Ab jetzt reservierbar - die Abwrackprämie (Foto: imago)Das Chaos um die Abwrackprämie geht weiter. Auch am Dienstagmorgen ist die Internetseite des Bundesamtes für Ausfuhr und Wirtschaftskontrolle teilweise nicht erreichbar. "Leider konnte Ihre Anfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht bearbeitet werden", heißt es dort. Auf dieser Seite soll ein Formular zur Reservierung der staatliche Prämie bereitgestellt werden. Möglicherweise sind zudem bei erfolgreichen Antragstellern Daten verwechselt worden.#
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Weiterhin viel Verkehr
75.000 Reservierungsanträge sollen laut BAFA am Montag eingegangen sein. Dennoch kommt es auch weiterhin zu Beeinträchtigungen: "Tagsüber ist weiterhin zu Spitzenzeiten mit Engpässen bei der Weiterleitung der Anträge durch Internetprovider an den Umweltprämienserver zu rechnen", heißt es auf der Seite.
Daten falsch zugeordnet?
Das BAFA soll "Antwort-E-Mails mit personen- und fahrzeugbezogenen Daten nicht an den ursprünglichen Antragsteller verschickt [haben], sondern an andere Personen, die ebenfalls Abwrackprämien beantragen wollen." Das berichtet das Computer-Fachmagazin heise online. Demnach könnten Daten wie Name, Anschrift oder Fahrgestellnummer in die Hände Unbefugter gelangt sein. Das BAFA war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Geduld, Geduld
Zumindest ist das Computer-Problem mittlerweile identifiziert: In der Datenverbindung zu dem Server eines externen Unternehmens, auf dem die Internetseite liege, gebe es einen so genannten Flaschenhals, erklärte ein BAFA-Sprecher. "Der Server selbst kann 1.000 Anträge in der Sekunde verkraften, er ist nicht überlastet." Bis zur Lösung des Problems bleibt Antragstellern dem Sprecher zufolge nichts anderes übrig, als sich auf der Internetseite der Behörde zu informieren, wann die Beantragung funktioniert. Niemand müsse sich Sorgen machen, dass er zu kurz komme, sagte der Sprecher.
Mehr Geld für mehrere
Monate
Eine gute Nachricht gibt es aber dennoch: Die Gelder für die Abwrackprämie sollen nun doch deutlich aufgestockt werden. Es gebe die politische Verständigung, den Fördertopf von zunächst 1,5 Milliarden Euro so aufzustocken, dass die Prämie bis zum Jahresende reiche, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin. Genaue Zahlen wurden nicht genannt.