01.08.2011, 14:09 Uhr | dapd, dpa. AFP
Noch immer verschmähen die Autofahrer E10. (Foto: dapd)
Die neue Bio-Kraftstoffsorte E10 hat sich ein halbes Jahr nach der Einführung zu einem gigantischen Misserfolg entwickelt. Laut "Frankfurter Rundschau" haben im Juni nur 13,9 Prozent aller Autofahrer mit Otto-Motor den Biosprit getankt, im Einführungsmonat Februar seien es acht Prozent gewesen.
Nach der Einführung stieg der Anteil von E10 im März auf 10,2 Prozent. Doch die Debatte um den Kraftstoff sorgte in den folgenden Monaten für einen Rückgang auf einen Anteil von nur noch 9,3 Prozent im Mai. Der geringe Anteil von E10 hat auch damit zu tun, dass viele Fahrer das Produkt noch gar nicht tanken können.
Erst gut die Hälfte der deutschen Tankstellen hat bislang E10 eingeführt. Vor allem in Nord- und Westdeutschland fängt die Umstellung erst jetzt richtig an. Marktführer Aral will an allen 2500 Tankstellen bis Jahresende E10 im Angebot haben.
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In Super E10 sind zehn Prozent Ethanol enthalten, das aus nachwachsenden Rohstoffen wie Weizen, Zuckerrüben oder Zuckerrohr hergestellt werden kann. Dadurch wird der Ausstoß am Treibhausgas CO2 eingedämmt. Die Bundesregierung droht den Ölkonzernen mit Strafgeldern, wenn sie nicht mehr klimafreundlichen Sprit verkaufen.
Immer wieder hatte die Mineralölwirtschaft in den vergangenen Monaten versucht den E10-Absatz anzukurbeln. Lange Zeit war E10 bis zu fünf Cent billiger als herkömmliches Super 95. Mittlerweile ist der Preisabstand aber auf drei Cent geschrumpft.
Die Autofahrer scheuen aus verschiedenen Gründen E10: Manche machen sich Sorgen, Biosprit E10 könne bei älteren Autos Schäden im Motor auslösen. Mehrere Autohersteller hatten nicht alle Baureihen für den modernen Sprit freigegeben. Laut Ölindustrie ist aber bisher kein Fall bekannt, wonach ein Fahrzeug wegen E10 stehenblieb. Klar ist aber, dass E10 den Spritverbrauch leicht erhöht. Außerdem wir immer wieder Kritik laut, Nahrungsmittel würden knapp und teurer, wenn etwa Weizen statt zu Brot zu Benzin verarbeitet wird.
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass wegen der E10-Schwäche Strafen in Millionenhöhe auf die Industrie zukommen, weil die gesetzlich geregelten Absatzziele nicht mehr erreicht werden können. Jeder Liter E10, der nicht verkauft wird, zieht nach Schätzungen von Branchenkennern etwa zwei Cent Sonderabgabe an den Staat nach sich. Diese Kosten werden aber letztendlich auf den gesamten Benzinpreis umgelegt und vom Autofahrer bezahlt.
Damit wirkt die von der Bundesregierung durchgedrückte E10-Einführung wie eine Steuererhöhung. Aral-Chef Bernd Franke erklärte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Deutschland sei "bei den Biokraftstoffen in die eine oder andere Sackgasse geraten", man solle diese Strategie überdenken.
Quelle: AFP , dpa , dapd
bastl schrieb:
am 31. August 2011 um 09:47:44
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E-10
fragt mal die CDU Politiker welche E-10 fordern,was sie tanken, bestimmt kein E-10 und wenn, wir bezahlen die Zeche.Aber mal ehrlich was
kann aus solch einem verkorksten Politikerhirn aus Brüssel schon gutes kommen.Nicht jeder kann sich ein neues Auto leisten und trotzdem ist es fraglich ob diese den Dreck vertragen.Uns Kleinen bleibt nur ein Mittel bei er nächsten Wahl uns bei denen bedanken welche für E-10 sind, vielleicht wacht Frau Merkel dann auf.
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Spökenkieker schrieb:
am 30. August 2011 um 13:06:03
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E10
@nobby 1.Aug. 11 Mein 9 Jahre alter Astra 2,2 (kein Direkteinspritzer)
verbraucht mit E10 betankt sogar ca. 0,2-0,5 Ltr weniger.
Vermutlich dank
der Klopfregelung.Also nicht immer gleich auf die "E10 Plörre" schimpfen.
Und, ob auf 10Ltr.Super 1Ltr.Alkohol oder 0,5Ltr enthalten ist macht doch
letztendlich nicht sehr viel aus !!!
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Bernd schrieb:
am 26. August 2011 um 19:23:04
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E 10
Wahltag ist Zahltag - weiterhin Boykott ! Dann wählt Rechts oder LINKS
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