31.05.2011, 09:00 Uhr | (mb)
Der Singer 911 wurde erstmals 2009 präsentiert. Er will eine Interpretation des Originals von Porsche sein und lehnt sich an den 911er aus dem Jahre 1964 an - zumindest optisch. Technisch steckt Neues drunter.
Warum Singer den 911 baut? Weil die kalifornische Autoschmiede ihn geil findet. Und weil laut Singer alle aktuellen 911 verweichlicht, unschön und unecht sind. Der komplett selbst entwickelte Singer 911 soll dagegen ein unverfälschtes Fahrerlebnis bieten, was auch immer das heißen mag.
Rein äußerlich sieht er ziemlich echt aus, auch wenn Details auf einen Nachbau hinweisen - einen exzellent gemachten allerdings. So besitzt der Singer extradicke Backen für 275er Hinterreifen einen automatisch ausfahrbaren Heckspoiler, der neben Anpressdruck auch die Kühlung sichert und Projektionslinsen in den Hauptscheinwerfern.
Die antriebstechnische Ausrüstung bedeutet Spaß, Spaß und noch mehr Spaß. Knapp 1100 Kilogramm Gewicht treffen auf 425 PS aus einem frei atmenden Boxer, der 3,82 Liter Hubraum auf sechs sich gegenüberliegende Zylinder verteilt. Das Aggregat wurde aus verschiedenen Porsche-Bauteilen zusammengesetzt und versetzt den Singer 911 in rund vier Sekunden auf 100 km/h. Umhüllt wird das Kraftpaket von einer formvollendeten Karbonschale. Maximal soll Tempo 273 drin sein. Geschaltet wird in sechs Vorwärtsstufen manuell, gebremst wird mittels standfester Brembo-Anlage, die sich hinter den ansehnlichen Fuchs-Fälschungen versteckt.
Das alles klingt noch nach Hausmannskost und passt daher bestens zum optischen Auftritt des Singer 911. Ganz anders hingegen geht es bei den elektronischen Systemen zu. So gibt es beispielsweise eine Klimaanlage, ein Satelliten Radio (in den USA), ein Garmin-Navi, einen iPod-Anschluss und eine Bluetooth-Anbindung, ABS und eine Traktionskontrolle sind ebenfalls vorhanden. ESP und Airbags gibt’s nicht.
Auch die Scheinwerfer versprechen, wie bereits erwähnt, ein Hightech-Innenleben. Stammen sie doch von Hella aus Lippstadt und strahlen mit moderner Gasentladungstechnik (Xenon). Eingeschaltet werden sie mittels Oldschool-Ziehhebel, die sich wild verstreut am senkrechten Armaturenbrett befinden. Ein geschüsseltes, dickes Momo-Sportlenkrad und die ausgeformten Recaro-Sportsitze vollenden den perfekt arrangierten Arbeitsplatz.
Dass so viel Exklusivität seinen Preis hat, versteht sich von alleine. 275.000 US-Dollar, also rund 210.600 Euro, verlangt Singer für die Topversion, für 78.400 Euro weniger gibt es eine abgeschwächte 3,6-Liter-Version. Der Preis lässt sich aber fast beliebig in die Höhe treiben, so kostet beispielsweise eine Servolenkung fast 5000 Euro, ein zweiter (elektrisch einstellbarer) Seitenspiegel irrwitzige 3300 Euro und Rennsportschalensitze beispielsweise 4900 Euro. Alles also nach Vorbild Porsche, die ebenfalls nie verlegen sind, exorbitante Aufpreise für Kleinigkeiten aufzurufen.
Quelle: Autoscout24
SLK60 schrieb:
am 28. März 2012 um 07:58:32
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Traum eines Porsches
Ein Traum !! Kein weichgespültes, rundgelutschtes Fragment des Ur-Typs . Ein Beweis mehr ,dass sich ein Klassiker
durch facelifting nur verschlimmbessern läßt . 3-2-1- meins , - leider fehlt mir noch das Geld .......
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Germane schrieb:
am 15. Juli 2011 um 22:39:22
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@Liebe
sehe ich ganz genauso. was der neue 911 an größe und gewicht so an den tag bringt, ist beängstigend. der 928 wurde auf grund seiner
damaligen bulligkeit verteufelt. und heute ist ja ein scirocco schon gößer.
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Stefan schrieb:
am 12. Juli 2011 um 18:36:34
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Replika?!
Ähh, warte mal... Replika, Nachbau?! Mit was für Begriffen werft ihr denn um euch? Die Singer 911 sind Originale, die restauriert
werden, wenn auch sehr aufwendig und mit so einer Liebe zum Detail, das auch gerne mal alte Teile einfach gegen Neuteile ausgetauscht werden. Ich finde die Dinger rattenscharf und würde einem Singer einem komplett originalen vorziehen. Aber was mich wirklich aufregt ist das typisch deutsche Gequake von wegen Markenrecht, da klaut doch niemand?!
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