Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Auto > Nutzfahrzeuge >

Geschichte der Papamobile: Die eiligen Stühle

...

Geschichte der Papamobile: Die eiligen Stühle

23.09.2011, 15:26 Uhr | Spiegel Online

Das aktuelle Papamobil basiert auf der M-Klasse von Mercedes. (Quelle: dpa)

Das aktuelle Papamobil basiert auf der M-Klasse von Mercedes. (Quelle: dpa)

Perlmuttlack, Glaskasten, alles kugelsicher - beim Deutschland-Besuch wird der Papst wieder im Papamobil unterwegs sein. Und einmal mehr darf sich Mercedes rühmen, die berühmteste Staatskarosse der Welt gebaut zu haben. Dabei hat das Kirchenoberhaupt noch andere Exoten in der Garage stehen.

Papamobil mit perlmuttfarbenen Lack

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Christian Wulff haben das automobile Nachsehen. Während sie in vergleichsweise normalen Limousinen durchs Land chauffiert werden, fällt das Auto ihres Staatsgasts schon von weitem auf. Wenn ab Donnerstag Papst Benedikt XVI. durch das Land tourt, wird er nicht in einer Mercedes S-Klasse sitzen, oder in einem Audi A8, oder einem 7er BMW.

Er thront im Papamobil. Lackiert mit perlmuttfarbenem Lack und verschönt mit goldenem Zierrat trägt der Wagen das Kennzeichen SCV-1. Das Kürzel SCV steht für "Status Civitatis Vaticanae", den Vatikanstaat also. Die 1 ist der unzweifelhafte Hinweis auf dessen Oberhaupt. Der rollende Glaskasten für den Papst basiert zwar auf einer Mercedes M-Klasse, gehört aber wohl zu den berühmtesten Dienstwagen der Welt.

Auto
Luxuriöser Großraumwagen setzt neue Maßstäbe

Mercedes Benz definiert mit dem Viano die neue Spitzenklasse dieser Fahrzeugklasse. Auch der Fahrgastraum ist attraktiver ausgestattet denn je. zum Video

Enge Bande zwischen Mercedes und dem Vatikan

Die Geschichte dieser ganz besonderen Staatskarossen beginnt vor gut 80 Jahren. Bereits im Sommer 1930 schenkte Mercedes dem damaligen Papst Pius XI. eine Pullman-Ausgabe des Typs Nürburg 460. Der Heilige Vater war von dem Auto nach einer Probefahrt durch die Gärten seines Stadtstaates überaus begeistert. Im Mercedes-Archiv steht geschrieben, seine Heiligkeit habe von "einem Wunderwerk moderner Technik" geschwärmt. Seither gibt es enge Bande zwischen dem Vatikan und dem Traditionskonzern aus Stuttgart-Untertürkheim. Mit einiger Berechtigung kann sich Mercedes - nach inzwischen mehr als einem Dutzend Prunkwagen für den Heiligen Stuhl - Haus- und Hoflieferant des Papstes nennen.

Aufwendige Dachkonstruktion für Papamobil

Das erste Papamobil von 1930 war besonders nobel ausgestattet, technisch jedoch auf dem Stand eines für damalige Zeiten normalen Serienautos. Später wurden die Wagen für den Papst zunehmend aufwendiger konstruiert. Dazu gehörten breitere Portale oder abnehmbare Dachkonstruktionen; und es gab einen throngleichen Sessel im Fond, von dem aus der Papst auf Schleichfahrt durchs Kirchenvolk huldvoll winken konnte.

Papamobil auch von Seat

Seit dem Attentat auf Johannes Paul II. im Mai 1981 in Rom sind sämtliche Papamobile auch gepanzert. Selbst der Glasaufbau schützt den Insassen vor Schüssen. Kein Wunder, dass die umgebaute M-Klasse rund drei Tonnen wiegt und für die langsame Fahrt ein spezielles Getriebe hat.

