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Peugeot 508: Erster Test mit dem 140-PS-Diesel

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Peugeot 508 Limousine: Mittelklasse - aber alles andere als mittelmäßig

06.06.2011, 09:42 Uhr | Timo Bürger

Peugeot 508 (Foto: Peugeot)

Peugeot 508 (Foto: Peugeot)

Mit dem neuen Peugeot 508 will die französische Löwenmarke die Mittelklasse aufmischen. Nach den weniger erfolgreichen Modellen 407 und 607 will sich der 508 mit frischem Chic, komfortabler Ausstattung und qualitativer Aufwertung behaupten. Wie gut gelingt der Limousine das? Ausfahrt im Peugeot 508 2,0 HDI FAP mit 140-PS-Diesel und Sechsgang-Handschaltung.

Peugeot 508: viele technische Spielereien

Im Innenraum merkt man dem Peugeot beim ersten Einstieg die Technikverliebtheit der französischen Autobauer an - was durchaus sympathisch wirkt. Komfortabel ist die automatische elektrische Feststellbremse, die sich beim An- und Ausstellen des Motors selbst aktiviert bzw. deaktiviert. Die kann natürlich auch manuell betätigt werden.

Komfortables und großzügiges Interieur

Die Ledersitze sind rückenfreundlich, die ausziehbare Oberschenkelauflage angenehm, das Lenkrad liegt weich in der Hand, die nicht wenigen Funktionen lassen sich dennoch intuitiv erfassen. Auch im Fond finden Personen mit mehr als 1,80 Meter Körpergröße noch komfortabel Platz in dem weichen Gestühl - durchaus ein Vorteil von nicht allzu sehr kupierten Hecks. Die Fahrzeugabmessung tragen ein Übriges zum guten Raumgefühl und Platz bei: 4,79 Meter lang, 1,85 Meter breit, 1,45 Meter hoch, der Radstand beträgt 2,81 Meter.

Auto
Peugeot stellt den neuen 508 vor

Die Mittelklasse-Limousine und das entsprechende Kombi-Modell lösen die Baureihen 407 und 607 ab. zum Video

Klasse Navi, mäßiges Soundsystem

Angenehm fällt das sehr gut ablesbare Display des Navigationssystem auf. Die Funktionen der Dreh- und Drück-Regler lassen sich ebenso schnell erfassen wie angenehm anfassen. Etwas mehr Dynamik und Fülle dürfte hingegen das im Testwagen verbaute JBL-Soundsystem haben.

Schicke Instrumente

Ein Highlight ist zweifellos die weiße Tachoskalierung. Diese sieht nicht nur sehr schick aus, sondern lässt sich im Hellen wie im Dunklen gleichermaßen hervorragend ablesen. Sehr elegant wirkt ebenso die Innenraumbeleuchtung bei Dunkelheit. Die Berganfahrhilfe - ein Helfer, der zugegeben kein Muss ist - funktioniert auch bei zwölf Prozent Steigung noch einwandfrei. Ebenfalls kein Muss, aber dennoch originell: bei Zündung fährt ein Head-Up-Reflektor aus dem Armaturenbrett und projiziert Fahrdaten in das Sichtfeld des Fahrers.

Wohin mit dem Schlüssel?

Apropos Technikverliebtheit. Ein Keyless-Entry-System für Türen und Zündung ist zwar komfortabel, allerdings: Wo legt man den Schlüssel ab, wenn man ihn nicht braucht und man ihn nicht andauernd in irgendwelchen Ablagen klappern hören will? Ein Manko, worüber allerdings auch andere Autohersteller mal nachdenken dürfen.

Diesel dürfte nicht schwächer sein

Zwar kommt der Franzose mit dem 140-PS-Diesel und 320 Newtonmeter noch gut aus den Puschen - eine Ausgeburt an Temperament ist er allerdings nicht. Elegantes Gleiten ohne Hektik ist eher seine Sache. Immerhin muss der Wagen vollgetankt mit Fahrer - je nach Motorisierung - um die 1750 Kilogramm bewegen. Dafür ist der Löwen-Mittelklässler nicht zu weich gefedert, angenehm leise und lässt sich leicht und direkt lenken - eine ideale Reiselimousine eben. 515 Liter Kofferraumvolumen (erweiterbar auf 1381) sind zwar kein Bestwert, aber allemal ausreichend für üppiges Reisegepäck.

