30.08.2011, 11:47 Uhr | Peter Schwerdtmann
Opel Insignia 2012 (Quelle: Hersteller)
Kleiner ist feiner: So lautet nun schon seit Jahren die Devise der Motorenentwickler. Weniger Hubraum und mehr Turboleistung senken den Verbrauch, ohne die Fahrleistungen eines Autos zu beeinträchtigen. Das allein reicht aber nicht. Zum erfolgreichen Downsizing gehört höhere Leistung und besseres Drehmoment bei sinkendem Verbrauch - so bald zu beobachten beim Modelljahrgang des Opel Insignia. Dessen 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbo braucht im Schnitt nach EU-Norm gleich zwei Liter oder 25 Prozent weniger als der Vorgängermotor.
Der 1,4-Liter-Turbo ersetzt den bisher angebotenen 1,8-Liter-Vierzylinder-Saugermotor. Bei der Leistung bescheidet sich der Turbo mit den 140 PS seines Vorgängers, liefert aber ein um 15 Prozent höheres Drehmoment von 200 Newtonmetern. Der Verbrauch wird nun mit nur noch 5,7 Liter Super auf 100 Kilometer angegeben; sein Kohlendioxidausstoß sank um 45 Gramm pro Kilometer auf 134 Gran pro Kilometer.
Damit der neue auch eine Rekordmarke in das neue Modelljahr mitnehmen kann, bekommt er das gesamte Ecoflex-Paket als Serienausstattung mit an den Start. Dazu gehören eine elektrische Servolenkung, eine aerodynamische Unterbodenverkleidung, rollwiderstandsarme Reifen und ein von Opel entwickeltes Start-Stopp-System mit auf den Weg. So können ihn die Rüsselsheimer als den verbrauchsgünstigsten Benziner im Mittelklassesegment bezeichnen. Damit macht sich dieser Insignia auf, Freunde bei den Flottenmanagern, besonders aber bei den Privatkäufern zu erobern.
Der Wagen aus dem Jahr 1951 verfügt über moderne Extras. So ist z.B. eine komfortable Automatikschaltung an Bord. zum Video
Das Start-Stopp-System soll in Zukunft im Laufe des kommenden Jahres für alle Insignia-Modelle zur Verfügung stehen. Zur Zeit kann das Ecoflex-System schon für alle Fronttriebler mit Dieselmotoren gebucht werden, allerdings - im Gegensatz zum 1.4 Liter Ecoflex - nur gegen Aufpreis.
Wir fuhren den neuen Benziner bei einer ausführlichen Testtour durch den Rheingau und den Taunus. Dabei zeigte er sich nicht gerade als Kraftprotz. Besonders auf den bergigen Etappen verlangte er nach hohen Drehzahlen und fleißigem Schalten mit der leichtgängigen Sechsgang-Schaltung. Seine Fahrleistungen - 0 auf 100 km/h in 10,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 205 km/h - weisen ihn als Limousinen- oder Sportstourer-Antrieb mit angemessenem Vorwärtsdrang aus.
Wer mehr will, der kann sich mit dem neuen 2,0-Liter-Turbo vergnügen, der nur in der Kombination mit dem Allradantrieb (4x4) angeboten wird. Der leistet jetzt 30 PS mehr als sein Vorgänger, nämlich 250 PS und kann auch beim Drehmoment zulegen - 400 statt 350 Newtonmeter. Der erwies sich auf derselben Testrecke nicht nur als beeindruckend stark, sondern auch als erstaunlich elastisch. Der Turbolader ermöglicht schaltfaules Fahren und lässt den 4x4 auch im sechsten Gang noch erstaunlich munter spurten.
Auch bei den drei 2,0 CDTI-Triebwerken hat sich etwas getan. So wurde das Motormanagement überarbeitet und die innere Reibung reduziert. Die drei Varianten (110 PS, 130 PS und 160 PS) zeigen sich besonders in den Ecoflex-Varianten als genügsam. So sank der Durchschnittsverbrauch bei der 160 PS-Version um 0,6 Liter auf 4,3 Liter Diesel (entsprechend 115 Gramm CO2 pro Kilometer). Die neue Elektro-Servolenkung trägt einige Zehntel zur Verbrauchsminderung bei. Sie arbeitet präzise und hält vorbildlich den Kontakt zur Straße. Der Fahrer fühlt also, was vorgeht.
Im Übrigen gibt Opel dem Insignia ein Reihe von interessanten Neuerungen mit. So kann der Opel jetzt auch den Abstandswarner mit Informationen versorgen. Das Zentraldisplay zeigt den zeitlichen Abstand zum Vordermann und warnt vor Kollisionen. Dazu kommt eine erweiterte Verkehrszeichenerkennung. Die Kombination von Frontkamera und dem adaptiven Fahrlicht AFL+ beinhaltet außerdem einen Fernlichtassistenten. Auch neue Infotainmentsysteme werden mit verbesserter Leistung bei der Navigation und Sprachsteuerung angeboten.
Opel greift beim Insignia nicht umsonst so hoch bei den Assistenzsystemen und Komfortelementen. Insignia-Käufer toben sich offenbar gern in der Aufpreisliste aus. So bestellen 90 Prozent die Navigation, 60 Prozent große Alu-Räder zwischen 18 Zoll und 20 Zoll und in Deutschland wird inzwischen jeder zweite Insignia mit dem ergonomischen Premium-Fahrersitz mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken ausgeliefert. So freut sich das Opel-Management, dass der Insignia von vielen als "Alternative zum Premium-Establishment“ gesehen wird.
Quelle: Auto-Medien Portal
everblueskies schrieb:
am 23. März 2012 um 21:24:02
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6-Zylinder
Vorbei die Zeit, als Opel seidenweich laufende Reihen-6-Zylinder-Motoren baute, auf denen vibrationsfrei ein 5-Markstück bei
korrekter Einstellung stehen blieb! Die ruppigen Opel-Motoren begannen mit downsizing 16V-Motoren. BMW zeigt, wie es geht: kraftvolle, kultivierte 3 ltr.-Maschine, Reihen 6-Zylinder-Diesel, 245 PS....Wenn sie im Opel verbaut wäre, könnte ich mich glatt auch mit einem Insignia anfreunden..
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boris schrieb:
am 12. Oktober 2011 um 19:02:54
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kfz-gewicht
zu schwer,zu wenig fahrspaß,ergo höhere kosten.viel zu viel elektrischer mist.man könnte meinen keiner könnte mehr ohne esp
usw auto fahren.das sind nur spielereien für leute die den lappen besser abgeben sollten.was glaubt ihr denn warum diese kisten heute so scheißteuer sind?kauft doch mal einen deutschen mittelklassekombi,vernünftig ausgestattet und nicht dem basis motor?keiner unter dreißig mille,zum kotzen
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holgi71 schrieb:
am 10. September 2011 um 22:50:52
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Downsizeing
@Meck Garrett Lass stecken. Ich schmeiß mich weg, kleiner Motoren sind haltbarer. Wo hast Du das ammenmärchen her ?! Fahr mal
in Werkstätten. So viele Motorprobleme wie es bei den turbogeladenen Drissteilen gab es bei den richtigen Motoren eben nicht. Fertigungstoleranzen sind schon 30 Jahre kein Thema mehr. Die angegebenen Verbräuche bekommt man auch nicht hin. Fahre mit meinem 18 Jahre alten 2.0l Motor sparsamer und vorallen entspannter als mit heutigen Teilen die sich Motor schimpfen.
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