Nicht nur Mercedes schmückt sich mit dem Glanz, ein Papamobil gebaut zu haben. So ist die Flotte der vatikanischen Prunkwagen mittlerweile auf weit über 50 Fahrzeuge angewachsen, berichten Kenner des Kirchenstaats. Zum opulenten Fuhrpark gehören unter anderem auch ein Cadillac Deville, ein Ferrari Mondial und ein Seat Marbella.

Kein neues Papamobil für den Deutschland-Besuch

Vor dem Besuch in Deutschland hielten sich hartnäckig Gerüchte, wonach der Papst wieder ein neues Auto bekommt - und zwar nach modernster Bauart. "Wenn jemand ein funktionierendes, effizientes und standesgemäßes Elektroauto anbieten könnte, würde der Vatikan es nehmen", sagte vor ein paar Monaten Giovanni Kardinal Lajolo, der sich als ehemaliger Präsident des Governatorats der Vatikanstadt um die weltlichen Dinge dort kümmerte. Weil Mercedes gerade die dritte Generation der M-Klasse einführt und der Geländewagen bereits für einen Hybridantrieb vorbereitet ist, zählten Beobachter eins und eins zusammen und spekulierten auf ein neues Papamobil.

Unmittelbar vor der Reise beendete Mercedes-Vertriebsvorstand Joachim Schmidt das Rätselraten. "Wir haben dem Papst für diesen Besuch kein neues Auto gebaut." Stattdessen hätten die beiden Papamobile auf Basis der bisherigen M-Klasse noch einmal einen "großen Service" erhalten. Ob und wann der Papst auf das neue Modell umsteigen werde, ließ Schmidt offen.

Bedenken gegen Elektro-Papamobil

Auch zu den Gerüchten über alternative Antriebe sagte er nichts. Allerdings sprach Schmidt von Bedenken der Sicherheitskräfte, die sich im Gefahrenfall offenbar nicht auf einen Elektromotor verlassen wollen. Mercedes-Entwicklungsvorstand Thomas Weber glaubt dennoch, die Verantwortlichen von der neuen Technik überzeugen zu können. "Wir finden die Idee eines elektrischen Papamobils faszinierend und setzen uns für dieses Projekt gerne mit dem Vatikan zusammen. Die ersten Ideen dafür haben wir bereits."Die Pläne für das zukünftige Papamobil nehmen demnach Gestalt an.


Quelle: Spiegel Online

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Geschichte der Papamobile: Die eiligen Stühle" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Geschichte der Papamobile: Die eiligen Stühle" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (81)

zum Forum

Thema: "Geschichte der Papamobile: Die eiligen Stühle"

peter schrieb: am 25. September 2011 um 19:20:16
(1) (4) @raja
Die Frage verstehe ich nicht. Bitte etwas konkreter.

Kommentar melden

raja schrieb: am 25. September 2011 um 19:05:39
(6) (0) Ähh,
eine Frage wenn ich darf: "Was kann ich mir jetzt dafür kaufen"?

Kommentar melden

peter schrieb: am 25. September 2011 um 18:07:04
(6) (0) @wolfgang
da würde aber Benedictus bestimmt sein veto einlegen.

Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Passform-Mode für Herren
Premium-Mode mit perfekter Passform - von RAPHAELA by BRAX

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special

Einkaufswelt
Mode von Laura Kent
Neue Frühlings-Trends von Laura Kent - bei WENZ

Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ

Einkaufswelt
Grills und Gartenkamine
Grills & Gartenkamine von plus.de

Jetzt aus über 150 Marken-Grills den passenden auswählen!
bei plus.de

Einkaufswelt
Alles gut verstaut
Möbel, die viel Stauraum bieten - jetzt bei FASHION FOR HOME

Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

THW Simulator 2012
THW Simulator 2012 (Quelle: rondomedia)

Fahrzeuge bergen, Brücken bauen und mehr. Jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Eurozone steckt in "Hochrisiko-Situation"
Die Wirtschaft in der Eurozone droht weiter abzurutschen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eindringliche Warnung der OECD. mehr

Bundesliga drohen chaotische Zustände
Die Fans stürmen den Platz - Herthas Lell versteht die Welt nicht mehr. (Quelle: imago)

Termin-Desaster durch Skandalspiel? mehr


Anzeigen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige