10.10.2011, 12:20 Uhr | Patrick Schäfer
Breit und stämmig steht er da, mit dem klassischen Kühlergrill von Range Rover. Daneben blitzen angriffslustig schmale Adleraugen. Der kleine Range soll das neue Erfolgsmodell der Briten werden - und er hat das Zeug dazu. Erster Test mit dem Range Rover Evoque.
Fast 1:1 hat Range Rover die Studie LRX aus dem Jahr 2008 in die Serie überführt. Die bis zu 20 Zoll großen Räder unter den weit ausgestellten Radhäusern, die ansteigende Seitenlinie mit dem tief liegenden Dach und die kleinen Rückleuchten am Heck: Die Briten haben ein außergewöhnlich sportliches Kompakt-SUV auf die Räder gestellt, das trotzdem sofort als Range Rover zu erkennen ist. Seine Hauptkonkurrenten: Die Premium-SUV Audi Q3 und BMW X1.
Ob Fünftürer oder Coupé - im Innenraum des luxuriösen Evoque ist es sehr geräumig. Hinter den dicken Türen ist seitlich genug Platz, auch zum Mitteltunnel hin. Dabei ist das kleine SUV gerade mal 4,35 Meter lang, dafür aber 1,90 Meter breit - ohne Außenspiegel.
Britischer Auto-Gelände-Luxus tritt gegen den bayerischen Wagen mit etablierter Fangemeinde an. zum Video
In der höchsten Ausstattungslinie "Prestige" nimmt man auf komfortablen Ledersitzen Platz und schaut über ein beledertes Armaturenbrett mit schicken Zwillingsnähten. Das klar gegliederte Cockpit gibt keine Rätsel auf, der Touchscreen funktioniert ohne Probleme. Holzapplikationen versprühen britisches Flair, die gebürsteten Aluminium-Einsätze an der Mittelkonsole Modernität. Plastik findet man hier nur sehr wenig, und selbst dieses wirkt hochwertig.
Wie heutzutage üblich wird der Motor mittels Knopf gestartet; wie beim Konzernbruder Jaguar fährt der Wählknopf der Automatik aus der Mittelkonsole. Der erste Testwagen hat den zwei Liter großen Benziner mit 240 PS unter der Haube, der den Evoque in 7,6 Sekunden auf Tempo 100 katapultieren kann. Wenn man denn möchte, den obgleich sich der Evoque straff gefedert mit geringer Seitenneigung in die Kurven wirft, verführt das SUV nicht zum Rasen. Viel lieber genießt man die hohe Sitzposition, die Stille und die vorzügliche Schaltarbeit der Achtstufen-Automatik, welche bisweilen nur an kurzen Hüpfern des Drehzahlmessers erkennbar wird.
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Tritt man das Gaspedal dennoch durch, wird der Vierzylinder bis auf 6500 Umdrehungen malträtiert, bis der Automat einen Gang weiterschaltet. Das hat Folgen für den Verbrauch, der beim Testwagen in bergigem Umland bei über elf Litern lag. In Deutschland wird der Turbobenziner vermutlich kaum nachgefragt werden, die Dieselmotoren sind hier die erste Wahl.
