08.09.2010, 11:49 Uhr | mid, Auto-Reporter.NET
Der Kleinwagen Micra ist nicht nur das bekannteste Modell von Nissan, sondern auch sein wichtigstes. Bislang über 5,65 Millionen verkaufte Fahrzeuge sprechen für sich. Mit der vierten Generation, die ab dem 13. November bei den deutschen Händlern zu besichtigen ist, will der japanische Hersteller den Erfolg fortsetzen. Im Gegensatz zum Vorgänger sind beim Neuen fünf Türen Standard. Der Preis beginnt bei 10.740 Euro, womit der fünftürige Einstieg rund 500 Euro günstiger ist als der "alte" Dreitürer.
Die charakteristische bogenförmige Dachlinie ist so ziemlich das Einzige, was der neue Micra von seinem Vorgänger übernommen hat. Das glubschäugige Gesicht ist passé. Mit geteiltem Kühlergrill, großem unteren Lufteinlass und tiefer Frontschürze ist er seinen Knuddelbär-Charakter endgültig los.
Dabei veränderten sich die äußeren Abmessungen kaum. Die Länge wuchs lediglich von 3,72 auf 3,78 Meter. Das Dach ist mit 1,54 Meter einen Fingerbreit flacher und trägt eine U-förmige Vertiefung, die bei hohem Tempo die Windgeräusche reduzieren soll. Der Luftwiderstandsbeiwert wurde jetzt auf cW 0,31 gesenkt. Die Wagenflanken sind abgerundet und tragen fast keine Sicken mehr. Auch die buckelartigen Blinkleuchten auf den vorderen Radhäusern sind verschwunden.
Mit nur neun Metern Wendekreis ist der Micra nach wie vor das ideale Stadtauto. Hintere Parksensoren hatte er auf Wunsch schon bisher. Aber für eine Sonderstellung im Kleinwagensegment dürfte seine neue automatische Einparkhilfe sorgen. Ein System, das die Parklücke vermisst und dem Fahrer zeigt, ob genug Platz vorhanden ist. Kopfairbags und ESP sind jetzt generell Serie.
Nach wie vor gefällt der Micra mit bequemen Sitzen. Leider ist das Lenkrad nach weiterhin nur in der Höhe zu verstellen. Das geht zudem sehr schwer. Die Armaturentafel wird von runden Formen beherrscht. Der Instrumentenblock besteht aus einem großen runden Tacho mit innen liegenden Digitalanzeigen und einem knapp halbrunden Drehzahlmesser.
Der Micra galt auch bisher als Fünfsitzer, war aber hinten reichlich eng. Jetzt ist der Knieraum im Fond mehr als ausreichend. Dabei wuchs der Radstand dank völlig neuer Plattform lediglich um zwei Zentimeter auf nun
245 Zentimeter. Der Kofferraum ist nur geringfügig größer als beim alten Micra - 265 Liter statt 251 Liter. Die Rückbanklehnen sind klappbar. Damit keine Stufe im Laderaum stört, lässt sich das gesamte Sitzpaket senkrecht stellen und es entstehen 1132 Liter Ladevolumen.
Den neuen Nissan Micra gibt es ausschließlich mit einem völlig neu entwickelten 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner in zwei Leistungsstufen. Die Version mit 80 PS besitzt eine variable Ventilsteuerung und stößt nur 115 Gramm C02 pro Kilometer aus. Das entspricht einem Normverbrauch von 4,8 Litern. Der Motor hat ein typisches Dreizylindergeräusch, also einen leicht rauen Klang. Aber er hängt gut am Gas und dreht spontan hoch. Auf einer ersten Testfahrt, die meist über Stadt- und Landstraßen führte, zeigte der Bordcomputer Verbrauch von 5,5 Litern auf 100 Kilometern an.
Erst ab Frühjahr geht der neue Micra richtig in die Vollen. Dann wird die Kompressorvariante mit 98 PS nachgereicht. Sie arbeitet nach dem Miller-Cycle-Prinzip, verfügt über Direkteinspritzung und Start-Stopp-System und ist der Ökokrösus - nur 95 Gramm CO2 pro Kilometer beziehungsweise 4,0 Liter Verbrauch. Beide Motorvarianten sind für 1200 Euro auch mit stufenlosem CVT-Getriebe bestellbar.
Ausgestattet ist der Micra, dessen Preise bei 10.470 Euro beginnen, bereits in der Basisversion Visa recht ordentlich. ABS, ESP, sechs Airbags, elektrische Servolenkung und elektrische Fensterheber vorne sind Serie. In der Ausstattungslinie Acenta (ab 13.240) gibt es dann unter anderem eine manuelle Klimaautomatik, eine Geschwindigkeitsregelanlage und beim Tekna (ab 15.440) sogar das kombinierte Navigations- und Entertainmentsystem Nissan Connect und dem beschriebenen Parkguide.
Zusammengefasst ist der neue Micra ein Auto, das dem Fahrer viel Freude macht. Er lenkt und schaltet sich leicht, steckt die meisten Straßenunebenheiten gut weg und lässt sich flott und agil bewegen. Und das nicht nur im Stadtverkehr. Daran werden nicht nur vorwiegend weibliche Käufer Gefallen finden. Denn nun ist er mehr, als nur ein putziger Kleinwagen.
Plus: sehr wendig und spritzig, komfortabel gefedert
Minus: Lenkradverstellung schwergängig, starker Kompressormotor erst im Frühjahr erhältlich
Quelle: mid
Autofahrer schrieb:
am 27. Oktober 2010 um 14:29:23
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@Peter§
wenn du auf alte schrottkisten stehst und gegen moderne Sachen bist bleib deinem Trabi treu - es lebe die DDR
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BigMix schrieb:
am 10. September 2010 um 08:43:22
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PIKO
Ohh, jetzt wird Opel schon bei nem Nissan-Artikel niedergemacht! Wie man so einen Hass auf eine Automarke entwickeln kann...
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PIKO schrieb:
am 10. September 2010 um 07:15:18
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Nissan-Micra
Bei Opel muß man meckern,da dieses Unternehmen deutsche Gelder verschleudert und noch große Klappe hat,Nissan sollte man
beachten,die sind echte Konkurrenz.
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