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Mazda3 1,6 MZ-CD im Test: Einstiegs-Diesel mit Pfiff

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Mazda3 1,6 MZ-CD im Test: Einstiegs-Diesel mit Pfiff

12.05.2011, 12:08 Uhr | Patrick Schäfer, Markus Funke

Mazda3 1,6 MZ-CD (Foto: Patrick Schäfer, t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Mazda3 1,6 MZ-CD (Foto: Patrick Schäfer, t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Wohl in keiner Autoklasse tummeln sich derzeit so viele Wettbewerber wie in der Kompaktklasse. Einer der Herausforderer des Klassenprimus VW Golf ist der Mazda3. Der japanische Autobauer bietet sein kompaktes Modell seit kurzem mit einem neuen Selbstzünder an. Das Dieselaggregat leistet 115 PS. Ein ausführlicher Autotest zeigt, was der Mazda 3 1,6 MZ-CD drauf hat.

Mazda3 mit flottem Design

Die Japaner haben sich bemüht, einen Kontrapunkt zum biederen Klassenprimus Golf zu schaffen. Keck schiebt der Mazda3 seine freundliche Schnauze in den Wind. Viele Sicken und Kanten, eine aufsteigende Seitenlinie und der Dachspoiler betonen das sportliche Auftreten ebenso wie die 17 Zoll großen Alufelgen.

Aufgeräumter und schicker Innenraum

Auf dem Fahrersitz findet man sich sofort zurecht. Nur das Multifunktionslenkrad mit den fast 20 Tasten erschreckt zunächst. Doch schon nach kurzer Zeit geht die Bedienung flott von der Hand. Das Armaturenbrett ist mit weichem Plastik ausgeschäumt, die Türverkleidungen dagegen sind aus härterem Kunststoff und wirken etwas billig. Praktisch sind die Getränkehalter in der Mittelkonsole.

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Wenig Platz im Fond

Die Sitze vorne sind für Sitzriesen leider nicht weit genug verstellbar, aber schön straff. Hinten ist dann trotz der 4,46 Meter Fahrzeuglänge kaum noch Platz. Vor allem für Sitzriesen geht es im Fond vergleichsweise eng zu. Andere Konkurrenten in der Kompaktklasse bieten da mehr Platz. Dabei ist der Mazda3 rund 20 Zentimeter länger als viele seiner Konkurrenten.

Bordcomputer und Navi an Bord

Dank der Exklusive-Line-Ausstattung, die unseren Testwagen fast 26.000 Euro teuer macht, ist fast alles elektrisch verstellbar, zudem sind unter anderem ein Navigationssystem, Tempomat, eine Bose-Soundanlage mit sechsfach CD-Wechsler und zehn Boxen sowie eine Einparkhilfe an Bord. Im Cockpit informiert ein großes Info-Display über der Mittelkonsole über Verbrauchswerte, Komfortfunktionen und Navigation. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs wird man vom Parkpiepser begrüßt - vorne gibt es leider keinen, obwohl man ihn gut brauchen könnte.

Viele Sensoren überwachen den Mazda

Regen- und Lichtsensoren nehmen einem die Arbeit ab, das Licht einschalten zu müssen, was im Parkhaus sehr praktisch ist. Absolutes Highlight ist der Spurwechselassistent RVM, der ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h vor sich von hinten links nähernden Fahrzeugen warnt - akustisch und mit einer gelben Leuchte im Außenspiegel.

Abzüge für schlechte Sicht nach vorne

Leider ein Manko fast aller modernen Autos: Die breiten A-Säule nehmen die Sicht zur Seite - wenn ein Beifahrer vorhanden ist, bekommt man Probleme beim Abbiegen. Auch der klobige Innenspiegel verdeckt die Sicht nach vorne rechts. Die Sicht nach hinten ist durch die großen C-Säulen eingeschränkt - aber dafür gibt es ja die akustische Einparkhilfe.

