fenster nach rechts - hier böte sich die Eingangstür an - bestimmt eine Wohltat. In der Nacht verursachen viele Spots, Leuchtleisten und Deckenfluter eine anheimelnde Atmosphäre. Auch zwei kleine Stufenlampen verhindern bei nächtlichen Gängen Stürze. Die Außenleuchte kann in den Modus Bewegungsmelder geschaltet werden.
Problematisch bleibt allein, das bei einer Vier-Besatzung zwei Personen in der Nacht aus der Mittelbank ein Bett bauen müssen, das mit Abmessungen von 2,12 Meter zwar lang, aber mit 1,23 Meter nicht gerade breit ist. Doch für kürzere Fahrten mit Kleinkindern ist das Reisemobil durchaus ein Vier-Personen-Gefährt.
Das zeigt sich auch im Preis: Mit Top-Ausstattung kostet der Sky Ti MX 700 rund 65.000 Euro, was sich doch deutlich vom Basispreis mit 50.990 Euro unterscheidet. Doch wer hohen Fahrkomfort, etwa die notwendige Klimaanlage im Fahrerhaus, nicht missen möchte, muss eben deutlich tiefer in die Tasche greifen. So schlägt beispielsweise das Sky Ti Paket, das die notwendige Insektenschutztür und die gesundheitsschonenden Pilotensitze beinhaltet, mit 1390 Euro Aufpreis zu Buche. Und die erweiterte Stehhöhe im "Raumbad" durch ein Glasdach und das attraktive Holzrost für die Duschwanne kosten knapp 300 Euro zusätzlich. Doch solche Investitionen rentieren sich. Sie werden nämlich durch ein hohes Wohlgefühl in Heller und Cent zurückgezahlt.
Quelle: mid
andi schrieb:
am 27. August 2011 um 09:25:33
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sport traveller 505D BJ2005
Mein Knaus hat zwar nur ein Alkovenbett, aber das ist mit 2,10 auf 1,60m deutlich größer! Das gesamte Fzg. ist
nur 5,40m lang und 3,05m hoch. Ich brauch meinen Fahrer- u. Beifahrersitz nicht drehen wenn ich essen will und habe eine riesen Küchenzeile. Dusche Bad etc. ist natürlich auch drin und jede Menge Schränke. Es geht also auch wesentlich kompakter und billiger, mit Roller hinten drauf sind´s 5,99m das schafft kein Teilintegrierter. Leider!
sonst hätte ich evtl. auch einen.
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mabern1185 schrieb:
am 26. August 2011 um 17:58:51
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Knaus Sky Ti700 MX
Die Käufer dieser WoMo-Gattung sind alle mal keine 17 Jahre mehr! Folglich ist das Bettenangebot für ausgewachsene
Menschen, Pensionäre etc., erbärmlich. Alles was hier aufgezählt wird sind Kompromisse, die viel Geld kosten. Da Lob ich mir doch einen WoWa von 7,00 m Aufbaulänge, von Knaus oder Tabbert. Da hatt man doch etwas für sein Geld!!!
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Warum? schrieb:
am 26. August 2011 um 17:33:41
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Wohnmobile
Nichts gegen dieses Fahrzeug, sieht gut aus, aber warum gibt es keine kleinen Alkoven-Wohnmobile mehr wie z.B. Euromobil 470 mit
Mitsubishi L300 Basis, anstatt dessen gäbe es doch den OPEL-Vivaro als Basis für kleinere Womos, diesen gäbe es auch mit Automatik wozu Ford mit dem Transit bis heute noch zu blöde ist, ein Automatkgetriebe anzubieten,- das fehlte mir bei meinem Euromobil mit Mitsubishi (Schaltgetriebe), den hatte ich 1988 gekauft, heute kaufe ich nur noch Automatik!
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