Technische Daten Peugeot 508 HDI

Motor

PS

Nm

0-100

Vmax

Co2

Verbrauch

Preis

2,0 HDI

140

320

9,8 s

210 km/h

125g

4,8 l

ab 29.150 €

Schaltung mit Optimierungspotenzial

Wenig erfreulich ist die Schaltung. Zu viel Spiel, wenig präzise, kaum Rückmeldung - der Rührstab lässt grüßen. So passierte es ab und an beim Sechsgang-Handschalter, dass der falsche Gang eingelegt wurde. Hier ist die Automatik die wohl bessere Lösung.

Sparsames Dieselaggregat

Exakt 6,0 Liter Dieselverbrauch attestierte die Digitalanzeige nach gut 500 gefahrenen Kilometern. Ein wirklich guter Wert, zumal in heißen Maitagen kontinuierlich Gebrauch von der Klimaautomatik (sowie Musikanlage und Massagefunktion) gemacht wurde. Das - um die Leistung des vorher als etwas schwach geschmähten Aggregats zu rehabilitieren - ist eben auch ein Vorteil von nicht allzu übermotorisierten Autos: Sie lassen sich sparsam fahren.

Stärkere Selbstzünder im Angebot

Ein labberiger Sechsgang-Handschalter und vielleicht ein Motor, der etwas mehr Bumms vertragen dürfte: Das sind die beiden echten Kritikpunkte am Peugeot 508. Nörglern kann aber geholfen werden. Den 163 PS starken Zweiliter-Diesel gibt es ebenso mit Sechsgang-Automatik wie den 2,2 HDI FAP mit 204 PS.

Fazit Peugeot 508 HDI FAP 140

Ab gut 23.000 Euro ist der 508 zu haben - der Preis des Testwagens lag mit sehr vielen Extras bei etwa 35.500 Euro. Summa summarum ist der Peugeot 508 eine komfortable und großzügige Mittelklasse-Limousine, gepaart mit sympathischen elektronischen Features, einem auffälligen Design und einem hohen Wohlfühlfaktor. Dass es der Löwe in Deutschland nicht ganz einfach haben wird gegen die Armada aus Premium-Limousinen und Geschäftswagen, ist klar. Das Talent dazu hat er aber allemal - zumal er etwa 15 Prozent günstiger sein dürfte als die deutsche Premiumliga.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (30)

zum Forum

Thema: "Peugeot 508: Erster Test mit dem 140-PS-Diesel"

petrus schrieb: am 29. August 2011 um 13:15:19
(0) (0) "ich schrieb"
ein Tiguan soll attraktiv sein? finde ich gar nicht. Für mich muß ein Auto zuverlässig sein. Das ist das DSG-Getrieb
von VW absolut nicht. Bei meinem Golf Plus wurde es bereits 2 mal getauscht!! Das erset mal habe ich über Euro 5.500,- bezahlt. Kulanz? Aber doch nicht bei VW !! obwohl aus dem Herstellungsdatum 65.000 Autos mit DSG zurückgerufen wurden. V W ist in meinen Augen nur noch Schrott gepaart mit überheblicher Arroganz. Nie weider VW !!
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Ich schrieb: am 11. Juli 2011 um 22:29:59
(0) (0) Schönheit
Also Schönheit liegt immer noch im Auge des Betrachters. Ich finde den Passat ansehnlicher als den Peugeot, wobei letzterer
bestimmt nicht hässlich ist. Meine letzten Autos waren Passat 3C, BMW 3er, Golf 5 ... der BMW war nicht schlecht aber ich habe mir trotzdem einen neuen Tiguan bestellt, im Endeffekt wegen Attraktivität, Lokalpatriotismus, aus Vertrauen zur deutschen Ingenieurskunst und dem vernünftigen Preis/Leistungsverhältnis (ein Q3 kostet mit vergleichbarer Ausstattung min.20% mehr)
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Werner schrieb: am 13. Juni 2011 um 10:22:31
(0) (0) bad pitt
wenn BMW ein Montagsauto baut (kann sich auch BMW nicht von frei sprechen) ist das eine Ausnahme NUR muss auch gesagt sein, dass VW
und Audi AUSCHLIEßLICH montags produziert ;)
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