24.02.2006, 11:00 Uhr | Patrick Schäfer
Porsche 911 GT3 (Foto: Porsche)Kurz nach dem 911 Turbo zaubert Porsche eine weitere Neuheit aus dem Hut: den neuen GT3. Der Sportwagen soll die Verbindung zwischen Rennsport und und Straßensport wiederherstellen. Der GT3 feiert wie auch der 911 Turbo auf dem Genfer Auto-Salon Weltpremiere.
Die Rennstrecke lässt grüßen
Der GT3 ist unverkennbar ein Derivat des aktuellen 911er. Allerdings wirkt der Rennwagen mit Straßenzulassung deutlich aggressiver, da er sich deutlich tiefer auf die Straße duckt und mit vielen zusätzlichen Luftöffnungen bestückt ist. Anders geformte Front- und Heckschürzen sowie Seitenschweller und - nicht zu vergessen - ein riesig dimensionierter Heckflügel lassen den Einsatzzweck des GT3 deutlich erkennen, der nicht nur für den normalen Alltagsbetrieb ausgelegt ist.
Drehzahlweltmeister
So nennt Porsche den 3,6-Liter Boxermotor, der mit 415 PS der wohl stärkste Seriensportwagen mit Saugmotor ist. Für jeden Liter Hubraum stehen 115,3 PS Leistung zur Verfügung. Das zeigt sich an den Drehzahlen, die mit 8400 Maximalumdrehungen noch einmal um 200 gegenüber dem Vorgängermodell gestiegen sind. Im Vergleich zum Serienmotor wurde das Mehr an Kraft durch eine variable Ansauganlage mit einer auf 82 Millimeter vergrößerten Drosselklappe, optimierten Zylinderköpfen und einer Abgasanlage mit geringerem Gegendruck erreicht.
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Beschleunigenleicht gemacht
Beim GT3 wurde zudem auf geringes Gewicht geachtet. Der GT3 schafft die Beschleunigung von null auf Hundert in 4,3 Sekunden. Das geht zwar etwas langsamer als bei seinem Bruder Turbo, der nur 3,8 Sekunden braucht. Der hat aber dank Turbo-Aufladung auch fast 70 PS mehr unter der Haube. Fix sind mit dem GT3 auch die 160 erreicht - nach 8,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h. Damit dies alles geschwind gelingt, besitzt der GT3 eine neuartige Hochschaltanzeige, die dem Fahrer durch Aufblinken das rechtzeitige Hochschalten der sechs Gänge für beste Beschleunigung signalisiert.
Zwei in einem auch beim Fahrwerk
Damit der GT3 sowohl im normalen Betrieb wie auf der Rennstrecke eine gute Figur macht, bietet das erstmals für den GT3 verfügbare, aktive Fahrwerk zwei Abstimmung. Das Porsche Active Suspension Management (PASM) lässt eine Grundabstimmung für den Normalbetrieb zu - im Sport-Modus wird die brettharte Rennabstimmung eingeschaltet.
Rennsport-Feeling hat seinen Preis
Wer sich ab und zu auf den Rundstrecken austoben will und dabei einen einigermaßen alltagstauglichen Sportwagen sucht, der muss 108.300 Euro mitbringen, um den GT3 ab Mai sein eigen nennen zu können. Ab August können sich Kunden in den USA für 106.000 Dollar über den GT3 freuen.
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