07.04.2011, 15:23 Uhr
Von den Reichen kann man das Sparen lernen. Nach diesem Sprichwort scheint die Autoschmiede Jaguar, die sonst nicht gerade mit Hubraum und PS geizt, bei dem Facelift ihrer Sportlimousine XF verfahren zu sein. Denn mit der anstehenden Gesichtsauffrischung ihres absatzmäßig erfolgreichsten Modells haben die Briten ihrem noblen Vertreter der oberen Mittelklasse erstmalig einen Vierzylinder-Diesel unter die Haube gepflanzt.
Die Leistung des neuen Einstiegsdiesel nimmt sich mit 190 PS im Vergleich zu den beiden deutlich stärkeren 3,0-Liter-Sechszylinder-Turbodieseln relativ bescheiden aus. Aber auch so ist der gewohnt gefällig "gestylte" Viertürer in 8,5 Sekunden von null auf 100 km/h und entfaltet ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmeter. Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit beträgt 225 km/h.
Sparsam gibt sich der neue Junior der Selbstzünderfamilie in Sachen Verbrauch und Emission: Im Normzyklus kommt er mit 5,4 Litern Diesel auf 100 Kilometern aus, was einem CO2-Ausstoß von 149 Gramm pro Kilometer entspricht - vorzeigbare Werte für ein Fahrzeug dieser Klasse.
Der Jaguar XJ war die englische Edellimousine der späten 60er Jahren. Der neue XJ überzeugt mit 275 PS. zum Video
Bei der ersten, kurzen Ausfahrt mit einem an Front und Heck noch getarnten Vorserienfahrzeug weiß das neue Diesel-Aggregat durchaus zu gefallen. Von vermeintlicher Schwachbrüstigkeit ist zumindest im Stadtverkehr rund um das Jaguar-Entwicklungszentrum in Whitley nichts zu spüren. Souverän schnurrt das aus der Zusammenarbeit mit Ford und dem französischen PSA-Konzern entsprungene 2,2-Liter-Triebwerk im unteren Drehzahlbereich durch den Stadtverkehr.
Auf beherztere Gaspedal-Befehle hin brüllt der "Baby-Jaguar" fast so impulsiv wie einer seiner großen Brüder und setzt den Impuls postwendend um. Für geschmeidige Kraftübertragung sorgt die ZF-Achtgang-Automatik, die unter anderem auch bei BMW schon gute Dienste leistet.
Ein weiteres Technik-Highlight am neuen XF ist das "intelligente" Start-Stopp-System, das über einen zweifachen Magnetschalter-Anlasser verfügt. Dieser soll in Sekundenbruchteilen einen schnellen Neustart des noch ausdrehenden Motors ermöglichen und dem Fahrer schnelle "Sinneswandel" etwa bei plötzlich auftauchenden Parklücken oder spontan umspringenden Ampeln ermöglichen. Um diesen Effekt im Realverkehr herbeizuführen, muss man sich aber schon arg bemühen. Deutlich überzeugender ist da das sensibel abgestimmte Bremspedal, das für einen Neustart des Motors sorgt, sobald man auch nur den Fuß leicht "lupft".
Der Preis für die geballte Technik-Kompetenz wird bei rund 44.000 Euro liegen. Das sind rund 5000 Euro weniger als der geneigte "Katzenfreund" in Deutschland bisher für das Einstiegsmodell hat berappen müssen. Das passt zu den jüngsten Meldungen, wonach Jaguar eine neue Baureihe unterhalb des XF plant. Zugleich ist es ein deutlicher Hinweis darauf, in welchen Preissegmenten die Briten unter Leitung des indischen Tata-Konzerns künftig neue Absatzmärkte erschließen wollen.
Quelle: mid
Eric schrieb:
am 11. April 2011 um 09:49:19
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4 Zylinder und so
Oh man was heir alle schreiben: " 4 Zylinder passt nicht zur Noblen Marke", "Ist genauso wie ein 520d, A6 2.0TDI" bla bla
so ein Blödsinn - sind Autos nur Autos wenn sie über 300 PS haben? es gibt 520d die sind teuer als ein Jaguar mit 300 PS - weil sie einfach mehr bzw. besser ausgestattes sind. Man kann doch nicht sagen, dass ein Wagen gleich schlecht ist bloß weil er weniger PS hat - viele Leute benötigen nicht 200PS. Viele Leute mit einem 520d haben sicher mehr Geld als sie Jaguar Fahrer ;)
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Sebastian schrieb:
am 10. April 2011 um 21:33:39
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Die neuen Jags
Mir die gefällt die "Katze" sehr und es freut mich, dass Jaguar ein wenig vom "Rentner-Image" wegkommt. Da ich beruflich in
den Aussendienst wechsele und viel auf deutschen Straßen unterwegs sein werde, wird der XF wahrscheinlich mein neues Vehikel, auch wenn ich mich nur schweren Herzens von meinem Mazda 6 trenne. Für mich wird ein Vierzylinder nicht mehr in Frage kommen und je nach den politischen Wegscheidungen werde ich mich entweder für einen Diesel oder Benziner entscheiden. Beste Grüße
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Justus schrieb:
am 9. April 2011 um 17:39:06
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@Ford Fan
Wenn man schon rumstänkert, dann aber wenigstens richtig. Jaguar wird nicht in Malaysia produziert, sondern immer noch in GB unter
indischer Federführung! Ich bin auch kein Fan von Untermotorisierung für eine ehemalige Nobelmarke mit klangvollen Namen, aber stimmen sollte halt der Beitrag!!!!!!!!!!!!! Anfänger
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