18.04.2011, 12:27 Uhr | Timo Bürger
Opel Astra Sports Tourer (Foto: Timo Bürger/t-online.de)
Opel fährt in der Erfolgsspur. Die Rüsselsheimer haben im ersten Quartal 2011 gut 17 Prozent zugelegt. Insbesondere der Astra konnte deutlich öfter verkauft werden. Grund genug, sich den Kompaktwagen mit dem stärksten Dieselmotor genauer anzuschauen. Was kann der Opel Astra Sports Tourer 2,0 CDTI in der Ausstattung "Innovation“?
Was sofort auffällt: Man sitzt bequem im Astra. Die Polster sind angenehm, die Wangen passend konturiert, das Lederlenkrad griffig, die verstellbare Oberschenkelauflage ein Muss bei längeren Fahrten. Zwar sind die Plastikabdeckungen nicht allererste Sahne, billig wirken sie aber auch nicht. Wie überall gilt es auch hier, einen Kompromiss zwischen Qualität und Preis finden.
Clever gelöst und leicht zu handhaben ist die Easy-Access-Gepäckraumabdeckung. Ein leichter Druck - und das Rollo schwingt ein Stück nach oben und gibt ein Drittel des Kofferraums frei. Zieht man, schwingt die Abdeckung vollends nach hinten. Wer darauf ganz verzichten mag, löst die komplette Arrettierung mit zwei Handgriffen und verstaut sie unter der Gepäckraumabdeckung.
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Ebenso leicht lassen sich die hinteren Sitzlehnen (Flex-Fold-System) zurückklappen. Per Knopfdruck im Kofferraum fallen die beiden Teile nach vorne, lästiges Hineinkrabbeln in den Fond entfällt also. Wer sich noch die Mühe macht, die hinteren Sitzbänke umzuklappen, erhält eine 1,85 Meter lange Ladefläche. Jetzt stehen 1550 Liter Ladevolumen zur Verfügung - oder anschaulich formuliert: Ein Mountainbike lässt sich problemlos hineinschieben.
Bei einer Kompaktklassen-unüblichen Überlänge von 4,69 Metern ist ein guter Kompromiss gefunden worden. Der Astra-Kombi ist so groß genug, um einige Personen und ordentlich Gepäck unterzubringen - aber nicht zu lang (und mit 1,81 Meter ohne Außenspiegel nicht zu breit), um an engen Parklücken oder diffizilen Wendemanövern zu scheitern.
Die Rundumsicht gibt ebenfalls keinen Anlass zur Klage, die Lenkung reagiert leichtgängig ohne schwammig zu sein. Einzig der beim Einlegen des Rückwärtsgangs ertönende Warnton ist wirklich schrill und nervig - beim nächsten Mal bitte etwas dezenter.
Der zuweilen kritisierte Vorwurf des "Tasten-Overkill“ auf der Mittelkonsole lässt sich nicht halten. Zwar bedarf es (wie bei jedem anderen Wagen auch) einer gewissen Eigewöhnungsphase, um alle Funktionen zu erfassen. Aber nach kurzer Zeit ist es auch ohne Probleme möglich, während der Fahrt fix ein Navigationsziel über den mittig platzierten Dreh-Drück-Knopf auszuwählen.
Nicht ganz überzeugt hat der Klang des Infotainment-Systems DVD 800 Europa Navi. Trotz sieben Lautsprechern klingt die Anlage etwas schlapp, Bässe und Dynamik etwas schal. Hifi-Freunde sollten dem aufpreispflichtigen Infinity Sound System Gehör schenken.
Wenig Mühe hat der 2,0 Liter TDCI mit dem knapp 1400 Kilo Kilo schweren Wagen. Die 160-Diesel-PS sind für den Kombi eine ideale Motorisierung. Ob beim flotten Beschleunigen (in 9,0 Sekunden bis auf Tempo 100), beim Überholen auf der Autobahn (bis 215 km/h sind drin) oder agilem Landstraßen-Gekurve: Das maximale Drehmoment von 350 Newtonmeter ist jederzeit völlig ausreichend, dieseltypisch auch bereits in den unteren Drehzahlen.
Gut sieben Liter Verbrauch zeigte der Bordcomputer nach mehreren hundert Testkilometern. Das ist natürlich um einiges entfernt von den 5,1 Litern im Datenblatt, bewegt sich aber noch im akzeptablen Bereich. Wer sparsamer unterwegs sein möchte, kann den 2.0 CDTI mit Start-Stopp-Automatik gegen 300 Euro Aufpreis ordern oder muss sich mit kleineren (und günstigeren) Dieseln begnügen.
Was bleibt unterm Strich? Der Opel Astra Sports Tourer ist ein absolut tauglicher Allrounder. Praktisch, flexibel, geräumig. Ob auf dem Weg zu Arbeit, bei längeren Autobahnetappen, beim schnellen Verstauen von Sperrgut, bei der Fahrt in den Urlaub - all diese Aufgaben meistert er problemlos. Schwächen gibt es von kleinen Patzern abgesehen nicht.
Ab 18.000 Euro ist der Opel Astra Sports Tourer zu haben. Die gefahrene Variante 2.0 CDTI Innovation schlägt mit 28.000 Euro zu Buche. Für diesen Betrag ist nahezu alles an Serienausstattung inbegriffen - so dass sich der Preis kaum über die 30.000-Euro-Grenze treiben lässt. Auch das dürfte ein Anlass genug sein, dass der Astra-Kombi seinen Erfolgsweg fortsetzt.
Quelle: t-online.de
Paul schrieb:
am 10. Mai 2012 um 22:27:03
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Opel
Hallo an alle,so lange die amis zu sagen haben wird es bei opel nicht besser.Andere autobauer werden sich bestimt freuen wenn opel weg ist.
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Nico schrieb:
am 15. Juni 2011 um 21:27:18
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Astra
hoffi , so was wird es wohl nicht mehr geben wo jetzt jeder Hersteller dem Downsizing nachgeht. Abgesehen davon war der 6 Zylinder
Diesel im Omega auch nur von BMW und zu durstig .
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Lenkrad schrieb:
am 30. Mai 2011 um 08:38:08
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Andi
Lustig, Herr Andi, denn in meiner Fahrschule habe ich Golf und BMW abgeschafft, weil beide zu hohe Kosten verursacht und zu
unzuverlässig waren. Jetzt habe ich Astra und Mitsubishi im Einsatz und fahre gemeinsam mit meinen "Schülern" bestens. Könnte es sein, daß Sie die falsche (Marken-)Brille getragen hatten ?
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