21.06.2010, 21:17 Uhr
Musste der Fahrer den Wagen in die Böschung lenken, weil er zu schnell wurde? (Foto: dpa)
Tragisches Ende einer Fahrt im offenen Oldtimer-Nachbau: Ein Professor aus Erlangen ist auf einer Exkursion in einer sogenannten elektrischen Viktoria gestorben, der Kopie eines historischen Fahrzeugs. Von den vier Studenten, die sich noch im Fahrzeug befanden, wurden zwei schwer verletzt. Einer musste mit dem Hubschrauber in die Uniklinik nach Freiburg geflogen werden, berichtet die "Badische Zeitung".
Das Fahrzeug kam nach Polizeiangaben in der Nähe von Hinterzarten im Hoch-Schwarzwald von der Straße ab und prallte gegen eine Böschung. Dabei wurde der 62-Jährige aus dem Wagen geschleudert und starb noch an der Unfallstelle. Die Studenten, die zwischen 26 und 36 Jahren alt sind, wurden verletzt. Spekuliert wird nach einem Bericht der "Badischen Zeitung", dass das Gefährt - ausgestattet mit zwei unabhängig voneinander wirkenden Bremsen - zu schnell gefahren war und nicht mehr gestoppt werden konnte.
Die "elektrische Viktoria" war eine Berühmtheit: Die Firma Siemens hatte den Professor als Projektleiter engagiert, um das Modell nachzubauen, das 1905 bis 1910 produziert worden war. Anfang Mai stellte er das Gefährt Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin vor, bei der Expo in Schanghai war die Replika ein Publikumsschlager. Danach hatte der Professor den österreichischen Bundespräsidenten damit durch Wien gefahren. Eine Reise nach Südafrika war schon geplant.
Quelle: t-online.de , dpa
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Ein Professor aus Erlangen stirbt auf einer Exkursion mit einer elektrischen Viktoria. zum Video