Technische Daten Range Rover Evoque | ||||
Version | eD4 Diesel Frontantrieb | TD4 Diesel | SD4 Diesel | Si4 Benziner |
Motor | Vierzylinder | Vierzylinder | Vierzylinder | Vierzylinder |
Hubraum | 2179 ccm | 2179 ccm | 2179 ccm | 1999 ccm |
Leistung | 150 PS | 150 PS | 190 PS | 240 PS |
Max. Drehmoment | 380 Nm | 400 Nm | 420 Nm | 340 Nm |
0-100 km/h | 11,2 s | 9,6* | 8,5* | 7,6* |
V-Max | 180 km/h | 182 km/h* | 195 km/h* | 217 km/h* |
Verbrauch | 5,0 l | 6,5 l * | 6,5 l * | 8,7 l * |
Preis ab | 33.100 € | 34.900 € | 37.700 € | 39.900 € |
* mit Automatik
Der sonorige Klang des Vierzylinder-Dieselmotors passt gut zum Evoque. Immer noch ruhig, aber beim Beschleunigen etwas kerniger, kann der TD4-Diesel mit 150 PS bereits vollauf überzeugen. Im Evoque stehen beim kleinen Diesel maximal 400 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung - das reicht für den 1,7-Tonner. Das 2,2 Liter-Aggregat kommt in der 190 PS starken Variante bereits beim Jaguar XF 2,2 D zum Einsatz und hat auch dort einen guten Eindruck hinterlassen.
Land Rover achtet auch bei den urbanen Geländewagen auf seine 4x4-Tradition. Der neue Evoque macht da keine Ausnahme und zeigt auf dem Offroad-Parcour, dass er steil klettern kann, weder vor Verschränkung, der Wippe oder extremen Schräg-Fahrten zurückschreckt. Auch wenn kaum ein Kunde diese Manöver wirklich ausprobieren wird - es ist gut zu wissen, dass der elektronisch geregelte Allradantrieb "Terrain Response" das möglich macht. Für Stadtbewohner ist der kleine Diesel übrigens auch nur mit Frontantrieb verfügbar.
Der Evoque ist als Pure, Dynamic oder Prestige erhältlich. Neben luxuriösen Details wie Holzapplikationen oder Lederausstattung sind auch technische Highlights wie das Surround-Kamerasystem mit fünf Kameras, Dual-View-Screen, Soundsystem, Klimaanlage mit Wochentimer oder eine automatische Einparkhilfe verfügbar. Die Preisliste für den Fünftürer startet bei 33.100 Euro und reicht bis zum Evoque Coupé Prestige für 43.100 Euro.
Mit dem neuen Einstiegsmodell haben die Briten alles richtig gemacht: Das kleine SUV bietet ein tolles Design, viel Platz und auf Wunsch viel Luxus. Die kleinen und sparsamen Motoren sind flott und sorgen für zeitgemäße Verbräuche. Die Konkurrenz von BMW und Audi wird sich vor dem kompakten Luxus-SUV in Acht nehmen müssen. Mehr als 1500 Vorbestellungen hatte Land Rover schon zum Marktstart Mitte September zu verzeichnen.
Quelle: t-online.de
Dingo schrieb:
am 6. Februar 2012 um 09:03:44
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Vergleich
Ein Vergleich mit Mercedes GLK hätte eher gepasst. in der Innenbreite sogar etwas großzügiger und mit geringerer Fahrzeuglänge
steht das Auto deutlich fetter auf der Strasse als der etwas tantenhaft wirkende GLK.
Preislich liegen 220 TDI und Td4 in Vollausstattung sowie Verarbeitungsqualität gleich auf.
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Roesti schrieb:
am 22. Oktober 2011 um 07:23:58
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Evoque
Toller Wagen, stimme dem Kommentar von Stefan zu. Aber zur Automatic gehört ja auch ein Tempomat oder? Fahre nämlich auch ein Gespann.
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Matthias schrieb:
am 17. Oktober 2011 um 00:23:12
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Evoque
So kann sich auch mal ein Test lesen von einem wirklich Unabhängigen. Bei den Berichten der Autozeitungen bemerkt man die
Befangenheit der Zeitung, man versucht mit allen Mitteln, doch noch irgend was Schlechtes über das Auto zu schreiben, damit auf jeden Fall das "deutsche" Auto zu gewinnen hat. Ich habe 2 Autozeitungen abonniert und kann den Ausgang bei 19 von 20 Autotests voraus sagen. Das nervt ungemein und werde diese jetzt bald kündigen. Ich lass mich nicht manipulieren !
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