11.12.2007, 08:05 Uhr
Vor diesem Verkehrschild werden sich einige wohl bald gruseln (Quelle: dpa)Für rund 1,7 Millionen Autos wird im kommenden Jahr das Fahren in den geplanten Umweltzonen deutscher Städte tabu sein. Rund 740.000 Benziner und 960.000 Diesel-Fahrzeuge erfüllten nicht die Vorgaben zum Erhalt einer der drei notwendigen Feinstaubplaketten. Das sagte ein Sprecher des ADAC am Montag und beruft sich auf einen Bericht der "Saarbrücker Zeitung".
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20 Umweltzonen geplant
Insgesamt sind in Deutschland demnach rund 55 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Bisher sind in den 20 größten deutschen Städten Umweltzonen geplant, deren Umsetzung nächstes Jahr ansteht.
Neukauf - oder Fahrrad fahren
Nach Einschätzung des ADAC wird die Einführung von Umweltzonen viele Autofahrer dazu zwingen, sich ein neues Auto zu kaufen. Bei den meisten der 1,7 Millionen Fahrzeuge lohne sich keine Nachrüstung mehr.
"Das ist die brutale Wahrheit"
Das Bundesumweltministerium wollte diese Zahl laut "Saarbrücker Zeitung" nicht bestätigen. Die Bundesregierung rufe zum Nachrüsten auf, es gebe aber Fahrzeuge, für die es noch keine Partikel-Filter auf dem Markt gebe, zitierte das Blatt einen Sprecher des Ministeriums. "Für die Leute heißt das, fahrt Fahrrad, fahrt Bus- und Bahn oder kauft euch im Zweifelsfall ein neues Auto. Das ist die brutale Wahrheit."
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"Kein direkter Nachfrageschub"
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet durch die Einführung der Umweltzonen mit Bewegung auf dem Kfz-Markt: Zwar werde "kein direkter Nachfrageschub" nach Neufahrzeugen ausgelöst. Allenfalls würden "die bisherigen Halter ihre Fahrzeuge umrüsten oder auf jüngere Gebrauchtwagen zugreifen", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann der Zeitung.
Hohe Belastung in Innenstädten
Weil die Belastung durch Autoabgase in Metropolen besonders hoch ist, hatte die Europäische Union Abgasgrenzwerte erlassen. Die Zonen sind durch Schilder an den Einfahrten gekennzeichnet. Ab 1. Januar 2008 werden Berlin, Köln und Hannover ihre Innenstädte für Rußschleudern weitgehend dicht machen. Betroffen von den lokalen Fahrverboten sind vor allem ältere Diesel-Fahrzeuge, die keinen Nachrüst-Filter besitzen.
Quelle: AFP , Spiegel Online
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