16.10.2008, 15:39 Uhr | mid
Der neue Fiat Qubo (Foto: Fiat)
Als geräumiges Familienauto mit Stadtflitzerqualitäten soll der neue Fiat Qubo Furore machen. Der von dem Kleintransporter Fiorino abgeleitete Hochdachkombi bietet trotz geringer Außenabmessungen Platz für Kind und Kegel und reichlich Gepäck. Zu Preisen ab 13.200 Euro tritt er gegen etablierte Größen wie den Renault Kangoo und Citroen Berlingo an.
Optisch unterscheidet sich der 3,96 Meter lange Qubo geringfügig von der Nutzfahrzeugversion. In der Breite ist der Neue mit 1,68 Meter leicht geschrumpft, die Höhe ist mit 1,72 Meter gleich geblieben. Die Frontpartie ziert ein markanter großer Kühlergrill; die vor gewölbte Motorhaube sticht heraus.
Dank des hohen Dachs sitzt man im Qubo sehr aufrecht und genießt ein großzügiges Raumgefühl. Obwohl der Innenraum hier und da lackiertes Blech zeigt, ist er sehr wohnlich eingerichtet. Von spröder Plastiklandschaft keine Spur. Von den Vordersitzen aus schaut man auf eine aufgeräumte Armaturentafel mit großer Ablage-Rinne, freut sich über sehr bequeme Sitze und ein in Höhe und Weite verstellbares Lenkrad.
Die Hinterbänkler haben reichlich Beinfreiheit und durch die beiden seitlichen Schiebetüren ermöglichen einen bequemen Ein- und Ausstieg. Dass sich die Fenster in den Schiebetüren nicht herunterkurbeln, sondern nur etwas ausstellen lassen, müssen sie in Kauf nehmen. Der Gepäckraum fasst 329 Liter und ist über eine riesige, auf fast zwei Meter Höhe aufschwenkende Heckklappe sehr gut zu beladen.
Das Fahrwerk wurde völlig neu abgestimmt, so dass man es nun mit einem gut liegenden Fronttriebler ohne übermäßige Federhärte zu tun hat. Dass der Qubo von einem Nutzfahrzeug abstammt, ist ihm nicht anzumerken.
Für den Antrieb stehen zwei Vierzylinder zur Wahl, ein von PSA stammender Benziner mit 1,4 Litern Hubraum und 73 PS, der durchschnittlich 7,0 Liter Super verbrauchen soll und ein Fiat-eigener Diesel mit 1,3-Litern Hubraum und 75 PS, der laut Hersteller mit 4,6 Litern Diesel auskommen soll. Der Benziner schafft 155 km/h Spitzengeschwindigkeit, der Diesel 157 km/h.
Der Preis für den Diesel liegt bei 14.590 Euro, allerdings müssen für den optionalen Partikelfilter weitere 600 Euro investiert werden. Mit beiden Triebwerken ist der Qubo aber ausreichend motorisiert, so dass die Wahl vom Einsatzzweck abhängt. Vielfahrer sind da mit dem Diesel gut bedient.
Die Basisversion hat ABS, Servolenkung sowie Front- und Seiten-Airbags an Bord, ESP soll es erst zum Jahresende gegen 500 Euro Aufpreis geben. Wer 1400 Euro für das Ausstattungspaket Dynamic zahlt, erhält Klimaanlage, elektrisch verstellbare Spiegel, Nebelscheinwerfer sowie einen Fahrersitz mit Höhenverstellung, Lordosenstütze und Armlehne.
Im Paket enthalten ist auch eine geteilt umklappbare Rückbank und spezielle Beschläge, die ihren schnellen Ausbau ermöglichen. So entstehen 2500 Liter Laderaum. Zum Ausbau der Rückbank braucht man allerdings einen kräftigen Bizeps. Denn das breitere Teil wiegt immerhin 26 Kilogramm, das schmalere noch 14 Kilogramm. Aber danach wirft auch der Transport eines Surfbretts, Fahrrads oder der große Einkauf keine ernsthaften Probleme auf.
mid
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