03.06.2011, 10:38 Uhr | Patrick Schäfer
Bei der Einführung seines Kompakt-SUV Compass schien Jeep etwas die Orientierung verloren zu haben: Ein zusammengewürfelt wirkendes Design, minderwertige Materialanmutung und durstige Motoren waren im Programm. Doch mit der großen Modellpflege für den 4x4 soll alles anders werden. Wir fuhren den neuen Compass 2,2 CRD Limited mit dem neuen 163-PS-Selbstzünder. Hat Jeep seine Hausaufgaben gemacht?
Jeep hat dem Kompakt-SUV eine komplett neue Front verpasst. Das Facelift ist den Amerikanern gelungen - nun sieht der Compass dem großen Cherokee wie aus dem Gesicht geschnitten aus. Der Seven-Slot-Kühlergrill ist mit Chrom hinterlegt, die Scheinwerfer schauen grimmig, die runde Nebelleuchten sind in die Stoßfänger integriert. Der Compass zeigt mit seinem neuen Markengesicht, dass er den Spagat schaffen will zwischen traditionellem Geländewagen und komfortablem Fahrzeug für die Stadt.
Vor allem im Innenraum ist der Compass überarbeitet worden. Gegenüber dem doch etwas billig wirkenden Interieur des Vorgängers hat sich hier viel getan. Trotz des hohen Anteils an Hartplastik wirken Cockpit und Armaturen hochwertig und sind leicht zu bedienen. Lediglich die Skalierung des Tachos ist etwas zu fein geraten und schlecht ablesbar.
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Auch das neue Multifunktionslenkrad - übrigens das gleiche wie im Grand Cherokee - liegt gut in der Hand. Serienmäßig an Bord des Stadt-SUV sind unter anderem Klimaanlage, elektrische Fensterheber, beleuchtete Cupholder, Tempomat und getönte Scheiben. Der Testwagen in der Ausstattung "Limited" fuhr zudem mit Teilleder-Ausstattung, Audiosystem und 18 Zoll großen Alurädern vor.
Der 163 PS starke Diesel stammt noch aus der Kooperation mit Daimler. Der Selbstzünder bietet ein maximales Drehmoment von 320 Newtonmetern. Die von uns gefahrene Version hatte den elektronischen Allradantrieb "Freedom I" an Bord, der die Kraft bei normalen Fahrbedingungen nur an die Vorderräder schickt.
Erst bei starker Beschleunigung oder Schlupfproblemen wird der Allradantrieb aktiviert. Das macht sich vor allem in schnell gefahrenen Kurven positiv bemerkbar. Zusätzlich lässt sich der Allradantrieb per Knopfdruck auf permanenten Betrieb schalten. Auch die serienmäßige Berganfahrhilfe zeigt, dass der Compass von einem echten Geländewagen abstammt.
Auch am Komfort hat Jeep gearbeitet: Der Compass liegt ruhig und satt auf der Straße, vom Motor hört man außer beim Beschleunigen nicht viel. Die Sechsgang-Handschaltung ist leichtgängig, hat aber zu lange Wege. Beim Verbrauch gibt Jeep 6,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer an.
Alles in allem ist Jeep mit dem neuen Compass ein guter Mix gelungen. Einerseits steht das SUV weiterhin für die Geländewagen-Tradition, hat aber nun deutlich an Komfort zugelegt. Der Compass lässt sich fahren wie ein normaler Pkw, bietet aber alle Eigenschaften, die man vom Erfinder des Geländewagens erwartet - hohe Sitzposition mit guter Übersicht, Allradantrieb und robuste Materialien. Jeep rechnet damit, dass sich gut ein Drittel der Compass-Käufer für den neuen Dieselmotor entscheidet.
Technische Daten Jeep Compass 2,2 CRD | |
Motor | Common-Rail-Diesel |
Leistung | 163 PS |
Drehmoment | 320 Nm |
0-100 km/h | 10,6 s |
V-Max | 201 km/h |
Verbrauch / CO2 | 6,1 l / 172 g |
Preis ab | 29.400 € |
Quelle: t-online.de
SindbadSeefahrer schrieb:
am 18. Juni 2011 um 14:36:49
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Jeep
An gnusmas: Tja, wenn man "lehrgewicht" und Leergewicht nicht unterscheiden kann, ist man wirklich "total daneben". ;)
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Diesel schrieb:
am 16. Juni 2011 um 20:17:32
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Schön
ist er ja und wahrscheinlich auch robust. Und: ich kann so ein Auto gebrauchen, tut der Seele gut.
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negahpu schrieb:
am 16. Juni 2011 um 12:27:47
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Jeep
Wenn man keine Ahnung hat Klappe halten. Ich habe mit einem Jeep schon 200.000 km -ohne neben dem Service die Werkstatt aufsuchen zu
müssen- hinter mich gebracht. Mit einem Benz z. B. ist mir das noch nicht gelungen.
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