23.12.2011, 13:00 Uhr | Stefan Grundhoff
Was dem Deutschen sein VW Golf ist dem Amerikaner der Ford F-150. Seit Jahrzehnten ist der Pick-up Bestseller in den jährlichen US-Verkaufsstatistiken. Kein Auto wird weltweit mehr produziert. Ford hat die Zeichen der Zeit erkannt und macht den Bestseller nun sparsamer.
Während die Pick-ups in Europa nie den rechten Durchbruch schafften, gehören sie in Nordamerika seit den 50er Jahren zu den an meisten verkauften Autos überhaupt. Der Platzhirsch heißt seit 1948 Ford F-150 und stellt von den Volumina selbst den europäischen Bestseller VW Golf in den Schatten. Während in Wolfsburg Bluemotion-Technologie, kleine Hubräume und Turboaufladungen auf dem Weg zu geringeren Verbräuchen das technische Regiment übernommen haben, sieht es beim deutlich größer dimensionierten Gegenüber in den USA kaum anders aus.
Zwar gibt es hier noch keine vier Brennkammern oder eine Zylinderabschaltung wie bei der neuesten Motorengeneration aus Niedersachsen. Doch statt wild blubbernder V8-Power mit mehr als fünf Litern Hubraum sind auch die Lastesel aus Dearborn längst auf dem Ökotrip.
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Das neue Schmuckstück der Motorenpalette ist der 3,5 Liter große Ecoboost-Motor, der 370 PS und 590 Newtonmetern maximales Drehmoment leistet. Damit kann der Ford F-150 Ecoboost FX4 stattliche 5,3 Tonnen schwere Anhänger ziehen und auf der Ladefläche knapp 1,3 Tonnen schleppen. Das ist rund doppelt so viel wie das Basismodell des 302 PS starken Ford F-150 3,7 V6 ohne Turboaufladung.
Bei aller Leistung ist das Ecoboost-Triebwerk vergleichsweise sparsam. Ford verspricht je nach Gangart zwischen 15 und 21 Meilen pro Gallone. In der Realität lässt sich der Pick-up mit rund 17 bis 18 Meilen pro Gallone bewegen. Umgerechnet sind das knapp 15 Liter Super auf 100 Kilometern. Auf längeren Highway-Passagen lässt sich der Verbrauch auf unter zwölf Liter drücken. Das sind rund 30 Prozent weniger als vor ein paar Jahren und allemal ein Weg in die rechte Richtung.
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Der 3,5 Liter große Sechszylinder schiebt nach kurzer Verzögerung gewaltig an. Selbst unter maximaler Lastanforderung gibt es kaum einen Unterschied zu einem V8-Triebwerk. Das doppelt aufgeladene V6-Triebwerk ist drehfreudig und allenfalls die sechsstufige Getriebeautomatik macht bisweilen einen leicht unwilligen Eindruck.
Stark ist der F-150 FX4 auch im Gelände. Dafür sorgen nicht nur die auf Wunsch grobstolligen 20-Zoll-Räder oder die knapp 22 Zentimeter Bodenfreiheit, sondern auch der sinnvolle Allradantrieb und die Differentialsperre an der Hinterachse. Den Spurt 0 auf Tempo 100 schafft der Allradler in knapp neun Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 170 km/h. Hier kosten die schlechte Aerodynamik und insbesondere die offene Ladefläche bessere Werte.
Der 5,89 Meter lange Ford F-150 Supercab FX-4 hat nicht nur durch seine schiere Größe einen imposanten Auftritt. In sein Führerhaus kraxelt man förmlich herein und blickt auf üppig dimensionierte Geländewagen am der Ampelkreuzung fast mitleidig herab. Die aktuelle F-150-Generation hat sich im Innenraum mächtig gemacht. Wenn man sich an die leicht verspielten Instrumente gewöhnt hat, findet man sich bestens zurecht. Die Sitze sind großzügig dimensioniert und die Rundumsicht ist trotz der Abmessungen sehr ordentlich.
So wohnlich und limousinenhaft sich der Innenraum des Ford F-150 mittlerweile präsentiert, so wenig hat sich beim Fahrverhalten getan. Die Regel, wonach man einen Pick-up niemals mit leerer Ladefläche bewegen sollte, gilt auch weiterhin. Kein Wunder, dass der Dearborn-Lastesel ohne die genutzte Lademöglichkeit allzu rumpelig auf der Hinterachse unterwegs ist.
Das merken einmal mehr auch die Passagiere, die den Fond des Supercab über die gegenläufig öffnenden Türen erklommen haben. Auch hier lässt es sich auf den weichen Ledersitzen aushalten. Praktisch: in der Mittelkonsole gibt es nicht nur viel Platz für Gegenstände aller Art, sondern auch einen 110-Volt-Anschluss. Der Pick-up-Kunde mag es eben gerne praktisch.
Das gilt auch für den Preis. Ein teurer Pick-up ist ein schlechter Pick-up heißt es nicht nur in Texas. Ein Erfolg des Ford F-150 ist sein konkurrenzfähiger Preis. Das Basismodell startet mit kleiner Kabine bei knapp 24.000 Dollar. Der gut ausgestattete Ford F-150 FX4 3,5 Ecoboost kostet mindestens 38.475 Dollar - umgerechnet 28.500 Euro. Viel Autos fürs Geld, denn Händler geben bei den Pick-Up-Modellen auf dem Hof kräftige Rabatte. Heißt, für die Allzweckwaffe aus Dearborn zahlen viele unter dem Strich nicht mehr als 23.000 Euro. Big in America.
Quelle: Press-Inform
F150 schrieb:
am 5. April 2012 um 18:41:31
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Pickup
Der Verfasser dieses Artikels hat warscheinlich noch nie in einem aktuellen F150 gesessn oder ist damit gefahren. Der muß nicht
beladen sein. Fahre meinen auf beschi.... . Straßen ,da ist nichts rumpelig.Trotz Blattfedern an der Hinterachse einfach komfortabel. Mein L200 hatte bei gleichen Straßenverhältnissen regelmäßig Tritte in den Hintern verteilt. Das könnte ja mit dem längeren Radstand zu tun haben, aber Experten schreiben eben was anderes.
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Husky schrieb:
am 2. Januar 2012 um 18:47:38
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V8
Die großvolumigen V8 Motoren und deren Sound der Amis und die Aufmachung der Karosse ist schon toll. Aber aus klimatechnischer Sicht
nicht mehr zeitgemäß. Es wird jetzt doch mal Zeit das die USA umschwenkt zu kleineren Brennräumen und weniger Verbrauch. So schlimm wies ist, es geht halt nimmer
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Toto schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 22:07:42
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@ alex
Träume darf man haben vielleicht gehen sie ja irgendwann in Erfüllung. An Weihnachten hat meine Frau operieren müssen ich habe
Weihnachten bei meinem Bruder in den USA verbracht. Dort hat fast jeder einen Pick Up vor der Haustür stehen. Nicht anders als hier dort haben auch etliche noch andere Fahrzeuge aber dort gehören Pick Up´s zum Straßenbild.
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