18.02.2011, 09:48 Uhr
Super, Super E5, Super E10, Fuel Save Super und so weiter: Längst sind an unseren Tankstellen nicht mehr nur die Kraftstoffe Normal, Super und Diesel erhältlich. Da kommt so mancher Autofahrer vor der Zapfsäule ins Schleudern. Wir bringen Licht ins Dunkel der Kraftstoffe. Das bedeuten Super, E10 & Co.
Woher rührt die Verwirrung? Mit einer "Zusatzzahl" am Name des Kraftstoffes wird zum einen der Oktangehalt und zum anderen der Ethanolgehalt des jeweiligen Kraftstoffes gekennzeichnet. "Super 95" bezeichnet Superbenzin mit 95 Oktan. Über den Ethanolgehalt sagt dies aber zunächst nichts aus.
Deshalb kennzeichnet beispielsweise Aral den neuen Kraftstoff "Super 95 E10" dementsprechend: Superbenzin mit 95 Oktan und einem Biosprit-(Ethanol) Anteil von zehn Prozent. "Super 95" enthält dem gegenüber nur fünf Prozent Ethanol (so wie es in den vergangenen Jahren üblich war).
Eigentlich ist die Unterscheidung ganz einfach: Im Prinzip gibt es an unseren Tankstellen im wesentlichen nur Superbenzin und Diesel. Sicher: Auch Auto- und Erdgas wird angeboten - da ist die Bezeichnung bzw. Etikettierung aber eindeutig. Eine Verwechslung ist daher nahezu ausgeschlossen.
Superbenzin allerdings ist entweder mit verschiedenem Oktangehalt erhältlich oder mit einem verschieden hohen Anteil des Biokraftstoffes Ethanol. Je höher die Oktanzahl, desto höher ist auch die Leistungsfähigkeit des Benzins und damit des Motors. Normalbenzin (das fast nicht mehr erhältlich ist), weist einen Gehalt von 91 Oktan auf, Super einen von 95 und Super Plus einen von 98 Oktan.
Daneben werden seit mehreren Jahren Kraftstoffe mit einer noch höheren Oktanzahl angeboten. So bietet Shell beispielsweise "V-Power Racing" an - dieser Kraftstoff enthält 100 Oktan. Aral biet den Kraftstoff "Ultimate 102" an - mit 102 Oktan. Diese Sorte sind deutlich teuer als herkömmliches Super - der Nutzen für Motor und Spritersparnis ist umstritten.
Bei Diesel ist die Unterscheidung viel einfacher: Die Tankstellen bieten in der Regel "Diesel", Lkw-Diesel und eine Art "Premium-Diesel" an. "Diesel" enthält seit Jahren bis zu sieben Prozent Biodiesel. Dieser Kraftstoff wird oft auch als "Diesel B7" bezeichnet. Jeder Dieselfahrer kommt damit bestens zurecht.
"Ultimate Diesel" soll einen minimal geringeren Kraftstoffverbrauch bewirken. Zudem ist die Zündwilligkeit (Cetanzahl) ein Kriterium. Die Mindest-Cetanzahl beträgt 51. Arals "Ultimate Diesel" bietet 60 Cetan. Allerdings muss diese Sorte an der Zapfsäule auch mit einigen Eurocent mehr pro Liter bezahlt werden. Zudem erhält diese Sorte keine Biospritzusätze.
Quelle: t-online.de
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