17.08.2011, 11:20 Uhr | AFP, dapd
Ende 2011 startet ein neue Versuch mit Gigalinern in Deutschland (Quelle: dpa)
Noch in diesem Jahr plant die Bundesregierung einen neuen Feldversuch mit Riesen-Lkw, den so genannten Gigalinern. Auf bestimmten Strecken dürfen dann die Riesen-Lkw mit einer maximalen Länge von bis 25,25 Metern fahren. Die Fahrzeuge sind rund sieben Meter länger als normale Lkw. Kritiker laufen gegen den neuen Versuch Sturm. Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, sagte der "Bild"-Zeitung: "Gigaliner sind Giga-Blödsinn. Weder sind unsere Straßen für diese Monster-Lkw gebaut, noch sind unsere Autofahrer dafür geschult, mit ihnen die Fahrbahn zu teilen."
Gegner der Riesen-Lkw verweisen auf die höhere Unfallgefahr beim Überholen. Der Auto Club Europa (ACE) ist ebenfalls wenig begeistert von dem Feldversuch mit den Lastern. ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner forderte Fahrtests für Riesen-Lkw auch auf schwierigen Strecken, etwa mit Kreisverkehr und engen Kurven, und nicht nur auf einigen wenigen handverlesenen Musterstraßen, wie er "Bild.de" sagte. Der Verband befürchtet, dass das Ergebnis, die umstrittenen Lastwagen ab 2018 zuzulassen, schon vor der Versuchsphase feststehen könnte.
Die Bundesregierung plant bislang den Einsatz der Fahrzeuge in sieben Bundesländern. So gilt für die Riesen-LKW ein generelles Überholverbot. Zudem dürfen sie kein Gefahrengut transportieren, und am Steuer dürfen nur erfahrene Trucker sitzen.
In 50 Jahren Nutzfahrzeuggeschichte hat sich in Deutschland viel getan. zum Video
Weil die Gigaliner mehr Waren transportieren können, rechnen die Befürworter mit weniger Lastwagen auf der Straße und dadurch mit weniger Abgasen und einem geringeren Benzinverbrauch. Überdies ist in Deutschland das Gewicht der Riesen-Lkw angesichts der stark belasteten Straßen auf 44 Tonnen begrenzt. Das sind vier Tonnen mehr als herkömmliche Lkw.
In den Niederlanden werden sogar Riesen-Lkw mit einem maximalen Gewicht von bis zu 60 Tonnen eingesetzt. Doch solche Lkw dürfen auf Deutschlands Straßen gar nicht fahren. Auch in Schweden und Finnland wurden die Riesen-Lkw für den Verkehr zugelassen.
Quelle: dapd , AFP , mid
max schrieb:
am 17. August 2011 um 15:37:31
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Giga-Liner
Wenn man Sprit sparen und die Umwelt schonen will, muss man den Schienenverkehr für den Gütertransport ausbauen und
auslasten.Dazu gehören natürlich ordentliche Güterbahnhöfe an gegeigneten Knotenpunkten,von denen aus der Straßengüterverkehr nur noch über Kurzstrecken bewältigt werden muss.
Ich weiß leider nicht,wer dem Herrn Ramsauer den Schwachsinn einredet,den er immer wieder von sich gibt.Ich glaube aber,dass die LKW-Hersteller in der Berliner Lobby gut vertreten sind.
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FUX schrieb:
am 17. August 2011 um 15:37:21
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Gigaliner, da haben wir
noch schneller marode Straßen. Die Regierung sollte sich vielleicht mal mehr mit dem Gedanken befassen den
Schwerlastverkehr mehr auf die Schiene zu verlegen. Bei vielen Überlandstraßen und Kreisverkehren wird es mit einem normalen Sattelzug schon eng genug. Aber unsere Regierung kann ja ein Nein nicht akzeptieren. Deshalb wird so lange abgestimmt und versucht bis es doch "passt".
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HaWo schrieb:
am 17. August 2011 um 15:36:18
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Gigaliner
Wie immer bei dieser Regierung! Wirtschaftsinteressen gehen vor Verkehrssicherheitsinteressen. Ich empfehle das Buch ..geschlafen
wird am Monatsende von Dieckmann. Darin wird sehr anschaulich geschildert, wie der Gesetzgeber den Schutz der Bevölkerung mit Füßen tritt.
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