Lange Wartezeiten beim Ford Ka (Foto: Ford)Nur knapp zwei Monate nach Einführung der Abwrackprämie für Altautos ist die Hälfte der Mittel bereits weg. Bis zum Freitagnachmittag waren 300.674 Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen. Mittlerweile bewegen sich die Wartezeiten für Kleinwagen auf Rekordniveau. Beeilung ist angesagt - denn eine Verlängerung wird es wohl nicht geben.#
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Keine zusätzlichen Mittel
Die Abwrackprämie für alte Autos wird voraussichtlich nicht ausgeweitet. Im Kanzleramt gibt es keine Pläne, die Beschränkung auf 600.000 Anträge aufzuheben und die Beihilfe zu erweitern. Die Bundesregierung habe die Prämie von 2500 Euro bewusst auf 1,5 Milliarden Euro begrenzt, hieß es am Donnerstag aus Regierungskreisen. Das Ziel sei es, kurzfristig einen Impuls für die Auto- Nachfrage zu setzen.
Warten auf die Kleinen
Der Nachfrage-Boom lässt in deutschen Autohäusern neue Kleinwagen knapp werden. Die Händler der VW-Tochter Skoda etwa suchen laut "Auto Bild" zurzeit in ganz Europa Fahrzeuge vom Typ Fabia zusammen. Trotzdem muss der Kunde bis zu 20 Wochen auf ein bestelltes Auto warten. Ebenfalls lange Lieferzeiten gibt es mit 17 Wochen für den Ford Ka. Bis zu 16 Wochen dauert die Auslieferung der Modelle Mazda2, Mazda3 und VW Fox.
Ende März ist die Reservierung möglich
Ab dem 30. März rechnet das Amt mit einem weiteren Anschwellen der Antragsflut, weil ab diesem Termin bereits die Kopie des Neuwagen-Kaufvertrages ausreicht, um sich die Prämie zu sichern. Bislang musste mit dem Antrag die Zulassung nachgewiesen werden, was besonders Käufern von Autos mit langen Lieferfristen benachteiligte. Die Prämie wird aber weiterhin erst nach der Zulassung des neuen und der Verschrottung des alten Autos ausgezahlt, mit dem Kaufvertrag können sich die Käufer aber die Prämie vorzeitig reservieren.