Den Suzuki Splash gibt es für 9990 Euro. (Foto: Suzuki)Es ist ein wenig ungerecht: In einigen Wochen bringt Opel unter großer Beachtung den Nachfolger seines sehr erfolgreichen Micro-Vans Agila auf den Markt. Ob das völlig baugleiche Schwestermodell Splash von Suzuki die gleiche Aufmerksamkeit erfahren wird, darf hingegen bezweifelt werden.
Ab Ende April steht der Splash zum gleichen Grundpreis von 9990 Euro im Handel - bestückt entweder mit einem der zwei erhältlichen neuen Benzinmotoren oder einem Diesel. Wer sehr genau in die Preis- und Ausstattungslisten schaut, soll laut Suzuki im Vergleich zum Agila jedoch einen ausstattungsbereinigten Preisvorteil von sechs bis zwölf Prozent finden.
Nachfolger des Wagon R
Schon der spritzige Name verheißt, dass Suzuki mit seinem neuen Fünftürer, der die Nachfolge des kastenförmigen Wagon R antritt, auf ein junges, urbanes Klientel setzt. Große Scheinwerfer bedienen das Kindchen-Schema, während die hohe, recht steil nach hinten ansteigenden Gürtellinie Solidität und Dynamik verheißt.
Wer in den Splash einsteigt, findet die in dieser Klasse üblichen fünf Sitze, wobei der mittlere Sitz hinten ebenfalls klassenüblich nur von einem Kind besetzt werden sollte. Erwachsene sitzen auf den beiden äußeren hinteren Sitzen recht kommod, wenn Fahrer und Beifahrer ihre Sessel nicht zu weit nach hinten gestellt haben.
Bequemes Gestühl
Die vorderen Sitze sind sehr bequem, allerdings ist die Oberschenkelauflage zu kurz und damit nicht langstreckentauglich. Materialien und Verarbeitung scheinen auf gutem Niveau zu liegen.
Konventioneller Kleinwagen
Gegenüber dem Vorgänger ist der Splash in der Länge um 18 Zentimeter auf 3,72 Meter gewachsen. Die Dachhöhe ist aber um rund sieben Zentimeter auf 1,59 Meter gesunken, sodass der Neue eher ein konventioneller Kleinwagen als ein Micro-Van ist. Auch der Kofferraum des Splash ist mit 180 Litern kleiner als beim Wagon R geraten. Wer die geteilte Rückbank umlegt, kann jedoch immerhin bis zu 1000 Liter Gepäck im Fahrzeug verstauen.
Neuer Benziger
Unter den Antrieben ist sicher der nagelneue 1,2-Liter-Benziner mit 86 PS Leistung die vernünftigste Wahl. Der 75 PS starke 1,3-Liter-Diesel - das bekannte Fiat-Aggregat, allerdings von Suzuki selbst in Indien in Lizenz produziert - entwickelt zwar deutlich mehr Kraft und verbraucht einen Liter Treibstoff weniger, 2 000 Euro Aufpreis müssen jedoch erst mal wieder eingefahren werden.
1,0-Liter-Motor mit 65 PS
Wie beim Swift bietet Suzuki auch für den Splash ein Basis-Modell für unter 10.000 Euro an. Der "Classic" ist jedoch nur mit dem weniger empfehlenswerten 65 PS starken 1,0-Liter-Motor zu haben und verfügt zudem weder über ESP noch Vorhangairbags oder eine Klimaanlage. Diese Extras gehören jedoch lobenswerterweise zur Standardausstattung des Splash, der dann mindestens 12.200 Euro kostet.