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Motorräder: Neue Kawasaki Z 1000 im Test

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Kawasaki Z 1000: Ein Streetfighter wird seinem Namen gerecht

15.10.2010, 11:04 Uhr

Kawasaki Z 1000 (Foto: Kawasaki)

Kawasaki Z 1000 (Foto: Kawasaki)

Scharfe Kanten und satte 1000 ccm: Kawasaki hat jetzt ernst mit der jüngst aufgelegten Z 1000 gemacht. Mit seinem radikalen Styling und dem deutlich erstarkten Vierzylindermotor polarisiert der japanische Streetfighter, der optisch eigene Wege geht. Das emotionale Nipponbike startet bei 11.295 Euro.

Kawasaki Z 1000: zwölf Kilo weniger Gewicht

Emotional ist sie wirklich, die rundum erneuerte Z. Sie treibt das aggressive Styling der Vorgängerin noch ein Stück weiter und hat zudem zwölf Kilogramm weniger auf den Rippen. Vom scharf geneigten Design der Frontschale, das durch den schlanken Line-Beam-Scheinwerfer ermöglicht wurde, bis zum minimalistischen Heck präsentiert sich die Kawasaki mit weit nach vorn orientierter Linie und Masse. Passend dazu spendierten die Ingenieure eine digitale Instrumentenkonsole mit orange eingefärbtem Display: Die eckige Konsole kann zudem in drei Neigungen eingestellt werden. Zweirädriges Allerlei sieht anders aus - die neue Z sticht ins Auge.

Kawasaki Z 1000: Vierzylinder leistet nun 139 PS

Neu ist auch der Reihenvierer, der mit exakt 1043 Kubikzentimetern Hubraum die magische Litermarke überspringt. Dem Vorgängermodell war dies noch verwehrt, was manchen Besitzer störte. Naturgemäß stieg mit dem Hubraum auch die Leistung des 16-Ventilers, der nun 139 PS bei 9600 Touren abliefert. Zudem schiebt dieser nun noch vehementer voran als dies bei der Vorgängerin der Fall war. Schon lange bevor bei 7800 Umdrehungen das maximale Drehmoment von 110 Newtonmeter anliegt, macht die Z ihrem Ruf als potenter Streetfighter alle Ehre.

Kawasaki Z 1000: Tempo 240 ist drin

Dazu strömt ein passend-kerniger Sound aus den beiden doppelten Auspufftöpfen. Allerdings sollte man bei Tempolimits stets ein Auge auf die Tachonadel haben: Das Potenzial der 1000er lässt die Geschwindigkeit mitunter sprunghaft ansteigen. Bis zu 240 km/h sind möglich; hier unterscheidet sich die neue Z nicht vom bisherigen Modell.

Der Wind kann unangenehm werden

Gleiches gilt für den kräftigen Winddruck hinter der kleinen Verkleidung. Ab 160 km/h wird der anbrausende Sturm auf Dauer unangenehm. Abhilfe verspricht eine Spoiler-Scheibe, die für 83 Euro im offiziellen Zubehör erhältlich ist. Grundsätzlich gilt jedoch: Wer auf der Autobahn unterwegs ist, schont mit ein klein wenig Zurückhaltung nicht nur die Nackenmuskulatur, sondern auch den Geldbeutel, steigt doch der Verbrauch bei flotter Gangart rasch über den Durchschnitt von 6,5 Litern Superbenzin für 100 Kilometern.

Maximal 230 Kilometer Reichweite

Angesichts eines um 3,5 auf 15 Liter gesunkenen Tankvolumens ist man viel öfter auf der Suche nach einer Tankstelle, als einem lieb ist, warnt doch die Technik schon bei rund 150 Kilometern zum Stopp. Rechnerisch sind etwa 230 Kilometer möglich. Doch eigentlich will die auf Fünfspeichen-Gussrädern rollende Z 1000 nichts von der Hatz über die Autobahn wissen, sondern viel lieber in ihr ureigenes Terrain eintauchen: die Landstraße.

ABS an Bord

Hier kann die straffe Kawasaki ihre Talente voll ausspielen, auch wenn sie Flickschusterei im Asphalt nicht wirklich mag. Auf ordentlichem Untergrund hingegen bietet die Maschine exakt jenes beinahe wilde Fahrvergnügen, das die Optik verspricht - abgerundet durch das einstellbare Fahrwerk, die 41er Upside-down-Gabel, ABS oder den neuen Aluminium-Rückgratrahmen. Er wurde eigens für die 2010er Z1000 entwickelt, und ähnelt konzeptionell dem Rahmen der Ninja ZX-10R.

Kawasaki ist ein klassischer Streetfighter

Kawasaki gelingt es erneut, eine potente Fahrmaschine auf die Räder zu stellen, bei der Designer und Ingenieure ganz offensichtlich kaum von der Buchhaltung und den Herren mit dem spitzen Bleistift eingebremst werden konnten. Resultat war eine abermals geschärfte Optik, unter der ein herrlich lebendiges Triebwerk seiner Arbeit nachgeht - ganz, wie es sich für einen Streetfighter gehört, für den Vernunftsgründe wie Reichweite oder Soziuskomfort marginal sind. Wer zweirädrige Fortbewegung nicht allein als nüchterne Mobilität zwischen Start und Ziel sieht, sondern den Weg dazwischen auskosten möchte, der sollte sich die 11 .95 Euro teure Z 1000 vielleicht einmal näher ansehen.


Quelle: mid

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Kommentare (25)

zum Forum

Thema: "Motorräder: Neue Kawasaki Z 1000 im Test"

Selbstdenkend schrieb: am 19. Oktober 2010 um 15:38:38
(2) (2) Stress pur: Tankstellen und v-max Beschränkungen
Wer mit einem hochmotorisiertem PKW (360 PS) oder noch schlimmer mit einem Motorrad schon
ab 50 PS im öffentlichen Strassenverkehr fährt hat Stress puur. Wenige sekunden zu lange das Gas stehen lassen und man fährt leich 50 oder 100 km/h schneller als erlaubt. Der Steree kommt, speziell beim KRAD dass plötzlich der Kraftstoff weg ist. Man steht ganz alleine am Strassenrand und hört die Vöglein singen. Und die Welt dreht sich weiter ... Strafanzeigen kommen sowieso erst in einigen Wochen.
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Leser schrieb: am 19. Oktober 2010 um 12:28:00
(2) (1) Z1000
Also ich weis nicht was uns Kawa da verkaufen will. Ist doch nichts dolles. Nur ein neues Design, alles rein äußerlich, nichts
innovatives. Wie schon angesprochen sind 139 PS aus 1000ccm auch nicht mehr der letzte Schrei. Ob man 139 PS benötigt u. beherrscht ist da eine ganz andere Frage. Auch die theoretische Reichweite von 230km ist ein Witz. Ab ca. 160 km wird da schon die Reserveleuchte blinken. Reicht gerade mal zur Vorfahrt bei der Eisdiele. Aber dann nehme ich doch lieber mein Fahrrad.
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wakfi schrieb: am 19. Oktober 2010 um 11:27:46
(2) (1) Latschgori
Muss Latschgori einfach recht geben. Schade, dass es nicht mehr vernuenftige Motorradfahrer gibt. Sollen doch die sogenannten
Streetfighter den Mut haben und ihr Koennen auf einer Rennstrecke zeigen.
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