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Suzuki Swift Sport: Das Sportskanönchen im Autotest

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Suzuki Swift Sport: das Sportskanönchen

04.11.2011, 14:26 Uhr | Timo Bürger, Barcelona

Kurvenräubern mit dem Suzuki Swift Sport (Quelle: Hersteller)

Kurvenräubern mit dem Suzuki Swift Sport (Quelle: Hersteller)

Wow - steht der sportlich da: Zwei armdicke Endrohre, schicke 17-Zöller, Dachspoiler, Schweller, Diffusor, Metallic-Lackierung und ein riesiger Schlund. Der neue Suzuki Swift Sport wirbt mit dynamischen Auftritt um Kunden zwischen 30 und 40 Jahren, die "gutes Design ebenso lieben wie sportliches Fahren“. Ist das "Sport“ im Namen berechtigt?

Suzuki Swift Sport: zackiges Schaltwerk

Der erste Blick in den Innenraum verrät: 6-Gang-Schaltgetriebe, eine Gasse mehr als der Vorgänger. Das ist erfreulich, machte sich die vorige Generation doch schnell durch Dröhnakustik bemerkbar. Schön knackig geblieben ist die Kulisse: Zack-zack-zack – es macht einfach Spaß, den Sport-Swift durch das kurvenreiche Hinterland Barcelonas zu scheuchen.

Verhaltener Start

Das braucht der knapp vier Meter kurze Wagen auch. Unter 3000 Touren geht der 136-PS-Sauger eher ruhig zu Werke und bringt so den Frontantrieb nicht in Verlegenheit. Krawallige Ampelstarts bleiben also aus.

Der Swift geht ab

Dann lässt er sich aber mühelos bis fast 7000 Umdrehungen hochdrehen und quittiert die Beschleunigung mit dezentem Posaunen. Bei 4400 Umdrehungen liegen die maximal 160 Newtonmeter an – auch das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Dennoch: In 8,6 Sekunden geht es auf Tempo 100, erst bei 195 km/h ist Schluss.

Gelungene Fahrwerkabstimmung

Leicht und präzise lässt sich der Swift lenken, auch scharf gefahrene Kurven bringen den 1,51 Meter hohen Kleinwagen nicht aus der Balance. Einen guten Kompromiss hat Suzuki bei der Abstimmung des Sportfahrwerks gefunden: weder knüppelhart, noch sänftenartig weich – gelungen.

Platz vorne wie hinten

Recht gediegen ist das Interieur. Mit 1,80 Meter Körpergröße findet man bequem auf den Vordersitzen Platz. Man würde allerdings gerne etwas tiefer sitzen. Hinten lässt es sich auch einigermaßen komfortabel Platz nehmen – ohne dass man Druckstellen auf Kniescheiben und Kopf befürchten muss.

Innenraum ohne Tadel

Geschmackvoll auch das Interieur. Kein Billigplastik, kein Knarzen - "da scheppert nix“, um es mit VW-Chef Winterkorn zu formulieren. Tasten und Schalter muss man nicht lange suchen, die Funktionen erschließen sich intuitiv. Zudem liegt das belederte Sportlenkrad wunderbar griffig in der Hand und lässt sich dank Höhen- und Längenverstellung auch perfekt positionieren.

Auf den Kopf aufpassen

Nicht ganz so gut geraten ist allerdings der hintere Teil des Wagens: Der Kofferraum dürfte etwas größer ausfallen (211 Liter). Störender ist aber, dass sich die Heckklappe nicht weit genug nach oben öffnen lässt (Auf den Kopf aufpassen!) und die Gepäckraumabdeckung nicht mit nach oben schwingt.

Sehr üppige Ausstattung

Allemal wett macht Suzuki dieses Manko aber mit seiner Ausstattung – die zwischen üppig und komplett einzuordnen ist: Klimaautomatik, ein Bluetooth-fähiges MP3-CD-Radio mit sechs Lautsprechern, Lenkradfernbedienung und USB-Anschluss, Bi-Xenon-Licht, beheizbare-und elektrisch anklappbare Außenspiel sowie die eingangs erwähnten 17-Zöller mit 195-Reifen; Schlussendlich selbstredend Sportsitze und Alupedalerie.

Nur ein Navi fehlt

Außer einem integrierten Navi bleibt so gut wie kein Wunsch bei dem Dreitürer offen. Ob noch eine fünftürige Varianten folgt, lassen die Suzukis zurzeit noch offen.

In einer anderen Liga

Der Swift Sport ist kein Polo GTI und erst recht kein Mini Cooper S - weder preislich noch leistungsmäßig. In der 180-PS-Liga spielt er nicht mit - auch, wenn es von außen den Anschein hat. Will er aber auch gar nicht. Ein "gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“ wünschen sich laut Suzuki die Kunden. Hätte der Swift mehr Power, wäre schnell die 20.000-Euro-Marke geknackt und Käufer möglicherweise abgeschreckt. Dieses Risiko will man bei Suzuki nicht eingehen.

Fazit Suzuki Swift Sport

Mit dem neuen Suzuki Swift Sport haben die Japaner ein Paket geschnürt, das in Sachen Ausstattung und Preis (fast) keine Wünsche offen lässt. Bis auf die erwähnten Kleinigkeiten gibt es nichts zu mäkeln. 23.000 Mal wurde das Vorgängermodell europaweit verkauft. Die vierte Generation hat das Zeug, den Vorgänger zu überholen. Knapp 18.500 Euro möchten die Japaner ab Januar für den neuen Swift Sport haben.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (6)

zum Forum

Thema: "Suzuki Swift Sport: Das Sportskanönchen im Autotest "

Uns Uwe schrieb: am 8. November 2011 um 21:50:08
(6) (0) Swift
...dann noch Allrad, das wäre perfekt!

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xan schrieb: am 8. November 2011 um 12:41:49
(1) (7) Kay
Aber bestimmt nicht an der Ampel. Sicher ist der Swift nicht schlecht unterwegs, aber für sportliche Fahrleistungen braucht es dann doch
etwas mehr als schlappe 136 Benzinfurzer-PS.
mehr Kommentar melden

Kay schrieb: am 8. November 2011 um 11:42:55
(7) (0) Suzuki Swift Sport
da wird sich Audi mit seinem A1 aber warm anziehen müssen.

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