10.08.2011, 12:23 Uhr | Timo Bürger
Mazda6 Kombi (Foto: Timo Bürger/t-online.de)
Kombis gehören nach wie vor zu den Lieblingen der Deutschen. Nahezu jeder Hersteller hat einen langen Fünftürer im Programm. Insbesondere die Mittelklässler werden gerne gefahren - sind die doch in aller Regel einigermaßen finanzierbar und bieten gleichzeitig mehr Nutzwert als ihre Limousinen-Brüder. Jenseits von Avant, Touring, T-Modell& Co. hat es der überarbeitete Mazda6 verdient, genauer angeschaut zu werden. Im Test: die stärkste Diesel-Variante, der 2,2-Liter MZR-CD mit 180 PS.
Zwar wird der 6er mit diesen 180 Pferdchen nicht zum Kombi-Renner, zum flotten Straßenfeger aber allemal. 400 Newtonmeter sind bullig genug, um jederzeit genügend Reserven zu mobilisieren. Ein Vorteil, den man gerne bei Überholvorgängen und kurvigen Passstraßen nutzt. Auch mit vollem Kofferraum und mehrfacher Personenbelegung weiß man diese Leistung zu schätzen - und nimmt sie gerne in Anspruch. Bei alledem liegt der 1500 Kilogramm schwere Wagen erfreulich unaufgeregt und komfortabel auf der Straße und macht so richtig Spaß.
Der Vollständigkeit halber sei noch die Beschleunigung in 8,7 Sekunden auf Tempo 100 und die Höchstgeschwindigkeit vom 216 km/h erwähnt - alles absolut Autobahn- und reisetauglich. Einzig die Windgeräusche dürften bei flottem Autobahntempo etwas niedriger sein.
Knapp 6,5 Liter Dieselkraftstoff gönnte sich der 6er auf langen und teilweise flott gefahrenen Autobahn-Ertappen und einigen Pass-Straßen. Mit einem vollen 64-Liter-Tank lässt sich also die 1000-Kilometer-Reichweiten-Marke knacken. Wünschenswert wäre eine Start-Stopp-Automatik, um den Verbrauch im Stadtverkehr noch um einige Zehntel zu drücken. Wer sich mit noch weniger begnügen mag: Das Diesel-Aggregat bietet Mazda und zwei weiteren Leistungsstufen an - mit 163 und 129 PS und entsprechend niedrigerem Verbrauch.
Für die große Reise oder den Familienausflug lässt der Mazda6 keine Wünsche offen. Die Heckklappe öffnet ausladend, die Durchladebreite des 4,78 Meter langen Mazda ist mehr als ausreichend. 519 Liter Kofferraumvolumen lassen sich so befüllen - genug für vier Reisekoffer, zwei Rucksäcke und zwei Sporttaschen sowie ein bisschen Krimskrams. Wer Surfbretter oder Fahrräder transportieren will, klappt ganz einfach per Hebel im Kofferraum die Rücksitze um - jetzt stehen 1751 Liter zur Verfügung.
Hinten müssen sich selbst Erwachsene nicht beengt fühlen. Auch mit installiertem Kindersitz lassen die beiden übrigen Plätze noch genügend Raum für Knopf und Knie.
Über den Innenraum müssen nicht viele Worte verloren werden - da gibt es fast nichts zu tadeln. Die Bedieneinheiten sind logisch und funktional angeordnet, Tacho und Drehzahlmesser gefallen durch gute Ablesbarkeit und einen angenehmen Rot-Blau-Ton, die Sitze sind bequem und bieten genügend Seitenhalt. Komfortabel ist die nach vorne ausziehbare Armlehne mit integrierten Staufächern - so lässt sich prima mit aufgelegtem Ellenbogen schalten.
Motor | PS | Nm | Vmax | 0-100 | Verbrauch | CO2 | Preis |
2,2 MZR-CD | 180 | 400 | 216 km/h | 8,7 s | 5,4 l | 143 g/km | 36.300 € |
Lobenswert und bei fließendem Verkehr überaus nützlich ist der RVM genannte Spurwechselassistent, der in kritischen Momenten akustisch und optisch warnt. Auch adaptives Kurvenlicht, Bi-Xenon-Scheinwerfer und Berganfahrassistent verdienen ihre Berechtigung durchaus beim nächtlichen Ritt über Bergstraßen. Bei alledem erfreut das speziell für den Mazda6 abgestimmt Bose-Soundsystem mit ausgewogener Akustik.
Kritik allerdings verdient das Navigationssystem: Zwar spricht die Navi-Dame in einer charmanten Tonlage - sie verschluckt aber ab und an Silben. Dies führt zu kuriosen Anweisungen wie "ts abbiegen" (rechts) oder "ks abbiegen" (links) . Man muss also zuweilen genau hinhören, wenn man wissen will, wo es langgeht.
Auch die Touchscreen-Bedienung ist zwar en vogue; ob diese in einem Auto sinnvoll ist, sei dahingestellt. Schon bei nur leicht unruhiger Fahrt ist es schwierig, per Fingertipp auf dem Bildschirm die entsprechende Funktion zu treffen. Die Änderung des Maßstabes am Bildschirm ist während der Fahrt kaum möglich, so klein sind die Hotspots.
Das war's dann aber auch schon an Minuspunkten. Unterm Strich ist der Mazda6 Kombi ein Fahrzeug mit hohem Alltags- und Allround-Nutzen, sehr solider Verarbeitung, gefälligem Design und moderater Preisgestaltung. Viel mehr gibt es also nicht, was ein Kombi besser machen kann.
Quelle: t-online.de
D. schrieb:
am 19. August 2011 um 21:20:24
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Autopreise
Mensch, macht doch Autos endlich wieder bezahlbar!
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xan schrieb:
am 17. August 2011 um 08:57:01
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Lisa,
das mit den 37000 Euro mag ja sein. Allerdings ist Audi nicht den Hauch eines Bisschens besser als die meisten anderen Hersteller.
Diese Zeiten sind vorbei - daran ändern auch noch so viele Imagekampagnen der selbsternannten "Premium-"Hersteller nichts. Und das sind auch Fakten.
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Lisa schrieb:
am 16. August 2011 um 22:26:24
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Audipreise
@Hans-- Ich habe den A4 vor zwei Jahren gekauft. Listenpreis 42.450 Euro.
Bei 12Prozent Rabatt habe ich 37.000 Euro bezahlt.Das
sind Fakten.Was der Wagen heute kostet, weiß ich allerdings nicht genau. Mit einem Mazda würde ich jedoch nicht tauschen.Du als BMW-Fan wohl auch nicht.
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