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Porsche Panamera S Hybrid: Erste Testfahrt

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Autosalon Genf 2011

Porsche Panamera S Hybrid - Schnell, groß, grün

10.03.2011, 10:02 Uhr | Stefan Grundhoff

Porsche Panamera S Hybrid auf Testfahrt (Foto: Press-Inform)

Porsche Panamera S Hybrid auf Testfahrt (Foto: Press-Inform)

Ein sonniger Tag in Kapstadt. Die Flieger sind voll von Touristen, die sich am Kap der guten Hoffnung etwas Sonne gönnen wollen. Auch ein Entwicklungsteam von Porsche hat sich aufgemacht nach Südafrika. Den Testingenieuren geht es aber nicht ums Wetter, sondern darum, der Hybridversion des Porsche Panamera den letzten Feinschliff zu geben. So fährt sich der neue Porsche Panamera S Hybrid.

Porsche Panamera S Hybrid auch nicht am Typenschild zu erkennen

Der Porsche Panamera S fällt im Innenstadtverkehr von Kapstadt jedoch niemandem nennenswert auf. Das liegt daran, dass er sich optisch nicht von den anderen Versionen unterscheidet und am Heck mittig der Schriftzug "Panamera S" prangt - eine schlichte Lüge. Denn unter der Haube arbeitet kein Achtzylinder, sondern ein aufgeladener V6 mit Elektro-Unterstützung.

Panamera Hybrid soll der sparsamste Porsche werden

Porsche steht für schnelle Autos. Doch längst befassen sich die Entwicklungsabteilungen in Zuffenhausen und Weissach genauso mit dem Kraftstoffverbrauch wie mit Höchstgeschwindigkeiten, Beschleunigungen und Fahrdynamik. Der Panamera S Hybrid soll ein Meilenstein in der Porsche-Geschichte werden - der sparsamste Porsche überhaupt. "Wir schaffen einen Verbrauch von unter sieben Litern auf 100 Kilometern", erklärt Dr.
Michael Steiner, Baureihenleiter des Panamera, "das bietet derzeit kein anderer im Segment." Steiner und sein Team sind ans Kap gereist, um die letzten Feinheiten beim Hybrid-Panamera festzuzurren. Steiner sitzt am Steuer des Prototypen und schaut immer wieder auf den Bildschirm in der Mittelkonsole. Hier werden mit grünen Balken die Zeitanteile dargestellt, in denen der Panamera S Hybrid ohne Verbrennungsmotor läuft.

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Sparsamer Porsche Panamera

Der Sportwagenhersteller zeigt auf dem Genfer Automobilsalon das Erfolgsmodell als Hybridversion. zum Video

Hybrid-Panamera mit Wandlerautomatik

56, 72, 68 und 52 Prozent der Fahrt - alles ohne Verbrenner. "Leider sinkt dadurch nicht auch der Verbrauch um den entsprechenden Anteil", erklärt er weiter, "wir schalten den Verbrenner beim Niederlastanteil aus. Schließlich wird beim Anfahren und Beschleunigen der meiste Kraftstoff verbraucht. Kann man fast mit Fahrradfahren vergleichen." Den Porsche-Entwicklern geht es bei ihrer letzten Entwicklungstour nochmals um die Feinabstimmung von Verbrennungsmotor, E-Motor und Getriebe. Anders als der normale Panamera ist das Hybridmodell mit einer achtstufigen Wandlerautomatik ausgestattet. Zwischen Motor und Getriebe liegt das Elektromodul, das sich über eine Kupplung immer wieder zu- und abschaltet. Die mehr als 60 Kilogramm schwere Batterie liegt versteckt unter dem Kofferraumboden. Somit ist dem Hybridmodell sein Inneres auch auf den zweiten Blick nicht anzusehen.

