07.10.2010, 15:00 Uhr
Gigaliner: Kontroverse um die Lang-Lkw (Foto: dpa)
Gigaliner, Monstertruck, Lang-Lkw - der Name ist Programm. Die Nutzfahrzeuge messen bis zu 25,25 Metern und sind damit 6,5 Meter länger als die bisher in Deutschland zugelassenen Lastwagen. In Skandinavien rollen die superlangen Trucks schon über die Straßen. Werden sie auch hierzulande gebraucht? Befürworter sehen in den Gigalinern ein gutes Mittel gegen drohenden Verkehrsinfarkt auf den Straßen und für umweltschonenderen Transport. Gegner befürchten Gefahren für die Sicherheit auf Deutschlands Straßen.
Mit zwei Lang-Lkw kann nach Angaben des Branchenverbandes VDA die Fracht von bisher drei konventionellen Nutzfahrzeugen befördert werden. "Das gleiche Volumen wird mit weniger Fahrleistung und weniger Emissionen transportiert", sagt ein VDA-Sprecher. Erste Erfahrungen der Bundesländer mit Lang-Lkw zeigten, dass sich im Durchschnitt bis zu 20 Prozent Kraftstoff einsparen ließen.
MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen hatte zuletzt in einem Interview geklagt, die bisherige Längenbegrenzung führe dazu, dass die Spediteure jeden Millimeter Ladefläche ausnutzen wollten. "Daher die Lkw-Kastenform." Um den Kraftstoffverbrauch deutlich zu senken und den CO2-Ausstoß zu verringern, seien aber vor allem Fahrzeuge mit einer besseren Aerodynamik erfolgversprechend.
"Der Güterverkehr wird langfristig deutlich wachsen - auf der Straße, Schiene und auf den Wasserstraßen", sagt der VDA-Sprecher. Im Fernverkehr auf Autobahnen zwischen logistischen Knotenpunkten könnten Lang-Lkw die Straßen entlasten. "Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur kann so besser genutzt werden." Dies bedeute auch weniger Staus.
ADAC-Verkehrssprecher Andreas Hölzel warnt, die Sicherheit müsse Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben. "Besonders problematisch sehen wir das Thema Ortsdurchfahrten." Mit ihren riesigen Abmessungen bräuchten die Fahrzeuge viel Platz - ein Problem vor allem im Kreisverkehr und beim Abbiegen. "Außerdem braucht so ein langer Lkw länger, bis er einen Bahnübergang überquert hat."
Eine weitere Gefahr sieht der ADAC bei Überholmanövern. "Es dauert noch länger, einen Gigaliner zu überholen als einen normalen Lastwagen." Verdi-Logistikfachmann Werner Schäffer befürchtet eine weitere Verschärfung der Parkplatzsituation, vor allem bei den heute schon überfüllten Raststätten.
Ein Sprecher von Europas größtem Nutzfahrzeughersteller Daimler weist Sicherheitsbedenken zurück: "Die Lang-Lkw sind genauso sicher wie ein Lastwagen heute." Auch der VDA betont: "Öko-Laster zeigen in der Praxis ein sehr stabiles Fahrverhalten und haben keine längeren Bremswege als herkömmliche Lkw." Lenkbare Achsen sorgten dafür, dass sie auch enge Kreuzungen und Kreisverkehre befahren könnten.
Der ADAC fordert eine besondere Ausbildung für die Fahrer. "So ein Gigaliner fährt sich anders und bremst sich anders", sagt Hölzel. Die Fahrer dürften maximal drei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg haben und müssten über mindestens fünf Jahre Fahrpraxis verfügen. Verdi-Logistikfachmann Schäffer warnt, es sei schon jetzt schwierig, genügend gut qualifizierte Fahrer zu finden. Mit den Gigalinern würde die ohnehin schon hohe Arbeitsbelastung der Fahrer seiner Meinung nach noch steigen.
Mehr als ein Drittel der Lkw-Fahrer in Deutschland sind nach Angaben des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) älter als 50 Jahre und werden in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen. In den Gigalinern sieht der Verband eine Chance, dem drohenden Fahrermangel entgegenzuwirken: Die gleiche Frachtmenge kann mit weniger Fahrern transportiert werden.
Quelle: dpa
bubbes schrieb:
am 8. Oktober 2010 um 17:43:49
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gigaliner
wer soll denn die strassen neu bauen lassen sind doch alle schrott, wie was ,,ja unser kanäle sind nur bis zu 40tonnen und wenn
das sich alles verschiebt,,,ist aber egal sind ja sowie so seit jahrzehnet oder sogar seit mehr als 100jahre nich ereuert worden
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anubis schrieb:
am 8. Oktober 2010 um 17:40:40
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Giga
und wie sollen die dann durch den Kreisverkehr kommen? Da tun sich doch die normalen Lkw schon schwer genug.
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wolfgang schrieb:
am 8. Oktober 2010 um 17:39:53
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(1)
sinnvoll
sind diese gigaliner nur dann wenn sie auch augelastet sind, und vor allem? sicher, und ich rede da nicht von erfahrenen fahrer,
pennen kann jeder,diese dinger brauchen unbedingt einen bremsassistenten, der automatisch bremst vor einem hinderniss, oder will mal jemand sehen wenn der in ein stauende rast?des weiteren , geschwindigkeitsbegrenzung auf 80, und überholverbot, absolutest ohne ausnhame. rechtsfahrgebot und absolute kontrolle, fitness der fahrer und alkoholkontrollen.
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