04.08.2011, 13:55 Uhr
Mercedes-Benz hat die B-Klasse neu erfunden. Aus dem betulichen Seniorenauto ist ein pfiffiger Kompaktwagen geworden, der mit einer Vielzahl technischer Finessen glänzt. Highlights sind das serienmäßige Notbremssystem und aerodynamische Bestleistungen. Dazu kommt der Antrieb mit vier neuen Motoren - zwei Benziner und zwei Diesel - sowie dem neuen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.
Noch vor der offiziellen Weltpremiere der neuen B-Klasse bei der IAA 2011 in Frankfurt informiert Mercedes-Benz über die technischen Neuheiten des Kompaktwagens, ohne ihn aber vollständig zu zeigen. Ein Karosserie-Schnittmodell, ein getarnter Testwagen sowie die Gattungsbezeichnung zeigen, wohin die Reise geht.
Optisch ist die neue B-Klasse eine geschrumpfte Variante der aktuellen R-Klasse, die Fahrzeugen wie dem Golf Plus oder dem Ford C-Max Konkurrenz machen soll. Dafür haben ihr die Entwickler einige technische Besonderheiten spendiert und speziell im Bereich aktive Sicherheit aufgerüstet.
Als Weltneuheit im Kompaktsegment verfügt die B-Klasse serienmäßig über das Notbremssystem "Collison Prevention Assist", eine radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremssystem. Das gibt es zwar schon seit 2005 in der S-Klasse, ist aber dort nur gegen Aufpreis erhältlich. "Dieses System verhindert Auffahrunfälle mit fahrenden oder angehaltenen Fahrzeugen und deckt damit 90 Prozent aller Auffahrunfälle ab", erläutert Entwickler Uwe Petersen.
Kollisionen mit parkenden Fahrzeugen können dagegen nicht verhindert werden. Dazu demokratisiert Mercedes-Benz die Sicherheit, indem die Stuttgarter weitere Assistenzsysteme aus der Oberklasse wie den Abstandstempomat Distronic plus, Totwinkel- oder Spurhalte-Asisstenten nun auch optional in der Kompaktklasse anbieten.
Beiträge zur aktiven Sicherheit liefern sicher auch das Fahrwerk, das auf zwei komplett neu konstruierten Achsen ruht sowie der gesenkte Schwerpunkt des Fahrzeugs. Das soll die B-Klasse nun auch deutlich agiler machen als bisher, ein Sportfahrwerk wie üblich bei Serienstart lieferbar sein.
Für Vortrieb sorgen vier neue Motoren. Die beiden Benziner der Familie M270 sind komplette Neuentwicklungen, die in der B-Klasse Premiere feiern und in der Folge auch in der A-, C- und E-Klasse zum Einsatz kommen werden. Zunächst sind die Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum verfügbar, als B 180 mit 122 PS oder als B 200 mit 156 PS.
In der Leistungscharakteristik sind die beiden Turbo-Benziner durchaus mit Dieselmotoren vergleichbar, stellen sie ihr maximales Drehmoment von 220 und 250 Newtonmeter bereits bei 1250 Umdrehungen zur Verfügung. Der Diesel-Vierzylinder ist eine Weiterentwicklung des bereits in der C- und S-Klasse eingesetzten OM651. Im B 180 CDI (109 PS) mit einem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmeter zur Verfügung, im B 200 CDI sind es 136 PS und 300 Newtonmeter.
Die Kraftübertragung besorgt auf Wunsch das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe 7G-DCT. Mit dieser Eigenentwicklung zielt Mercedes-Benz nun gezielt auf die VW-Kundschaft, die schon seit längerem Doppelkupplungsgetriebe bestellen kann. Das Getriebe ist nach Angaben der Mercedes-Entwickler leichter und kompakter als Wettbewerbsgetriebe, was den Einbau in Kompaktfahrzeuge begünstigt. Zunächst ist es für den Frontantrieb konzipiert, jedoch seien auch Allradvarianten möglich. Der Wählhebel des 7G-DCT ist als Lenkstockschalter ausgebildet, für den manuellen Eingriff stehen Schaltwippen zur Verfügung.
Die neuen Antriebskomponenten sollen zur besseren Effizienz der neuen B-Klasse ebenso beitragen wie die deutlich verbesserte Aerodynamik. Mit einem cw-Wert von 0,26 ist die B-Klasse Spitzenreiter in der Kategorie der sogenannten Vollheckfahrzeuge, also der Kombis. Damit sieht sich Mercedes-Benz im harten Wettbewerb in der Kompaktklasse gut gerüstet. Die neue B-Klasse wird von November an bei den Händlern stehen. Preise hat Daimler noch nicht verraten.
Quelle: mid
Webranth schrieb:
am 7. Oktober 2011 um 18:22:17
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@Michel
Ich selbst fahre eine A-Klasse (2008) und habe keinen Rost. Zugegeben, es gab eine Serie, ich glaube Baujahr 2005, mit erheblichen
Rostproblemen, offensichtlich durch Fehler bei der Phosphatierung oder unverträglliche Elastomer-Dichtmittel in den Türfalzen. Dieses Problem dürfte aber längst behoben sein. Übrigens schätze ich ebenfalls die Sitzhöhe der alten A- und B-Klasse und empfehle Ihnen, insbesondere wenn mehrere Personen das Fahrzeug nutzen, die die CDI mit stufenloser Automatik.
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Michel schrieb:
am 25. August 2011 um 17:09:54
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B-Klasse
Was hat Mercedes gegen die Rostanfälligkeit getan? Ich wollte auch einen kaufen, wurde jedoch stutzig,als ich aus meinem
Bekanntenkreis erfahren musste das beireits nach 4 Jahren die Türen wegen Rost ausgetauscht und die Türschwellen behandelt wurden,wenn auch auf Kulanz, aber ein Autoleben soll ja 12 bis 14 jahre sein. Jetzt fahre ich einen Audi Variant ,13 Jahre alt und kein Ansatz von Rost. Ein Neukauf steht an,und ich möchte ein Auto mit einem höhren Einstig, die B-Klasse wäre von Vorteil.
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