11.08.2011, 11:08 Uhr | Patrick Schäfer / Joachim Teske
Wie fährt sich eigentlich ein fabrikneuer Oldtimer? Seit 1976 wird der rustikale Geländewagen Lada Niva fast ohne Änderungen gebaut. Wir haben den Lada Niva New Safari 4x4 unter die Lupe genommen.
Die automobile Zeitreise fängt schon vor dem Einsteigen an - es gilt, den richtigen Schlüssel für die Tür zu finden. Danach muss man die elektronische Wegfahrsperre mit einem Key deaktivieren, bevor man den Schlüssel für das links befindliche Zündschloss einschieben kann.
Einmal hinter dem sehr großen Lenkrad Platz genommen, findet man im Cockpit klapprige Blinkerhebel, spiegelnde Instrumente und ganz viel Kunststoff, der etwas seltsam riecht. Was man natürlich nicht findet: Airbags, Klimaanlage oder elektrische Helferlein. Die Plastikkippschalter sind über die Mittelkonsole verstreut, das schwache Gebläse hat nur zwei Stufen. Die knorrige Fünfgang-Handschaltung hat einen sehr langen Stock, für den fünften Gang muss man sich vorbeugen oder den Arm ausstrecken. Da ist noch echte Schaltarbeit angesagt.
Mit seinen 83 PS ist der Lada nicht übermotorisiert, aber im normalen Stadtverkehr fällt das nicht auf. Die Fahrweise ist zwangsläufig ruhig und gemütlich und durch die erhöhte Sitzposition hat man einen guten Überblick. Und der kleine Geländewagen ist leichter zu fahren, als es aussieht. Auch auf der Autobahn kommt man nach langer Beschleunigungsphase gut vom Fleck; dabei ist Tempo 110 die ideale Reisegeschwindigkeit für den Niva, der maximal knapp 140 km/h schafft. Im Innenraum ist es zwar laut, aber noch auszuhalten. Bloß scharfes Bremsen löst fiese Lenkvibrationen aus.
Nachdem der Lada Niva auf seine Alltagstauglichkeit getestet wurde, musste er noch Fähigkeiten im Gelände unter Beweis stellen. Abseits der Straße fühlt sich der 1,2 Tonnen leichte Lada am wohlsten. Hier kann er Punkte sammeln: Mit permanentem Allradantrieb, Untersetzung und Differentialsperre meistert er selbst schwierige Hindernisse.
Motor | Vierzylinder-Ottomotor |
Hubraum | 1690 ccm |
Leistung | 83 PS |
Drehmoment | 129 Nm |
V-Max | 137 km/h |
Verbrauch | 9,5 l |
Preis ab | 9990 Euro |
Der Niva bietet in allen Situationen Grip, Pfützen mag er bis 65 Zentimeter Wattiefe, er bezwingt Steigungen bis 58 Prozent und sein Kippwinkel liegt bei 48 Grad. Durch die kurzen Überhänge kann man den Niva ohne Aufsetzen auch durch große Unebenheiten fahren. Er zeigt, wo seine Wurzeln liegen, auch ohne die Untersetzung ist ein Vorankommen auf losem Untergrund problemlos möglich - trotz der normalen Straßenbereifung auf den 16-Zöllern.
Nicht mehr zeitgemäß ist die allerdings die Beleuchtung. Die Frontscheinwerfer geben sich zwar große Mühe, die Straße auszuleuchten, doch die Bemühungen enden mit einem Lichtklecks maximal zwei Meter vor dem Fahrzeug. Ein dauerhaftes Fahren mit Fernlicht stellt in Zeiten von Xenonlicht aber kein Problem dar.
Wer einen kleinen, robusten Geländewagen sucht, der nicht viel kosten soll, ist mit dem Lada Niva gut bedient. Ab 9999 Euro ist die Basisversion des sympathischen Niva zu haben. Dafür muss man allerdings auf einige Komfortdetails verzichten. Trotzdem schlägt sich der Oldie in allen getesteten Bereichen wacker. Bis auf eine unzuverlässige Tankanzeige und das schwache Abblendlicht gibt es kaum etwas am Geländewagen auszusetzen. Aber das wird Puristen nicht weiter stören.
Quelle: t-online.de
Willeam schrieb:
am 7. Mai 2012 um 18:00:04
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Lada
Der Lada ist gebaut für russ. Landstriche, hier Ihn zu fahren ist für ihn Urlaub.
ohne wenn und aber. habe US. Jeep gefahren, auser
der Hammer und das G.
Modell gibt es kein Geländewagen der es mit einem Lada aufnehmen kann.
Aber der Armee -Hammer braucht 40 l. 100 Meilen.
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Niva-Fan schrieb:
am 19. Februar 2012 um 04:10:08
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Niva forever!!!
Ich hab einen und ich würde ihn gegen keine andere Automarke tauschen wollen. Sicher, der ist hammerhart, ohne Komfort und
Spielereien, man muß eben der Typ für diesen echten Geländewagen (nix SUV!) sein. Aber was nicht dran ist, kann auch nicht kaputt gehen. Ich benutze meinen zum Modellfliegen, Kanutransport (Regenrinne für anständigen Dachträger!), Fischen, Baumaterial, Brennholz holen, eigentlich für alles mögliche, und all das macht dieser Wagen hervorragend. Niva fahren ist einfach geil!!!
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Ossi schrieb:
am 8. Januar 2012 um 12:28:06
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Lada Niva
Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen! Wer zuverlässig durch unwegsames Gelände will/muß, für den gibt es nichts
besseres als Russentechnik.
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