Citroën DS Inside (Foto: Citroën)Das ist ein schlechter Scherz, Citroën! Der französische Autobauer hat Liebhaber der "Göttin" Citroën DS schwer enttäuscht. Zwar bestätigte das Unternehmen Pläne, ab nächstem Jahr eine neue "DS"-Reihe aufzulegen, aber: Der vorgestellte Prototyp DS Inside mit zwei Türen und kompakter Form ähnelt nicht im geringsten dem langgezogenen Vorgänger mit der hydropneumatischen Federung.#
Der vorgestellte DS Inside ist etwa 3,40 Meter lang und soll wie alle DS-Modelle als Lifestyle-Auto positioniert werden. Deshalb trägt der designierte Gegner von Mini und Alfa Mito ein farblich abgesetztes Dach, eine Frontpartie mit großem Kühlergrill und bogenförmigen LED-Leisten für das Tagfahrlicht. Dazu gibt es abgedunkelte Säulen zwischen Karosseriekörper und Dach sowie eine Panorama-Heckscheibe.
Kein zeitloses Design mehr
"Göttinnen" sind diese neuen Citroen DS-Modelle aber nicht mehr. Die Studie DS Inside enthüllt, dass es der künftigen DS-Generation offenbar auch an einer unverwechselbaren, avantgardistischen und dennoch zeitlos schönen, eben göttlichen Linienführung fehlt. Es handelt sich also eher um eine edle Lifestyle-Linie als Ergänzung zur Hauptmodellpalette von C1 bis C8.
Neu gestaltetes Markenlogo
Wie viel von der Studie binnen Jahresfrist ins Serienmodell übernommen wird, teilte Citroën noch nicht mit. Auch technische Daten und Preise sind noch nicht bekannt. Immerhin: Die neue Zeit illustriert der Hersteller nicht nur mit neuen Modellen, sondern auch mit einem neuen Markenlogo: Ab sofort ist der Doppelwinkel runder.
Hydropneumatische Federung
Bis 1975 baute Citroën 1,46 Millionen die "Original"-DS in mehr als 150 Varianten. Die hydropneumatische Federung ließ die Insassen über die oft noch holperigen Straßen "schweben" und gab Sicherheit bei platzenden Reifen.
Comeback der "Göttin": Citroën will die DS wiederbeleben (Foto: Citroën)
Auf und ab
Mit der Hydropneumatik konnte man die Bodenfreiheit des Wagens variieren. Parkte man die DS für längere Zeit, so senkte sie sich durch den nachlassenden Druck ab. Startete man den Wagen, so hob er sich um mehrere Zentimeter in die Höhe. Scheinwerfer, die synchron zur Lenkung die Kurven ausleuchteten - auch das hatte die DS bereits 1967.
75 PS aus einem Vierzylinder
Die erste DS hatte einen Zweiliter-Vierzylinder unter der Haube. Das Aggregat leistete etwa 75 PS. Damit brachte es die DS auf etwa Tempo 140. Nach heutigen Maßstäben natürlich recht bescheiden für eine fünf Meter lange Oberklassenlimousine. Damals aber ein durchaus flotter Wert für einen PKW.