25.10.2011, 16:38 Uhr | Thomas Groß/mid
Seit einem guten Jahr ist nun die aktuelle Version des Kleinwagens Suzuki Swift auf dem Markt. Nun streift sich der eigentlich so brave Japaner den Trainingsanzug über und mimt den Krawallbruder. Das Ergebnis hört auf den Namen "Swift Sport" und ist ab Januar zu haben.
Dabei kommt der Asiate lang nicht so krawallig daher wie beispielsweise seine VW-Konzern-Pendants, der Polo GTI und dessen Bandenbrüder Skoda Fabia RS und Seat Ibiza Cupra. Die nämlich pressen mit Turbo und Kompressoraufladung mächtige 180 PS aus gerade einmal 1,4 Litern Hubraum.
Nein, das ist nicht der Stil des Swift Sport. Er gibt sich deutlich zahmer. Die 136 PS und 160 Newtonmeter Drehmoment sollen schließlich ein junges und jung gebliebenes Publikum begeistern. Und der Preis von 18.490 Euro lässt sich für die sportlich ambitionierten Nachwuchs-Automobilisten leichter realisieren als die knackigen 22.950 Euro, die für den Polo mindestens fällig werden.
Die angewachsene Leistung - der Vorgänger stemmte 125 PS auf die Rolle - haben die Ingenieure in der Hauptsache mittels einer variablen Ventilsteuerung, einem vergrößerten Einlassventilhub und einem variablen Saugrohr im Ansaugtrakt realisiert. Und für den Verbrauch gibt Suzuki 6,4 Liter pro 100 Kilometer an, das sind nominell fast zehn Prozent weniger als sich der Vorgänger genehmigt hat.
Die kleinste Ausführung des Autos verbraucht nur 4,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Der Wagen kann wahlweise als 3 oder 5 Türer gekauft werden. zum Video
Rein optisch stellt der Swift Sport seine gegenüber den konventionellen Swift-Brüdern höhere Leistung relativ dezent zur Schau. Das Äußere folgt in vielen Zügen dem des Vorgängers. Seine Front ist etwas stärker konturiert, der Kühlergrill fällt größer aus und selbstverständlich finden sich rundum Spoiler. Darüber hinaus sind die Nebelscheinwerfer mit markanten Finnen akzentuiert.
Am Heck identifizieren der Dachspoiler, die zylindrischen Heckleuchten, zwei Auspuffendrohre und ein Stoßfänger in Diffusoroptik den kleinen Japaner als Krawallino. Und die 17-Zoll-Leichtmetallräder unterstreichen die sportliche Gesamtnote. Der Innenraum mutet ebenfalls dezent auf Sport getrimmt an. Aluminium-Pedalerie, Sportsitze mit roten Steppnähten, silberfarbene Dekorelemente und mit Metallringen eingefasste Rundinstrumente sehen hübsch aus.
Das Gesamtpaket macht gehörig Lust auf eine Spritztour. Zunächst fällt die für einen auf Krawall gebürsteten Kleinen die recht hohe Sitzposition auf. Motor gestartet, erster Gang eingelegt, und das Triebwerk schiebt die Fuhre an. Aus dem Stand lässt man gern einmal die Reifen quietschen, doch richtig dynamisch voran geht es danach trotzdem kaum.
Um dem Namen Ehre zu machen, hätten die Ingenieure dem Antrieb gern eine gehörige Schippe mehr Power einflößen können. Mit Sehnsucht denkt man an den seligen Swift GTI zurück, mit dem man es gehörig fliegen lassen konnte. Doch der hatte auch fast 300 Kilogramm weniger Speck auf den Rippen als der 1115 Kilogramm schwere Neue.
Wer es auf verwinkelten Bergstraßen oder gar auf der Rennpiste richtig krachen lassen will, muss das leicht und exakt schaltbare Sechsganggetriebe also recht häufig bemühen. Das allerdings quittiert der in Ungarn produzierte Flitzer auch mit einem Verbrauch von 8,5 bis 9,0 Litern auf 100 Kilometer, wohingegen bei gemächlicher Gangart sieben Liter durchaus realistisch sind.
A propos Kurven: Das gegenüber dem Vorgänger auf mehr Stabilität hin überarbeitete Fahrwerk gibt sich noch immer eher komfortabel. Der flotte Asiate ist aber recht handlich und lässt sich gehörig ums Eck pfeffern. Die geschwindigkeitsabhängig übersetzte Servolenkung arbeitet präzise. In engagiert durchfahrenen Kurven neigt der Swift Sport zwar zum Untersteuern, bleibt aber stets gut kontrollierbar.
Angesichts des moderaten Preises kann sich die serienmäßige Ausstattung wahrlich sehen lassen. Die Bi-Xenon-Scheinwerfer werden über einen Dämmerungssensor gesteuert, eine Klimaautomatik sorgt für kühlen Kopf. Und auf Langstrecken kommt der Tempomat zum Einsatz. Einstieg und Start erfolgen mittels eines schlüssellosen Systems. Und wenn es einmal hart auf hart kommt, verhindern Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer, Front-, Seiten- und Kopfairbags sowie ein Fahrerknieairbag Schlimmeres.
Und die Moral von der Geschicht? Wer einen sportlichen kleinen Flitzer mit komfortablem Fahrwerk und ordentlicher Ausstattung für überschaubares Geld sucht, ist mit dem Suzuki Swift Sport gut bedient. Geräumige Großtransporter gibt es woanders. Schließlich ist ein Krawallbruder in den seltensten Fällen ein Familienvater.
Plus: Viel Auto fürs Geld, dezent-sportliche Hingucker-Optik.
Minus: Müder Motor, bei höheren Drehzahlen relativ laut, Fahrwerk dürfte etwas straffer sein
Quelle: mid
Kikan schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 20:40:36
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@ OPC-Fahrer
Du solltest mit deinem Billg Opel lieber den Ball flach halten. Dein Getto ferari zieht auch keine Wurst vom Teller. OPC ist
doch rausgeschmissenes Geld. Kauf dir lieber für das Geld einen guten gebrauchten Dreier von BMW. Der ist tausentmahl besser als popelopel mit Klorolle. Sportwagen müssen Heckantrieb haben.
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KlausN schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 09:59:29
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Swift Sport
Hallo Zusammen,
schon mal den Sport über den Nürburgring pilotiert?
Nur wer dies gemacht hat, weis was wirklich in ihm steckt,
geniales Fahrwerk, zuverlässiger baut keiner ein Auto für diese Ansprüche!!!!!!!
Schaut mal bei rent4ring.com rein, LG
Klaus
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Tom1980 schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 09:11:14
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Krawallbruder
Bei Suzuki ist es ein "Krawallbruder", bei VW wäre das ein sportlicher Kleinwagen. Das nenne ich objektive Berichterstattung ...
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