04.05.2011, 14:37 Uhr | Timo Bürger
Fast 18 Millionen verkauften Motorrädern weltweit 2010 stehen nur gut 3,5 Millionen Automobile gegenüber. Wenig verwunderlich, dass man beim Name Honda nicht sofort an Autos denkt. Dabei mischen die Japaner in Sachen Hybridtechnik und alternative Antriebe ganz vorne mit: Honda Civic, Insight und jetzt eben der Jazz Hybrid. Was hat der erste Hybrid-Kleinwagen drauf?
Zwar rangiert der Jazz im B-Segment (bei 3,90 Meter Länge und einer Breite von 1,70 Meter), wirklich klein ist er nicht. Bis gut 1300 Liter Kofferraumvolumen sind bei umgeklappten Rücksitzen möglich, da kommen sogar manche Kompakte nicht mit. Die Akkus hat Honda unter dem Laderaumboden platziert, so dass fast kein Stauraum gegenüber dem herkömmlichen Modell verschenkt wird.
Großzügig ist auch der Platz für Fahrer und Beifahrer. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, in einem Kleinwagen eingezwängt zu sein. Zu loben sind Übersicht und Rundumsicht. Wer es noch offener haben möchte, der greife zum optionalen Sonnendach.
Angenehm auf fallen die gut ablesbaren grün bzw. blau hinterlegten Instrumente ebenso wie die sehr ordentliche Verarbeitung. Die Bedienung ist intuitiv, Schalter und Tasten müssen nicht lange gesucht werden. Dass es eine zusätzliche "Charge“-Anzeige gibt, die den Ladezustand der Akkus verkündet, ist zwar kein Muss, gehört für Honda aber offenbar zum Gesamtpaket seiner Hybridmodelle. Äußerlich zu erkennen ist der Hybrid-Japaner an blau eingefassten Scheinwerfern und den Klarglasrückleuchten. Ein Verzicht darauf wäre auch kein Verlust gewesen.
Wir lassen die beiden beliebten Kompaktwagen gegeneinander antreten. zum Video
Wirklich groß raus kommt der Honda aber erst in Sachen Antrieb. Vorneweg: Hybrid und Kleinwagen kombiniert mit Automatikgetriebe funktioniert prima. 88 PS leistet der 1,3-Liter Benziner, hinzu kommen 14 Elektro-PS, maximal stehen 167 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung.
Das Start-Stopp-System funktioniert einwandfrei. Sehr schnell ist es aktiv. Dauert die Ruhephase beispielsweise vor einer Ampel länger, schaltet das System (im Gegensatz zu anderen Modellen) zunächst einmal Stromverbraucher wie Klimaanlage aus. Kaum merklich setzt es sich wieder in Gang, sobald die Fußbremse gelöst wird.
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Beim Beschleunigen arbeiten beide Motoren zusammen. Bei langsamer Fahrt bis etwa 40 km/h schaltet sich der Benziner aus, der Jazz "segelt". Wenn wieder Fahrt aufgenommen wird, hilft der Ottomotor mit. Bremst der Fahrer, hat der Ottomotor Sendepause, die Akkus werden aufgeladen. Der jeweilige Modus wird im Display angezeigt, der Fahrer merkt von alledem fast nichts.
Am optimierten CVT-Automatikgetriebe gibt es fast nichts zu kritteln. Zwar ist eine Zugkraftunterbrechung spürbar, störend ist sie nicht. Insbesondere im Stadtverkehr und bei Stop-and-Go-Phasen überwiegen die Komfort-Vorteile der Automatik. Kein Wunder, dass es den Kleinwagen nur mit dieser Art der Kraftübertragung gibt.
Apropos Kraft: Die ist im Jazz Hybrid ausreichend vorhanden. Sowohl zügiges Anfahren an der Ampel als auch angstfreies Überholen auf der Landstraße sind ohne große Kraftanstrengung möglich.
Die Lenkung dürfte etwas direkter ausfallen, zuweilen wirkt sie etwas schwammig. Auch die Federung könnte eine Nummer härter sein. Aber der Jazz ist ja nicht für wildes Kurvengeräuber gemacht.
4,5 Liter Verbrauch und einen CO2-Ausstoß von 104 Gramm pro Kilometer verspricht der Verkaufsprospekt - etwa ein Liter weniger als die vergleichbar starken Nicht-Hybriden. Dieser Verbrauch ist natürlich auf den realen Testkilometern durch Ortschaften und Landstraßen nicht zu halten. 5,7 Liter Real-Verbrauch bei recht flotter Fahrweise weist die Digitalanzeige am Ende aus.
Seit kurzem steht der Jazz Hybrid bei den Händlern. Preislich geht es ab 18.900 Euro los. Das ist zugegebenermaßen kein Pappenstiel. Dafür erhalten die Käufer einen gelungenen Wagen mit jeder Menge Platz und Alltagsnutzen sowie einem fortschrittlichen Antrieb und Verbrauch. Ein Kleiner ist der Jazz also längst nicht mehr.
Quelle: t-online.de
Rob schrieb:
am 29. Juni 2011 um 10:39:55
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Hybrid
Selbstverständlich ist der Hybrid nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zum reinen Elektro-und/oder Wasserstoffauto. Er ist aber der
richtige Weg, was natürlich gewisse Zeitgenossen nicht verstehen können oder wollen. Missionierung ist da nicht möglich, daher wird den PS-Jüngern der Audi/BMW-Fraktion die Erkenntnis nicht erpart bleiben, daß Benzin aus Öl hergestellt wird. Erdöl aber ist e n d l i c h !
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Lorenz schrieb:
am 8. Juni 2011 um 12:20:11
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Beiträge
Ein gewisser Furzknote erklärt, daß er auf die Atomkraft verzichten wolle. Was das mit dem Thema Hybrid oder gar Honda zu tun
haben soll, wird sein Geheimnis bleiben. Wie überhaupt die Sachlichkeit der Beiträge allgemein sehr dürftig ist. Herrn Furzknote sei gesagt, daß er wg. Verfehlung des Themas in der Schule eine 6 bekommen hätte, zu Recht, gelle?
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Ludwig schrieb:
am 6. Juni 2011 um 08:25:26
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Honda S800
Ich bin zwar nicht mehr der jüngste, jedoch kann ich mich noch gut an meinen gelben S 800 Roadster erinnern, einen echten
Sportwagen, wie es ihn heute kaum noch gibt. Damals wie heute ist Honda technologischer Marktführer, nicht etwa jene, die behaupten, der "Vorsprung durch Technik" sei auf ihrem Mist gewachsen. Heute habe ich einen Accord, der, wie bei Honda üblich, das Mass der Zuverlässigkeit darstellt. Bemängeln kann ich nur die hohen Kosten, etwa bei einer Inspektion!
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