15.06.2010, 14:47 Uhr
Die R-Klasse war für Mercedes-Benz bislang in Deutschland ein Flop, erzielte aber im Ausland akzeptable Verkaufszahlen. Mit aufgefrischter Optik und überarbeiteten Motoren startet die R-Klasse Mitte September in die nächste Generation. Dazu gibt's sparsamere und umweltfreundlichere Motoren. Ein Dieselmotor erfüllt die Abgasnorm Euro 6, die erst ab 2014 Gesetzeskraft erlangt.
Das R 350 BlueTEC 4Matic getaufte Modell, das die Euro-6-Norm erfüllt, holt aus drei Litern Hubraum mittels Aufladung 211 PS und gibt ab 1600 Umdrehungen 540 Newtonmeter Drehmoment an die Kurbelwelle ab. Bei ersten Testfahrten beeindruckte der Großraum-Allrader durch vorzüglichen Geräuschkomfort und herzhafte Kraftentfaltung. Der mit mindestens 2300 Kilogramm recht korpulente und 4,92 Meter lange Fünf- oder Siebensitzer ist mit einer Handlichkeit zu dirigieren, die sonst deutlich kleiner dimensionierten Fahrzeugen zugeschrieben wird.
Die BlueTEC-Variante konsumiert nach EU-Norm je 100 Kilometer 8,4 Liter Dieselkraftstoff. Diese Ausführung kostet 60.809 Euro. Die günstigste R-Klasse ist die Version mit kurzem Radstand und 231 PS starkem 3,0-Liter-V6-Benzinmotor für 50.099 Euro.
Auf den Fondsitzen ist dies schon nach wenigen Kilometern belegbar, da beim R 350 BlueTEC dort weder die typische Soundkulisse des Selbstzünders, noch Wind- oder Abrollgeräusch störend auffallen. In der mit einem um 23 Zentimeter größeren Radstand ausgestatteten Langversion ist das Chauffiertwerden ein echtes Vergnügen, während die Beinfreiheit der Normalversion mit 2,98 Metern Radstand auf dem Niveau der gehobenen Mittelklasse rangiert.
Mit den optischen Retuschen und dem akzentuierten Design hat Mercedes die Positionierung der R-Klasse im Reigen der Stern-verzierten Baureihen plausibler und authentischer gemacht. Durch den steiler stehenden Frontgrill und die veränderten Scheinwerfer nebst Tagfahrlicht wird das Auto seiner Rolle zwischen Oberklasse-Limousine und Vielzweck-Van besser gerecht. Nun steckt erkennbar mehr Mercedes in der R-Klasse, deren Konzept als "Eier legende Wollmilchsau" 2005 vom Markt zunächst mit Skepsis quittiert wurde.
Große Unterschiede der Märkte gibt es noch in den bevorzugten Motorisierungen. Aktuell sind drei Benziner rund drei Dieselmotoren im Programm. Während in den USA der Dieselanteil sich nach einem Zwischenhoch bei zehn bis zwölf Prozent eingependelt hat, werden in Europa, namentlich in Deutschland, zu mehr als drei Vierteln die Selbstzünder bevorzugt. Zunächst als reiner Allradler gestartet, gibt es die R-Klasse seit 2007 auch mit Heckantrieb. In Deutschland nehmen etwa ein Fünftel der Kunden diese kostensparende Option in Anspruch.
Was auf guten Fahrbahnen als hohes Maß an Bequemlichkeit empfunden wird, muss mit einer Fahrwerkabstimmung bezahlt werden, die erkennbar auf die Erwartungen der Kunden in Übersee ausgerichtet ist. Die weiche Federung führt dazu, dass das schwere Fahrzeug an Unebenheiten wie etwa zügig überfahrenen Temposchwellen auch mal über Gebühr eintaucht. Die bewährte Stahl/Luftfederung ist lediglich beim Topmodell R 500 mit langem Radstand als Serienausstattung vorgesehenen, das adaptive Dämpfungssystem ist mit 2023 Euro Aufpreis zu veranschlagen.
Als Starspieler im Ensemble kann wohl das Modell R 350 CDI 4Matic gelten, das nicht nur mit 265 PS Leistung, sondern auch mit wuchtigen 620 Newtonmeter Drehmoment glänzt. Dieser durch zwei Turbolader erzeugte Schub hat erwartungsgemäß am wenigsten Probleme mit dem Hüftspeck des Vielzweck-Autos.
Die 7,6 Sekunden von Null auf Tempo 100 machen es zu einem echten Sprinter, die 8,5 Liter Normverbrauch zu einem erstaunlich genügsamen Autobahn-Dampfer. Das untere Ende der Verbrauchsskala markiert die Version R 300 CDI BlueEfficiency, die mit einem Startpreis von 50.932 Euro zwar für Sparfüchse nur wenig geeignet erscheint, dafür aber mit 7,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer auskommen soll.
t-online.de ShopFreisprechanlagen
t-online.de ShopRüsten Sie sich für die WM - Hier geht's zum Special!
Quelle: mid
Hänschen schrieb:
am 24. Oktober 2010 um 19:20:39
(0)
(1)
RRRRRRRrrrr
Bei Bestattungsunternehmen wird diese R-Klasse grossen Anklang finden.
Kommentar melden
Kay Händel schrieb:
am 23. Oktober 2010 um 12:49:47
(1)
(0)
R- Klasse
Gegenüber seinen Aktionären ist Mercedes insofern unfair, da die R- Klasse nicht für die große Gruppe der Familie entwickelt
wurde. Die Entwicklung eines Modells muss zuerst die Frage nach den Bedürfnissen und (!!) Möglichkeiten einer Zielgruppe beantworten und nicht aus Sicht des Autos also vom technisch machbarem her aufgezogen werden. Kein Einzelbeispiel: Auch der neue VW Touareg- Hybrid incl. dessen Generika werden den Aktionären nichts aufs Konto spülen. Auch hier gibt es keine Zielgruppe.
mehr
Kommentar melden
trullifox schrieb:
am 22. Oktober 2010 um 20:17:18
(1)
(0)
Kay Händel
Ohne reale deutsche Zielgruppe ? Wie bitte ? In diesem Land fahren zig Tausende von Vans herum, Fahrzeuge für die ganze
Familie. Schon mal bemerkt. Sie heißen Sharan, Alhambra, Galaxy usw. Auch sicher schon mal gehört. Diese R-Klasse hat nur keine Zielgruppe, wenn man mit verkleistertem Blick durch die Lande zieht. Ein phänomenales Auto mit einer Anmutung, die Ihresgleichen sucht, dies allerdings erst in der aktuellen Version. Der Vorgänger war zumindest aussen schrecklich.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