27.04.2010, 11:51 Uhr
Fast lautlos rollt der ToyotaPrius Plug-in Hybrid durch die Straßburger Innenstadt. Nur die Abrollgeräusche der Reifen sind zu hören. Diese Ruhe können Fahrer des elektrisch betriebenen Kompaktklässlers bis zu 20 Kilometer lang genießen, dann muss die Batterie zum Aufladen an die Steckdose.
Diese Erfahrung mit einem Hybridfahrzeug gibt es allerdings vorerst nur in wenigen ausgewählten Städten, in denen bei einem Feldversuch das alltägliche Nutzverhalten erforscht wird. Mit einer für jedermann erhältlichen Serienversion ist in Deutschland nicht vor dem Jahr 2012 zu rechnen.
Der Prius Plug-In basiert auf der dritten Generation des Hybrid-Pioniers Prius und setzt auf den selben Antriebsstrang. Doch im Gegensatz zur aktuellen Serienversion des Hybrid-Pkw besitzt die Plug-In-Version keine Nickel-Hydrid-Batterie, sondern leistungsfähige Lithium-Ionen-Akkus sowie ein Ladegerät. Dicht hinter dem vorderen rechten Kotflügel ist ein Anschluss für eine haushaltsübliche 230-Volt-Steckdose. Per Ladekabel sollen sich die Akkus innerhalb von anderthalb Stunden vollständig wieder aufladen lassen, so dass erneut 20 Kilometer rein elektrisch zurückgelegt werden können.
Auf längeren Strecken schaltet sich der 1,8-Liter-Benzinmotor mit einer Leistung von 98 PS hinzu. Beide Triebwerke bringen es zusammen auf eine Leistung von 136 PS. Der Verbrauch wird vom Hersteller mit 2,6 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern und die CO2-Emission mit 59 Gramm pro Kilometer angegeben. Das sind keine unrealistischen Werte, vorausgesetzt es wird überwiegend in der Stadt gefahren und fast nur der E-Motor beansprucht.
Außerhalb geschlossener Ortschaften ist dann ein sanfter Gasfuß gefragt, um den Durst in Grenzen zu halten. Doch auch das dürfte gelingen, denn sportlich lässt sich der Prius wahrlich nicht fahren. In gemütlichen 11,4 Sekunden beschleunigt er aus dem Stand auf Tempo 100 und bis die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreicht ist, vergeht eine gefühlte Minute.
Das maximale Drehmoment des Verbrennungsmotors von 142 Newtonmeter bei 4000 Umdrehungen erscheint zu schlapp, um mit dem 1500 Kilogramm schweren Fronttriebler höhere Leistungsanforderungen einzugehen. Doch hat man sich mit dieser kommoden Art der Beschleunigung einmal abgefunden, kann nicht nur Sprit gespart, sondern auch die Umwelt geschont werden; außerdem ist man auch deutlich entspannter unterwegs.
Über die Geschmäcker beim Design lässt sich bekanntermaßen nicht streiten. Optisch gleicht der Plug-In dem schon bekannten Prius III und ist damit für Europäer immer noch gewöhnungsbedürftig, obwohl die Außenhaut im Vergleich zum Prius II deutlich gefälliger und vor allem dynamischer wirkt.
Enttäuschend ist dagegen das Interieur. Das Armaturenbrett kommt einer leicht gewölbten Kunststoffwüste gleich, die Mittelkonsole keilt sich breitschultrig zwischen die Frontsitze - da bieten auch die Kuschelvelour-Einlagen auf der mittleren Armlehne und an den Türinnenseiten keine Auflockerung. Und selbst die anschaulichen Verbrauchsgrafiken, die zusammen mit den Bordinstrumenten unter einem geschwungenen Dach mittig auf dem Armaturenbrett eingeblendet werden, lenken nur kurzzeitig von dem reizlosen Ambiente ab. Hier könnte Toyota bis zur Serienversion noch deutlich nachbessern.
Dafür bietet der Plug-In ebenso wie der Prius III ein zufriedenstellendes Platzangebot, auch auf den hinteren Sitzen. Zudem lässt sich im Kofferraum mit einem Volumen von 445 Litern der Wocheneinkauf für die Familie gut unterbringen. Der Fahrkomfort überzeugt ebenfalls, Unebenheiten werden überwiegend souverän weggesteckt, nur mit kurzen Stößen hat das Fahrwerk immer noch Probleme. Die Lenkung ist relativ direkt, damit lässt sich der Toyota präzise und mit dem Elektroantrieb leise um die Ecke zirkeln.
Plus: geringer Verbrauch, 20 Kilometer rein elektrische Fahrt; Minus: gewöhnungsbedürftiges Interieur-Design, Serienfahrzeug nicht vor 2012
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Quelle: mid
Ed schrieb:
am 9. Juli 2010 um 00:10:31
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Toyota
Toll ich fahre pro Tag 400 km, wozu sollte dieses Auto gut sein ? Außerdem von innen und aussen ein total häßlicher Topf. Hier geht
es nur um Profit, genau wie bei allen Anderen, dem Fahrer wird Umweltbewußtsein vorgegaukelt, seht mal genauer hin wieviel teure Rohstoffe dieses nutzlose Fahrzeug benötigt und wieviel Energie dieses Fahrzeug bei der Produktion mehr verbraucht hat als ein normaler PKW. Hirnrissig.
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