
07.07.2011, 14:32 Uhr
Um ein eine Million Dollar teures Auto loszuschlagen, ist ein Pokerturnier kein schlechter Ort. Besonders wenn die Zockerei in Las Vegas stattfindet. Bei so einer Gelegenheit wurde jetzt der erste gasbetriebene US-Supersportwagen verkauft: an einen texanischen Ölmogul.
Das Auto fährt vor mit grellgrünem Lack auf der Karbonkarosserie und dazu im sportlichem Schwung der US-Flagge auf der Haube. Die Botschaft ist so schlicht wie klar. Es handelt sich um einen ökologisch unbedenklicheren Wagen von durch und durch amerikanischer Herkunft. Man wolle mit diesem Auto einen ersten Schritt hin zur Unabhängigkeit von Erdölimporten tun, sagen die Erbauer des Fahrzeugs. Es ist ein sehr kleiner Schritt, aber ein deutlich sichtbarer.
Das liegt daran, dass es sich bei dem Auto um den ersten, gasbetriebenen Supersportwagen aus den USA handelt. Maxximus LNG 2000 heißt das Auto, über das bislang noch nicht viele Details bekannt gegeben werden. Was man weiß ist, dass der V8-Leichtmetallmotor Erdgas und Flüssiggas verträgt und rund 1500 PS entwickelt.
Über ein Sechsgang-Getriebe verteilt, soll die Kraft genügen, den Wagen auf mehr als 400 km/h zu beschleunigen. Der Preis ist auch noch bekannt: eine Million US-Dollar.
Hinter dem Projekt stecken der Finanzmann Bruce McMahan und der Hot-Rod-Konstrukteur Marlon Kirby. Beide sorgten bereits vor zwei Jahren für Furore, als sie den dreimal so teuren Maxximus G-Force vorstellten, das angeblich schnellste straßenzugelassene Auto der Welt. Der Extremsportwagen mit einem V8-Motor von Chevrolet und einer Leistung von 1600 PS schoss in gut zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h und kostete drei Millionen US-Dollar. In irgendeiner Art ökologisch war er nicht.
Dieses Manko soll das neue Modell nun mit Hilfe des Gasantriebs beheben. Warum, wird nicht ganz klar, denn natürlich entsteht auch beim Verbrennen von Gas CO2. Die Maxximus-Macher gehen nicht weiter darauf ein; der Schlitten ist grün, basta. Und er ist ein amerikanisches Auto, was für Patrioten offenbar das schlagende Argument ist.
Als das Auto im Wynn-Hotel zu Las Vegas am Rande eines dort stattfindenden Pokerturniers gezeigt wurde, griff sogleich ein Erdölunternehmer aus Texas zu. Wie es heißt, folgten kurz darauf vier weitere Bestellungen anderer Multimillionäre. Das erste Quintett Gas-Supersportwagen ist also schon verkauft. Das macht fünf klitzekleine Schritte in die Unabhängigkeit von Erdölimporten.
Sportler soll billiger werden
Finanzier McMahan macht all jenen Hoffnung, deren Budget das aberwitzige Auto derzeit noch sprengen würde: Wenn die Produktion erst richtig in Gang gekommen sei, werde der Wagen ganz sicher billiger.
Quelle: Spiegel Online
Joe schrieb:
am 10. Juli 2011 um 20:03:47
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Supersportwagen?
Der ist ja noch hässlicher wie des andere Teil, welches sich unverschämterweise Auto nennt: Bugatti Veyron. Beide kosten
mehr als eine Million und beide sind meiner Meinung nach grottenhässlich!!!!!!!!!!!
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bibo schrieb:
am 10. Juli 2011 um 11:14:18
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Ultima GTR
Ja richtig, der gute alte Ultima GTR mit neuer Lackierung und US-Flagge! Und dann gleich 1 Mio. Dollar teuer? Das Märchen von
"Des Kaisers neue Kleider" scheint ja immer noch hochaktuell zu sein...;-)
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Zenzuhi schrieb:
am 10. Juli 2011 um 00:00:26
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Ultima GTR
Habe ich etwas verpasst??? Ich kenne dieses Fahrzeug seid 4 Jahren unter den Namen Ultima GTR und ist ein Selbstbaufahrzeug mit
420-650 PS Audimotor für ca. 50000€ nicht 2 Millionen, na gut 1500 PS hat der nicht, trotzdem geht er in 3-2,5s 0-100Km/h.
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