12.04.2011, 10:45 Uhr | dapd, dpa-AFX
Probleme mit den Bremsen sind einer der Hauptgründe für Rückrufe (Foto: imago) (Quelle: imago)
Noch nie mussten so viele Autos wegen technischer Mängel in die Werkstätten zurückgerufen werden wie im vergangenen Jahr. Nicht nur in den USA, dem bis vor kurzem größten Automobilmarkt der Welt, auch in Deutschland stieg die Zahl der Rückrufaktionen sprunghaft. Sie verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf fast 1,2 Millionen Autos, wie die "Welt" berichtet.
In Deutschland wie in den USA sind dem Bericht zufolge Mängel an den Bremsanlagen die Hauptursache dafür, Fahrzeuge in die Werkstätten zurückzurufen. Mit 185 Rückrufaktionen in Deutschland habe das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für 2010 den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 1998 aufgelistet. 2009 gab es 140 Rückrufe. Im ersten Jahr der Erhebung gab es 55 Rückrufaktionen.
"In den USA ist die Rückrufquote, also die Zahl der zurückgerufenen Fahrzeuge im Verhältnis zu den Neuzulassungen, von rund 55 Prozent im Jahr 2006 auf 147 Prozent 2009 gestiegen", sagte Stefan Bratzel, Leiter des Centers of Automotive in Bergisch Gladbach, der Zeitung. "2010 gab es einen neuen Negativrekord." Die Quote habe 157 Prozent erreicht.
Der Autobauer ergänzt seine Modellreihen mit einer Öko-Reihe. Die Neuen sollen deutlich sparsamer sein. zum Video
Mit einer beispiellosen Pannenserie stach Toyota hervor. Der weltgrößte Autobauer musste seit 2009 rund 16 Millionen Autos zurückbeordern. Die Rückrufquote in den USA lag 2010 bei 380 Prozent, also habe der Hersteller fast vier Mal mehr Autos in die Werkstätten geholt als er dort verkauft habe. "Noch schlechter war aber Suzuki mit einer Negativ-Quote von 594 Prozent", sagte Bratzel der Zeitung. Hohe Rückrufzahlen hatten außerdem die US-Autobauer General Motors (GM) und Chrysler. Die deutschen Hersteller schnitten da deutlich besser ab.
Bratzel erklärte die steigende Zahlen zum einen mit der zunehmenden technischen Komplexität der Autos. Hinzu komme der wachsende Kostendruck. Um dem standzuhalten, würden in immer mehr Autos dieselben Teile eingebaut - hat ein Modell Mängel, so sind immer mehr Autos betroffen.
Quelle: dapd , dpa-AFX
K.L. schrieb:
am 18. April 2011 um 19:06:01
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Ja,ja soviel zum Thema die Qualität nimmt immer mehr zu!!
Aber wen wundert´s,wenn ein Hersteller alle "3 Monate" ein neues Modell
rausbringt!!Und dabei immer mehr versucht zu sparen!Wobei diese Ersparnisse natürlich NICHT an die Endkunden weitergegeben werden!Ganz im Gegenteil!Der Schrott wird immer teurer und darf vom Käufer "erprobt" werden!
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Erschrockener schrieb:
am 15. April 2011 um 19:05:51
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Nun hat man auch noch gelernt
Die Rückrufaktionen bald eingestellt. Die Industriezweige die bisher Rückrufe organisiert haben, haben von
der Atomlobby gelernt. 1. Abstreiten. 2. Ist gar nicht so schlimm. 3. Ein wenig trifft es zu. 4. Wir sind bei der Untersuchung. 5. Es könnte doch etwas sein, nur die Ergebnisse liegen noch nicht vor. 6. Es hat sich nun doch herausgestellt das die Veröffentlichungen in den Medien teilweise zutreffen. 7. (keine Glückszahl) Nach genauen Überprüfungen stimmen die Veröffentlichungen überein.
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VW zufriedener Fahrer schrieb:
am 15. April 2011 um 15:06:17
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Golf 3
Ich fahre noch meinen Golf 3 1,8 von 1996 115600 km Laufleistung. Bin heute noch zufrieden. Das war noch Qualität. Mein Nachbar
hatte den gleichen 135000 km und hat sich wegen der Abwrackprämie einen neuen Golf 6 gekauft. Nun ist er Dauerkunde in der Werkstatt. Die neueste Überraschung. Bei ca 150 km/h auf der Autobahn gehen die vorderen Fenster -> ohne Bedienung automatisch herunter. -> "Obwohl noch kein Sommer ist." Damit witzeln wir , er hat nun fast alles daran automatisch.
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