Porsche lernt das Segeln

Das Zauberwort heißt segeln - nicht nur hier am Kap. Ist der Panamera Hybrid ohne Last unterwegs, schaltet sich der Verbrennungsmotor ab. Er segelt oder gleitet und das bis zu einer Geschwindigkeit von 165 km/h. Auf der Autobahn N1 immer wieder das gleiche Spiel. Tempo 80 im fließenden Verkehr. Die Insassen spüren nicht, dass sich der Verbrennungsmotor regelmäßig sanft ab- und wieder zuschaltet. Das klappt selbst bei höheren Geschwindigkeiten ohne große Regungen des Triebwerks. Mit Tempo 120 rollt der Panamera gerade Richtung Nordwesten - der Drehzahlmesser liegt tot da, ehe er sich beim nächsten Hügel kaum spürbar wieder erhebt

Mit Leichtlaufreifen soll der Porsche Panamera S Hybrid unter sieben Litern bleiben

Porsche gibt bei seinem zweiten Hybridmodell nach dem Cayenne einen Normverbrauch von 7,1 Litern auf 100 Kilometern an. Wer sich für die neu entwickelten Energiesparreifen von Michelin entscheidet, drückt den Durst nochmals auf 6,8 Liter. Das bietet im Luxussegment derzeit kein anderer. Doch das Elektromodul mit seinen 34 kW/47 PS und 200 Nm maximalem Drehmoment ist nur die kleinere Seite der Medaille.

V6-Motor mit Kompressor kommt von Audi

Unter der Motorhaube arbeitet das bekannte Kompressoraggregat aus dem Hause Audi, das unter anderem A4 und A5 befeuert und auch die Verbrennerbasis für den Cayenne Hybrid liefert. Der drei Liter große Sechszylinder mit Kompressoraufladung schlägt sich mit angeschlossenem Elektromodul weit besser als ohne. "Wir fahren durch den E-Motor und die Achtstufenautomatik selten mit mehr als 2000 Umdrehungen pro Minute", erklärt Steiner, "damit werden die Nachteile eines Kompressors im hohen Drehzahlbereich ausgeglichen."

Schnell ist der Panamera Hybrid natürlich auch

Die Fahrleistungen des Porsche Panamera S Hybrid sind eindrucksvoll. 0 auf 100 km/h in sechs Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h bietet derzeit kein anderer Teilzeit-Elektriker. Die Gesamtleistung von beiden Antriebsmodulen liegt bei 380 PS. Da der Verbrauch im Vordergrund stehen wollte, blieb eine Allradversion außen vor. Der Panamera S Hybrid kann bis zu zwei Kilometer rein elektrisch fahren. Insgesamt bringt der Hybridantrieb 170 Kilogramm Mehrgewicht auf die Fahrzeugwaage. Ein Grund: Der Akku im Heck arbeitet noch mit der wenig innovativen Nickelmetallhydrid-Technik. Mit dem Hybriden will Porsche insbesondere die US-Kunden erfreuen, denen ein Diesel nach wie vor wenig bedeutet.

Hybrid-Porsche mit stolzem Preis

Der Panamera S Hybrid kommt im Juni 2011 auf den deutschen Markt und kostet mindestens 106.185 Euro. Das sind 11.000 Euro mehr als der Porsche Panamera S mit acht Zylindern. Serienmäßig gibt es neben der normalen Ausstattung unter anderem eine Luftfederung mit elektronischen Dämpfern.


Quelle: mid

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Kommentare (2)

zum Forum

Thema: "Porsche Panamera S Hybrid: Erste Testfahrt"

Atilla schrieb: am 10. März 2011 um 18:58:03
(0) (0) @Selbstdenkend
Seit wann ist in Südafrika die Höchstgeschwindigkeit auf 70 Km/h reduziert ? Waren sie schon mal dort ? Ich schon öfter,
bin jedesmal schneller wie 70 Km/h gefahren - ohne Strafzettel ... In Camps Bay stehen übrigens jede Menge teurer Häuser, nicht jeder ist arm. Den Kapstädtern geht es eigentlich ganz gut.
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Selbstdenkend schrieb: am 10. März 2011 um 13:35:07
(0) (0) Beeindruckene deutsche Ingenieurskunst ?
Motor- und Schubabschaltung - auch mit Freilauf gab es schon 1978. 40 kg Akku und 170 kg Mehrmasse
für 2 km Elektrofahrt ist absolut lächerlich für 2011 !. Dazu könnte PORSCHE auch einen primitiven Blei-Säure Traktions-Akku einsetzen der so gross wie der Starter-Akku ist. Allein das Mehrgewicht muss immer mitgeschleppt werden. Und wie soll der Schadstoffausstoss für den Flug nach Südafrika gerechtfertigt werden? In ein Land mit 70 km/h Höchstgeschwindigkeit? Und einer extremen Armut?
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