15.06.2004, 09:56 Uhr | Von Rolf-Peter Bleeker/Auto-Reporter.Net
Carrera S: 19-Zoll-Felgen (Foto: Porsche)Wer sich einen Elfer zulegt, der wünscht das pure und elektronisch unverfälschte Fahrerlebnis. Natürlich liefert auch der facegeliftete Elfer genau das. Vorne steht das 18-Zoll-Fahrwerk auf Reifen der Dimension 235/40 ZR 18, hinten auf 265/40 ZR 18. Der Carrera S steht auf einem 19-Zoll-Fahrwerk mit noch breiteren Socken: vorne 235/35 ZR 19, hinten 295/30 ZR 19. Das überarbeitete Fahrwerk mit der Mehrlenker-Hinterachse verleiht dem Porsche 911 fabulöse Fahreigenschaften und ein Fahrverhalten wie einem Rennwagen.
Foto-ShowDer neue Porsche 911
Schmankerl für Rundstreckenfahrer
Er liegt auf der Straße, dass einem die Augen feucht werden vor Begeisterung. Das fabelhafte Elfer-Fahrwerk garantiert am Limit ein leicht untersteuerndes Verhalten, selbst extreme Kurventempi meistert er weitgehend neutral, folgt dem Lenkeinschlag und nimmt auch Lastwechsel gelassen hin. Und für die Rundstreckenfahrer hat Porsche auch ein fahrwerkstechnisches Schmankerl bereit: Erstmals gibt es beim 911 ein aktives Dämpfungssystem.
Der neue Porsche 911So entsteht der Sound
Attacke auf die Zahnfüllungen
Frisch designt: der neue 911 (Foto: Porsche)Das für den 911 Carrera S serienmäßige PASM (Porsche Active Suspension Management) verbindet zwei Fahrwerke in einem: ein sportlich komfortables für die Langstrecke und ein betont sportliches für die Rundstrecke. Und wer Letzteres auf der normalen, abgenutzten Landstraße aktiviert, der sollte sich bewusst machen, dass das tatsächlich nur für die Rundstrecke gedacht ist und ansonsten eher als Attacke auf die Zahnfüllungen entpuppt.
Renntaugliche Bremsanlage
Optional: Keramik-Bremse PCCP (Foto: Porsche)Für die angemessene Verzögerung sorgt die Bremsanlage mit Vierkolben-Alu-Monobloc-Bremssättel aus Leichtmetall und gelochten, innenbelüfteten Bremsscheiben an allen vier Rädern. Mit einer solchen renntauglichen Anlage ist Tempo 100 km/h noch schneller ab- als aufgebaut. Der Insassenschutz besteht aus der als Sicherheitskäfig konzipierten Fahrgastzelle und insgesamt sechs Airbags. Dazu zählen zwei neue zweistufige Fullsize-Frontairbags und das weiterentwickelte POSIP-System (Porsche Side Impact Protection).
Eine gute Investition
Am 17. Juli 2004 geht die neue Generation an den Start. Die Preise: 75.200 Euro verlangt Porsche für den 911 Carrera, 85.176 Euro für den 911 Carrera S - das Vorgänger-Modell mit 320 PS startete bei 74.504 Euro. Geht schon ins Geld, so ein Elfer, aber der Spaß wiegt das mehr als auf. Und der Wertverlust macht die Sache noch erträglicher: Der Porsche 911 ist das wertbeständigste Sportcoupé der Welt. Eine gute Investition also.
Der jüngste Elfer, den es je gab
Ja, so ist das mit dem alten Elfer, der vor mittlerweile 41 Jahren zwar als 901 das Licht der Welt erblickte, anno 2004 aber alles andere als alt ist. Er ist der jüngste Elfer, den es je gab, und er wird die Porsche-Erfolgsgeschichte fortschreiben. Doch auch er ist nur ein - wenn auch der tragende Teil - des wirtschaftlichen Gedeihens der Marke. Der Cayenne hat seit seinem Erscheinen vor zwei Jahren einen richtigen Push gebracht. Mit dem neuen Werk in Leipzig stieg die Porsche-Produktion auf rund 75.000 Einheiten pro Jahr, und die werden tatsächlich alle verkauft. Von den guten Dingen kann man halt nie genug bekommen.
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