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Rußpartikelfilter: Neues System gegen Abgase entwickelt

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Schluss mit Ruß: Neues System zur Abgasnachbehandlung

05.10.2011, 09:48 Uhr

Freiburger Forscher testen das neue Abgas-System (Foto: Fraunhofer ISE)

Freiburger Forscher testen das neue Abgas-System (Foto: Fraunhofer ISE)

Rußpartikelfilter sollen in Dieselfahrzeugen dafür sorgen, dass keine schädlichen Teilchen durch den Auspuff in die Luft gelangen. Soweit die Theorie. Das Problem: Die Abgase moderner Selbstzündermotoren sind oft nicht heiß genug, um die Filter regelmäßig von dem Ruß zu befreien. Eine neue Methode, die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg entwickelt haben, soll nun den Schmutz auch bei niedrigen Abgastemperaturen entfernen.

Ruß muss ausgebrannt werden

Das Filterprinzip ist immer dasselbe: Ist der Filter nach einer Zeit zu stark mit Partikeln beladen, wird er regeneriert, indem der Ruß abgebrannt wird. Die Rußpartikel verbrennen erst bei einer Temperatur von 500 bis 600 Grad Celsius.Der Haken dabei: Die Abgastemperaturen von Lkw sinken zunehmend, weil sie so konstruiert sind, dass sie möglichst wenig umweltschädliche Stickoxide produzieren.

Zusätzliches Synthesegas wird beigemischt

Die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts Freiburg wollen nun eine Methode entwickelt haben, um die Filter auch bei Abgastemperaturen von 140 Grad Celsius zuverlässig zu reinigen. "Wir geben zum Abgas ein Synthesegas aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff", erläutert Dr. Thomas Aicher vom ISE. "Dieses Gasgemisch leiten wir am Oxidationskatalysator ein - so können wir die Zündtemperatur auf 140 Grad senken und den Filter auch bei niedrigen Abgastemperaturen von dem Ruß befreien".

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Diesel kann erhitzt werden

Um den gasförmigen Zusatzbrennstoff zu gewinnen, gibt es zwei Möglichkeiten: "Entweder erhitzen wir Dieselkraftstoff unter Luftausschluss, wobei Wasserstoff und Kohlenstoff entstehen. Der Kohlenstoff wird in einem weiteren Schritt mit dem Abgas verbrannt, und es bildet sich Kohlenmonoxid."

Partielle Oxidation möglich

Die zweite Technik: "Oder wir oxidieren Diesel mit sehr wenig Luft, so dass der Diesel nur unvollständig verbrennt. Man spricht von einer partiellen Oxidation", erläutert Robert Szolak, ebenfalls Wissenschaftler am ISE.

Prototypen schon erfolgreich getestet

Prototypen für beide Verfahren haben die Forscher bereits entwickelt und erfolgreich getestet. Gemeinsam mit einem Industriepartner soll nun die partielle Oxidation genauer untersucht werden.


Quelle: mid

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Kommentare (12)

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Thema: "Rußpartikelfilter: Neues System gegen Abgase entwickelt"

Elly schrieb: am 3. November 2011 um 09:52:53
(2) (0) Rußpartikelfilter
Man sollte sich lieber um eine Rußfreie Dieselverbrennung kümmern! Was fallen diesen Mumpitzfabrikanten denn noch für
ABM-Maßnahmen wie einen Rußpartikelfilter ein? Man sollte die Verdichtung der Dieselmotoren erhöhen und dem Diesel Zusatzstoffe zusetzen welche dafür sorgen das explodierende Stickoxidverbindungen die Motorleistung erhöhen. Abgasrückführung ist natürlich auch eine gute Lösung. Dazu könnte man auch den Staudruck des Auspuffs nutzen, den Dieselmotor als Zweitakter betreiben.
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Klaus schrieb: am 26. Oktober 2011 um 22:50:06
(0) (1) Partikelfilter
Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht Erwehren, da schmückt sich einer mit fremden Federn! Wasserstoffzusatz zum
Dieselkraftstoff ist doch keine neue Erfindung. Das wird doch schon lange praktiziert, da glaubt nur keiner so richtig dran, weil keiner das Prinzip richtig erklären kann. Ich übrigens auch nicht! Habs aber trotzdem in meinem Diesel und es funktioniert!!!!!!
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MG schrieb: am 12. Oktober 2011 um 12:32:55
(17) (2) Rußpartikelfilter
Wusstet Ihr eigentlich das ein Rußpartikelfilter ab ca. 120.000 km kaputt geht. Ich nicht. Jetzt passiert bei meinem
Sprinter 170.000 km. Originalteil bei Mercedes 1000€. Habs im Internet, halt nicht Original, für 330€ bekommen. Das ist der dank an die Umwelt. Die anderen EU-Länder lachen uns nur aus mit unserem Umweltschutz :-(
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