27.09.2011, 14:51 Uhr
ADAC-Test: Kein Winter- reifen ist "sehr gut" Nur neun von 30 Reifen werden als "gut" eingestuft.
Autofahrer müssen in diesem Jahr für Winterreifen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise für Kautschuk sind die Preise für Winterreifen um durchschnittlich 9,2 Prozent gestiegen. Das teilte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk mit. Die Branche bewege sich nun wieder auf dem Preisniveau von 2006.
Nach Lieferengpässen im vergangenen Jahr sehen sich die Reifenhersteller gut gerüstet für die erwartete steigende Nachfrage nach Winterreifen. "Wir stellen seit Mai Winterreifen her und werden bis in den Dezember weiter produzieren. So können wir auch auf eine starke Nachfrage reagieren", hieß es bei Continental-Sprecher.
Der französische Reifenhersteller Michelin rechnet mit einem steigenden Bedarf, da Frankreich, Luxemburg, Großbritannien und Italien ebenfalls eine Winterreifenpflicht einführen wollten.
Der ADAC teilte die Einschätzung der beiden Branchengrößen. Es seien in diesem Jahr deutlich mehr Reifen produziert und ausgeliefert worden, sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Im vergangenen Jahr war es wegen der Einführung der Winterreifenpflicht zu einer großen Nachfrage und zu Lieferengpässen gekommen.
Autofahrer, die ihren Versicherungsschutz nicht riskieren wollen, müssen seit 2010 bei Glatteis, Schneeglätte und Schneematsch M+S-Reifen oder Ganzjahresreifen aufziehen.
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