07.12.2011, 14:47 Uhr
Es ist nicht lange her, da hat Kia seine Kunden nur über niedrige Preise in die Verkaufsräume gelockt. Optisch herrschte Langeweile. Erst mit dem ehemaligen Audi-Designer Peter Schreyer - auf sein Konto gehen unter anderem der TT und der VW New Beetle - kamen mehr Emotionen ins Blech. Kia Soul und Venga waren ab 2009 der Anfang, mit Sportage, Picanto und Rio legte Schreyer nach. Jedes dieser Modelle verblüffte die Branche mit attraktivem Outfit und guten Proportionen.
Dies gilt einmal mehr für den Optima, dessen elegantes Design die Frage aufwirft: Kann das noch ein Koreaner sein? Kias Topmodell, das in seinem Heimatland Korea schlicht K5 heißt und dort derzeit alle Verkaufsrekorde bricht, will bei uns ab April für Unruhe im Revier der klassischen Stufenheck-Konkurrenz sorgen. Hier tummeln sich Typen wie VW Passat, Ford Mondeo und Opel Insignia, aber auch Toyota Avensis, Skoda Superb oder der Peugeot 508.
Eine erster Fahrtest zeigt: Selten sind wir von einem neuen Auto so positiv überrascht worden wie vom Kia Optima. Egal ob Antrieb, Fahrkomfort, Bedienung, Verarbeitung, Qualität oder Platzangebot, die Entwickler in Korea und in der Deutschland-Zentrale in Rüsselsheim haben höchst professionelle Arbeit abgeliefert.
Koreanischer Kleinwagen Kia Rio präsentiert sich kompakt und komfortabel zugleich. zum Video
Damit nicht genug. Zu all dem kommen noch attraktive Preise (ab 24.490 Euro), eine gute Ausstattung sowie die siebenjährige Herstellergarantie. Wenn wundert es da, dass Kia mittlerweile die Nummer fünf der Welt ist?
Der erste Wow-Effekt stellt sich bereits beim Einsteigen in den Optima ein. Klar, funktional und sachlich das Cockpit, keine verspielten Gimmicks, kein Deko-Kitsch. Alles fasst sich gut an, alles sieht gut aus und alles wirkt gut verarbeitet. Man fühlt sich auf Anhieb wohl im Optima. Auch am Platzangebot oder am Sitzkomfort gibt es nichts zu mäkeln.
Hinten bietet der 4,85 Meter lange Koreaner aufgrund seines 2,8 Meter langen Radstands derart viel Beinfreiheit, dass sich manche Oberklassen-Limousine daran ein Beispiel nehmen könnte. Und selbst beim Gepäckabteil muss der Kia-Kunde keine Kompromisse eingehen. 505 Liter passen hinein, zudem lassen sich die Rücksitzlehnen getrennt umlegen und ermöglichen so den Transport größeren Stückguts.
Der zweite Wow-Effekt tritt nach ein paar Kilometern Fahrstrecke ein. Obwohl unter Haube lediglich ein 1,7-Liter-Diesel mit 136 PS arbeitet - ein Benzin-Direkteinspritzer folgt im Sommer, ein Hybrid im Herbst -, ist der Optima damit souverän unterwegs. Der in Deutschland entwickelte Vierzylinder läuft ruhig und geschmeidig, nimmt früh das Gas an.
Er murrt nicht einmal, selbst wenn man mit 70 km/h im sechsten oder mit 50 km/h im fünften Gang bei knapp über 1000 Touren schaltfaul dahinzuckelt. Auch das leise Abrollen sowie das niedrige Innengeräusch bei höheren Geschwindigkeiten überzeugen und zeigen, wie viel Mühe man sich mit dem Optima gegeben hat, um den hohen Ansprüchen der europäischen Kundschaft zu genügen.
Als Verbrauch für den 1,7 CRDi gibt das Werk einen Normwert von 5,1 Litern für 100 Kilometer an, entsprechend 133 g/km CO2. Das ist sparsam, aber mit Blick auf die Konkurrenz nur durchschnittlich. Optional gibt es ein - übrigens extrem weich arbeitendes - Start-Stopp-System, das den Verbrauch um weitere 0,2 Liter mindern soll.
Bereits die Basis hat eine Zweizonen-Klimaautomatik, Tempomat, ein Audio-System, elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, Funk-Zentralverriegelung und eine Mittelarmlehne an Bord. Die Topversion ist gar mit Spurhalte-Assistent, Navigation, Soundanlage, Xenon-Licht und Teilledersitzen ausgestattet.
Kia hofft, in Deutschland jährlich mindestens 1000 Optima absetzen zu können. Nicht, weil es vielleicht zu wenig Kunden gibt, sondern weil man nicht genügend Autos nach Europa bekommt. Die Kapazitäten in Korea sind erschöpft.
Quelle: mid
Horst schrieb:
am 8. Dezember 2011 um 21:00:24
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KIA-Nachtrag
Was lese ich da ? Passat-Gegner ? Obwohl mir, wie gesagt, die Frontpartie nicht gefällt, finde ich ihn schicker, als die
Langweiler-Opa-Vertreter-Kiste aus WOB. Da wird sich Vauweh warm anziehen muessen, insbesondere, wenn der Kia noch als Kombi kommt.
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Dudenhöfer schrieb:
am 8. Dezember 2011 um 20:58:50
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NA ja
ist ja rein optisch noch nicht so der Brüller.
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Stresstest schrieb:
am 8. Dezember 2011 um 19:48:02
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Kia Optima
tolle Mischung aus perfekter Technik und gelungener Optik. Peter Schreyer ist natürlich einer der besten Designer. Kia und
Hyundai werden den deutschen Markt aufmischen. Einige Schrankwandhersteller werden dicke Nieren kriegen, Sterne sehen und Ringe unter den Augen tragen. Unsere Hersteller brauchen Druck,sehr viel Druck. Sie glauben schon lange sie wären Apotheker und hätten in der Preisgestaltung Narrenfreiheit. Dies sind gute Ereignisse für den Endverbraucher.
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