Technische Daten Mazda3 1,6 MZ-CD

Motor

Common-Rail-Diesel

Hubraum

1560 ccm

Leistung

115 PS

Max. Drehmoment

270 Nm

0 - 100 km/h

11 s

V-Max

186 km/h

Verbrauch

4,4 Liter

Preis ab

20.390 Euro

Ordentlicher Schub des Selbstzünders

Dafür kann der Antrieb des Mazdas in fast allen Belangen überzeugen: Der kleine Dieselmotor schüttelt sich beim Kaltstart ordentlich, gibt sich sonst aber manierlich. Das Schaltgetriebe mit sechs Gängen ist knackig und bietet kurze Schaltwege, leider sind der erste und zweite Gang teilweise etwas hakelig. So schafft der Wagen den Sprint von 0 auf 100 in elf Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 186 km/h.

Leider keine Start-Stopp-Automatik

Insgesamt bietet der 115-PS-Motor in jeder Fahrlage guten Durchzug. Untermotorisiert fühlt man sich mit dem kleinen Vierzylinder-Diesel nicht - der Mazda3 wiegt auch nur etwas mehr als 1300 Kilogramm. Wenig verständlich, warum Mazda nur dem Selbstzünder mit 150 PS eine Start-Stopp-Automatik spendiert. So liegt der Testverbrauch beim Einstiegs-Diesel nach teilweise flotten Fahrten am Ende bei ordentlichen 6,3 Litern.

Sportliche Fahreigenschaften

Das straffes und sportliche Fahrwerk lässt einen über den Fahrbahnbelag nicht im Ungewissen, ist aber nicht unkomfortabel. Der 340 Liter kleine Kofferraum mit der tiefen Ladekante ist gut zugänglich und aufgrund der einfach umzuklappenden Rücksitze im Verhältnis 1:3 auch variabel.

Drei Ausstattungslinien für den Mazda 3 Einstiegsdiesel

Den Mazda3 Diesel mit 115 PS gibt es derzeit in drei Ausstattungsvarianten. Die Basisversion "Prime-Line“ kostet 20.390 Euro, manuelle Klimaanlage inklusive. Für die höchste Stufe "Exclusive-Line" berechnet der Hersteller mindestens 23.490 Euro. Dafür bekommen die Kunden unter anderem den Spurhalteassistenten RVM und Einparksensoren geboten.

Fazit: Gute Ausstattung, aber leider wenig Platz

Mit dem kleinen Diesel im Mazda3 haben die Japaner einen ordentlichen und gut ausgestatteten Kompaktwagen auf die Räder gestellt. Der Motor bietet ausreichend Leistung, das Fahrwerk ist straff. Zum sparsamen Motor wünscht man sich nur noch eine Start-Stopp-Automatik und generell mehr Platz. Beim Abstellen verabschiedet er sich mit einem "Goodbye" im Display. Wir sagen: Gerne wieder.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (4)

zum Forum

Thema: "Mazda3 1,6 MZ-CD im Test: Einstiegs-Diesel mit Pfiff"

diesel schrieb: am 17. Juni 2011 um 15:27:25
(1) (1) mazda-diesel
wenn dann, wie so oft die Diesel-Einspritzpumpe nach 100.000 km den Geist aufgibt, sind alle Preisvorteile beim Teufel.

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francesco schrieb: am 18. Mai 2011 um 09:47:08
(2) (1) Gähn - äh Golf
zum Glück ist der Golf ja gar nicht langweilig, ne? Bieder, funktional, ohne Pfiff und so spannend wie das sandmännchen...

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Dieter schrieb: am 18. Mai 2011 um 09:19:11
(2) (3) Mazda3 1.6MZ-CD
Warum muss jedes Auto so sein wie die deutschen Modelle? Und was soll ich mit einer Start-Stopp Automatik. Bei 80% aller
Stadtfahrten wird der Motor nicht warm genug, damit das Teil richtig funktioniert. Und bei Fahrten über Land brauch ich so ein Teil nicht. Und überhaupt, wer etwas Hirn hat, kann seinen Motor an der Ampel oder im Stau auch selbst abschalten. Doch damit sind ca. 60% aller Autofahrer überfordert.
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