03.03.2006, 11:42 Uhr | mid/T-Online
Cadillac BLS (Foto: Cadillac)Cadillac steigt in die Mittelklasse ein und tritt gegen Audi A4 oder die C-Klasse an. Der neue BLS, der sich mit dem Opel Vectra und dem Saab 9-3 die Plattform teilt, punktet mit seinem ausdrucksstarken Design. Daneben setzt die bei Saab montierte Stufenhecklimousine auf solide Eigenschaften wie gute Verarbeitung und eine ordentliche Serienausstattung.
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Bulliger Riese mit Kanten
Der markante Auftritt des BLS polarisiert. Das bullige Erscheinungsbild mit der großen Kühlergrill-Einheit und den auffälligen vertikalen Heckleuchten gefällt - oder eben nicht. Vor allem männliche Käufer sollen angesprochen werden, die sich mit der Wahl ihres Autos von der breiten Masse der hierzulande verkehrenden Business-Fahrzeuge unterscheiden wollen. Im Inneren sind dezente Anleihen bei Saab zu finden, wenn es um Interieur-Details geht, wie zum Beispiel die Gestaltung der Mittelkonsole oder der Handbremse. Dass der Fronttriebler bei der schwedischen Schwestermarke vom Band läuft, kommt im Übrigen auch der Verarbeitungsqualität zu Gute.
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Klassenübliche Ausstattung
Die Serien- und Sicherheitsausstattung ist nicht luxuriös, sondern eher klassenüblich. Zur Serienausstattung zählen unter anderem sechs Airbags, ein elektronisches Stabilitätsprogramm, aktive Kopfstützen, Klimaanlage und Alufelgen. Erst die höheren Niveaus weisen eine Zweizonen-Klimaautomatik, Regensensoren, 17-Zoll-Felgen oder eine hochwertige Bose-Audio-Einheit aus. Angeboten wird der BLS in drei Ausstattungsniveaus Business, Elegance und Sport Luxury.
Erstmals ein Turbodiesel
Um gegen die etablierte Konkurrenz in punkto Antrieb mithalten zu können, wird erstmals in einem Cadillac ein Turbodiesel verbaut. Der aus vielen Opel- und Saab-Fahrzeugen bekannte 1,9-Liter-Selbstzünder mit 150 PS passt gut zu dem Auto. Er bringt genügend Kraft an die Vorderachse, um es nach Bedarf auch flotter angehen zu lassen. Rund 70 Prozent aller Käufer werden sich wohl für den Selbstzünder entscheiden. Die restlichen Anteile machen die ebenfalls bekannten und leistungsstarken Benziner-Aggregate mit 175 PS, 210 PS und 255 PS unter sich aus.
Fahrwerkmix aus amerikanisch und europäisch
Das Fahrwerk ist auf Komfort ausgelegt, macht aber auch schnelle Kurvenfahrten klaglos mit. Die Zeiten extrem komfortabler Ami-Schaukeln sind also vorbei. Wahlweise übernimmt beim Diesel ein Sechsgang-Handschalter oder eine Fünfgang- Automatik den Gangwechsel.
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In USA Flop, in Europa Top?
Es gab Zeiten, da waren Cadillac-Fahrzeuge der Inbegriff für den in Stahlblech wahr gewordenen amerikanischen Traum von Größe, Komfort und Luxus. Zuletzt jedoch kämpfte die zum GM-Konzern gehörende Marke mit riesigen Absatzverlusten auf dem US-Markt. Nun nehmen die Amerikaner Europa ins Visier, wenn auch die angestrebten Verkaufszahlen insgesamt sehr bescheiden sind. Für Europa rechnen die Verantwortlichen mit 10.000 Einheiten, für Deutschland mit nur rund 500 bis 1000 Fahrzeugen pro Jahr. Dennoch wäre das Erreichen dieser Ziele durchaus ein Erfolg, fanden sich im Jahr 2005 doch in ganz Europa gerade mal 2100 Käufer für die Produkte dieser Marke.
Über eine Kombiversion wird nachgedacht
Was fehlt noch? Ein Kombi natürlich, denn die deutschen Mittelklasse-Fahrer lieben diese praktischen Gefährte. Und nach Aussagen von Cadillac-Verantwortlichen hat zumindest das Nachdenken über einen BLS-Kombi schon begonnen. Die Limousine wird ab 27.450 Euro kosten. Ab dem 8. April stehen die Autos in den Schauräumen der deutschen Händler.
Quelle: t-online.de
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