28.07.2010, 12:30 Uhr | mid
Über 10.000 Anordnungen zur Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) - im Volksmund auch "Idiotentest" genannt - sind jedes Jahr falsch oder fehlerhaft. In einem Fall reichte schon die bloße Anzeige einer Ehefrau zur Vorladung zum Idiotentest. Die Folgen können für zu unrecht vorgeladene Autofahrer gravierend sein.
Insgesamt mussten 2009 nach einer Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) rund 106.000 Autofahrer in ganz Deutschland zur MPU. Zwar würden rund 90 Prozent der Anordnungen zur MPU rechtmäßig ergehen. Bei zehn Prozent sei dies hingegen zweifelhaft, so die Vorwürfe der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).
Professor Wolfgang Schubert, leitender Verkehrspsychologe bei der Dekra in Berlin, wirft den Führerscheinstellen vor, ihre Macht auszunutzen:. So hatte beispielsweise eine Führerscheinstelle allein aufgrund der Anzeige einer Ehefrau eine MPU beim Ehepartner angeordnet. Der Wahrheitsgehalt der Behauptungen der Frau wurde gar nicht geprüft. In einem anderen Fall reichte der Verwaltungsbehörde schon das Gerücht, der Autofahrer "bewege sich in der Drogenszene", um eine Fahrtauglichkeitsprüfung anzuordnen.
"Autofahrer sind dann fast rechtlos", kritisiert Frank-Roland Hillmann vom DAV. Grund: Noch immer gilt die Anordnung einer MPU nicht als Verwaltungsakt. Daher könne sich der Autofahrer dagegen rechtlich auch nicht wehren. Wer aber kein MPU-Gutachten vorlege, gilt automatisch als fahruntüchtig und verliert seinen Führerschein. "Selbst mit anwaltlicher Hilfe sind bei fehlerhafter MPU-Anordnung die Autofahrer bis zu acht Wochen ohne Fahrberechtigung", erläutert Hillmann.
Für viele, die auf ihr Auto angewiesen sind, bedeutet dies ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten oder gar den Jobverlust. Anwalt Hillmann: "Wir wollen einen Fall vor die höchsten Gerichte bringen, damit die MPU-Anordnung der Führerscheinstellen endlich als Verwaltungsakt anerkannt und justiziabel wird."
Probleme gibt es auch für alle, die rechtmäßig ein Fahrtauglichkeitsgutachten erbringen müssen. Dies gilt für Autofahrer, die mehr als 18 Punkte in Flensburg haben, mit 1,6 Promille Alkohol im Blut oder Drogen am Steuer erwischt werden. Sie werden immer wieder Opfer von unseriösen Helfern, die einen MPU-Vorbereitungskurs anbieten. Solche Kurse, die zwischen 1500 und 2000 Euro kosten, werden teilweise von unqualifizierten Personen angeboten. "In einigen Kursen wird eine Story auswendig gelernt", kritisiert Jurist Hillmann. Meist kommen die Betroffenen damit nicht weit. "Fragt der Gutachter anders, fallen solche Autofahrer in aller Regel auf", warnt Experte Schubert.
Einige MPU-Helfer würden mit Hinweis auf ihre Verschwiegenheit bis zu 10.000 Euro für einen Kurs verlangen. Solche Preise sind nach einhelliger Meinung der Experten vollkommen unangemessen. Dekra-Mann Schubert: "Lassen Sie sich immer das Diplom des angeblichen Psychologen zeigen." Schubert plädiert zugleich dafür, die MPU als Chance zu begreifen. Der Gutachter sein kein Feind des Autofahrers. "Die Tester verhören niemanden, sondern müssen immer entlastungsorientiert arbeiten, damit die Betroffenen wieder am Straßenverkehr teilnehmen können." Ein positives Gutachten gebe es aber nur, wenn die Betroffenen tatsächlich und nachvollziehbar ihr Verhalten, beispielsweise im Umgang mit Alkohol, verändert hätten.
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Quelle: mid , t-online.de
Godzillababy schrieb:
am 7. April 2011 um 07:21:14
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(0)
zu Richard
2 x Alk in 4 Jahren und dann noch Punkte gehamstert. Da gehörst Du doch
wirklich aus dem Verkehr gezogen. Wenn man sich den
Kommentar anschaut,
dann bist Du anscheinend nicht der Allerhellste. An Deiner Stelle würde
ich mich
gaaaaaaaaaanz ruhig halten.
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muggel schrieb:
am 6. April 2011 um 18:56:38
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Idiotentest
wenn ich das hier so lese, denk ich mir, das mind 95% den test bestehen würden. Ist doch ne ganz einfache sache :
0,00 promile
einführen. wen es erwischt zum fußgänger machen für 2 jahre. einschl. fahrad und mopedverbot. Denn die zwangsradfahrer fahren mit sicherheit genauso besoffen mit dem rad wie mit dem auto. Noch an alle hobbypsychologen: dieser test macht sinn, denn er läßt erkennen wer sich selber in die tasche lügt und wer an sich arbeitet.
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richard schrieb:
am 26. November 2010 um 20:43:14
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mpu
hatte 2000 eine fahrt mit alk und 2004 nochmals bei der ersten brauchte ich zwei
mpu"s bei derzweiten keine bekam jeweils meine strafen
jetzt 2010 da sich punkte gesammelt haben mußte ich ein aufbauseminar besuchen und es wurde wieder eine mpu angeordnet zweks 2000u.2004werde also nochmals
bestraft das landratsamt kann urinproben anordnen 6xjeca120€ oder
blutproben € ? also bei pech 1Jahr ohne führeschein brauche davor zwar keine Angst haben aber bis jetzt 1000€ rest €? also abzocke
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