04.05.2010, 11:14 Uhr | ampnet/Sm, t-online.de
VW Passat TSI Ecofuel (Foto: Volkswagen)
In Zeiten hoher Spritpreise werden Fahrzeuge mit Auto- und Erdgasantrieb immer beliebter. Gasautos überzeugen durch einen günstigen Verbrauch und weniger CO2-Emissionen, sind in der Anschaffung aber teurer als vergleichbare Modelle mit Benzin- oder Dieselantrieb. So mancher Fahrer wird den Umwelteffekt gern mitnehmen, wenn es sich rechnet. Ein Test mit dem aktuellen VW Passat Ecofuel zeigt, für welche Fahrer sich der Umstieg auf Erdgas lohnt und wie sich Erdasfahrzeuge im Alltag schlagen.
Wie viele andere Erdgasautos auch kann der Volkswagen Passat TSI Ecofuel auch mit Benzin betrieben werden. Das ist bei Fahrzeugen vor allem mit Erdgas auch unbedingt nötig, denn in Deutschland bieten nur rund 1000 Tankstellen den Kraftstoff an. Das muss nicht schrecken; denn die Reichweite des getesteten Passat Ecofuel in der Ausstattung Trendline fällt reichlich aus. Sind die unterflurig montierten Gastanks leer, schaltet der Motor unmerklich auf Benzin um. Für längere Reisen sollte man sich die Tankstopps dennoch im Vorfeld planen.
Wer die niedrigen Gaspreise ausnutzen will, sollte alle 400 Kilometer einen Tankstopp einplanen. Dabei helfen das Internet und die Navigation, sofern eine an Bord ist. Besonders einfach fällt das Leben mit einem Erdgasfahrzeug natürlich dann aus, wenn man in der Nähe einer Tankstelle wohnt, nur kürzere bis mittlere Entfernungen pro Tag zurücklegt und anschließend wieder volltanken kann.
Der Vierzylinder-Ottomotor des VW Passat Ecofuel leistet 150 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 220 Newtonmetern, beim Gasmotor schon ab 1500 Umdrehungen pro Minute bis 4500 Umdrehungen pro Minute. Für das frühe Maximum sorgt ein zusätzlicher Kompressor, der das Turboloch des Abgasturboladers zu überbrücken hilft. Dennoch stellten die Tester im Gas- wie im Benzinbetrieb eine deutliche Anfahrschwäche fest, die sich anfühlt, wie die Gedenksekunde vor dem Hochdrehen eines Dieselmotors. Dafür entschädigen die Fahrleistungen mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,8 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Nichts ist zu spüren von der Kraftlosigkeit, die man alten Gasantrieben nachsagte.
Die Normwerte für den Verbrauch werden bei Volkswagen angegeben mit im Schnitt 4,5 Kilogramm Erdgas oder 7,2 Liter Superbenzin, entsprechend 123 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer oder bei Benzin 166 Gramm CO2 pro Kilometer. In der Praxis ergab sich aber ein Verbrauch von 6,5 Kilogramm Gas oder 9,1 Liter Benzin auf 100 km. An dieser Stelle beginnt die Rechenoperation: Ein Kilogramm Gas kostet derzeit rund einen Euro, die 100 Kilometer also 6,50 Euro. Ein Liter Super liegt bei 1,45 Euro. 100 Kilometer kosten rund 13 Euro. Über den dicken Daumen gerechnet kostet Gas also die Hälfte.
Doch den niedrigen Kraftstoffkosten stehen höhere Anschaffungskosten gegenüber. In der umfangreichen Modell- und Motorenpalette beim VW Passat findet sich kein wirklich mit der Ecofuel-Variante vergleichbarer Typ. Lediglich der 160-PS-Benziner ist, was die Fahrleistungen angeht, in etwa mit dem 150-PS-TSI-Ecofuel, vergleichbar. Der Preisunterschied zum Benziner erklärt sich mit dem erhöhten technischen Aufwand, der weit über den für die Tankanlage hinausgeht. Benzin schmiert und kühlt den Motor zusätzlich, Gas nicht, und die Drücke im Brennraum sind höher. Deswegen müssen Ventile, Kolbenringe und Kolben zusätzlich gehärtet oder verstärkt werden. Außerdem kommt ein kleinerer Turbolader zum Einsatz, ergänzt durch den Kompressor, und spezielle Gas-Einblasdüsen müssen installiert werden.
Die Tester kommen zum Schluss, dass die Gasumrüstung beim Passat etwa 3000 Euro kostet. Wenn man wechselnde Gas- und Benzinpreis berücksichtigt, dann kann man also davon ausgehen, dass sich der Gasantrieb bei gegenwärtigen Spritkosten einer Fahrleistung zwischen 40.000 und 50.000 Kilometer amortisiert hat. Berücksichtigt man neben den Anschaffungspreis und den Spritspreisen auch noch andere Kostenfaktoren wie Verschleiß, Versicherungskosten und dem Wertverfall schneidet der VW Passat noch besser ab. Laut ADAC ist dieses Modell bei unterschiedlichen Laufleistungen der günstigste Passat. Selbst die Blue-Motion-Modelle kann der Erdgas-Passat knapp schlagen.
Bleibt noch das Thema Sicherheit: Die Stahltanks sind crashgetestet. Elektromagnetische Ventile unterbrechen beim Stillstand des Motors sofort die Gaszufuhr. Und das Tanken stellt kein Problem dar, wenn man erst einmal die "Schwellenangst" überwunden hat.
Technische Daten VW Passat TSI Ecofuel | |||||
Motor | Leistung | 0 - 100 km/h | Verbrauch Gas | Verbrauch Benzin | Preis in € |
Vierzylinder-TSI | 150 PS | 9,8 s | 4,5 kg | 7,2 l Super | ab 30.525 |
t-online.de ShopGefahren-Warner für den Straßenverkehr
t-online.de ShopNavigationssysteme zu Top-Preisen
t-online.de ShopFreisprechanlagen
ampnet/Sm, t-online.de
Hans schrieb:
am 9. Mai 2010 um 09:01:44
(0)
(0)
Es ist so...
wie die meisten Kommentare hier aussagen. Wer sich einen der vollkommen überteuerten "das Auto" kauft, kann nicht ganz bei
Sinnen sein. Gute Qualität (wie inzwischen alle Hersteller) rechtfertigt jedenfalls nicht die Mondpreise des VAG-Konzerns, der uns seit Jahren mit seiner angeblichen Premiumqualität an der Nase herumführt. Und dann dieses Gesülze vom Wiederverkaufswert. Wer in der Schule aufgepasst hat merkt schnell, das diese Rechnung auch nicht aufgeht!
mehr
Kommentar melden
Dreisatz schrieb:
am 5. Mai 2010 um 17:07:35
(0)
(0)
mich nervt gewaltig ( Otto )
wenn hier immer Leute rumlabern und die Realität verdrängen...blödeln hier nur Griechen ? Die meisten haben
nicht mal ein eigenes Haus, haben noch nie einen Kraftfahrzeugbrief gesehen ! Die anderen Klugscheisser haben geerbt..Großeltern und Eltern haben gegeizt und gespart damit die Protzer den wilden Max mimen können ! Gruppe III lebt auf PUMP und Leasing ! Gruppe IV nutzt Steuerschlupflöcher und beutet Lohnknechte aus. Mit Bildung lieber Otto hat der Kasperhaufen hier nichts zu tun.
mehr
Kommentar melden
Meckerfritze schrieb:
am 5. Mai 2010 um 11:59:48
(0)
(0)
Otto
Ich kenne Leiharbeiter, akademisch gebildet, die zur Leiharbeit ausweichen mussten, weil 1. ihre Stellen futsch sind und 2. diese Seuche
in fast allen Branchen boomt. Wo nix Stellen, ist Notnagel angesagt. Aber auch gut bezahlte Geistes-Arbeiter können/wollen sich diese insgesamt überteuerten Wagen nicht leisten, Öko-Gedanke hin oder her. Der Kosten-/Nutzeneffekt ist mit Risiken behaftet, und die Arbeitswelt auch. Und bei der nächsten Pleite steht man da und hat den Klotz am Bein - Kitt fressen?
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko
Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.