14.05.2004, 08:52 Uhr | Helmut Weinand/mid
Astra Caravan CNG (Foto: Opel)Eine Emnid-Umfrage zeigt: Fast 90 Prozent der deutschen Autofahrer wollen angesichts der explodierenden Kosten ein sparsameres Fahrzeug kaufen. Rosige Zeiten für die Rüsselsheimer also: Denn bei einem Vergleichstest von Hybrid- und Erdgasfahrzeuge des "Fachmagazin für Fuhrparkbetreiber" ging der Opel Astra Caravan "CNG" (Compressed Natural Gas) als klarer Sieger hervor. Mit einem Praxisverbrauch von durchschnittlich 5,7 Kilogramm Gas auf 100 Kilometer lagen die Kraftstoffkosten bei 4,17 Euro. Das verbrauchsgünstigste Fahrzeug mit Hybridantrieb verursachte mit über sechs Euro pro 100 Kilometer fast 50 Prozent höhere Kraftstoffkosten. Eine Tankfüllung für den Erdgas-Astra kostet gerade mal 12 Euro und reicht für 390 Kilometer.
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3800 Euro teurer als der Benziner
Der Erdgas-Astra ist monovalent ausgelegt. Das heißt, er läuft primär mit Gas. Der Astra verfügt jedoch außerdem über einen Benzin-Nottank von 14 Litern, falls die nächste Erdgas-Zapfstelle zu weit entfernt sein sollte. Der 1,6-Liter-Motor leistet 97 PS, die Preise starten bei 20.315 Euro. Das entspricht einem Aufpreis von 3800 Euro gegenüber dem Benziner. Dafür gibt's aber auch eine Steuerbefreiung bis 31.12.2005.
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Fast jeder Hersteller hat Erdgas im Angebot
Volvo verfügt in allen Modellreihen über eine Erdgas-Variante. (Foto: Volvo)Den Trend zum Sparen hat aber Opel nicht allein entdeckt: Es gibt kaum einen großen Hersteller mehr, der nicht ab Werk Erdgas-Fahrzeuge im Programm hat. Zurzeit können über 20 Fahrzeuge mit Erdgas-Option geordert werden. Sie sind in der Anschaffung zwischen 2000 und 3500 Euro teurer, werden aber von örtlichen Gasunternehmen mitunter per Zuschuss subventioniert.
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Auch Umrüstung möglich
Einer der kleinsten: Der Fiat Punto Bipower. (Foto: Fiat)Auf der Suche nach einer Alternative zu den steigenden Benzin- und Dieselpreisen liebäugeln aber auch immer mehr Autofahrer mit einer Umrüstung ihres Fahrzeugs auf zusätzlichen Erdgas-Antrieb. Frühere Nachteile - etwa dass die Gasflaschen den halben Kofferraum beanspruchten - sind weitgehend ausgeräumt. Volkswagen verstaut den Zusatz-Tank platzsparend in der Reserverad-Mulde. Volvo und Fiat nutzen eine Unterflur-Technik, bei der keinerlei Platzeinbußen entstehen. Eine Umrüstung kostet je nach Fahrzeug etwa 3500 und 5000 Euro.
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15 neue Tankstellen pro Monat
Auch die Tankstellen-Situation ändert sich kontinuierlich: Jeden Monat kommen bundesweit 15 neue hinzu. Gegenwärtig gibt es rund 450 Zapfsäulen. Experten gehen davon aus, das in zehn Jahren über 350.000 Autos mit dem umweltfreundlichen Antrieb auf Deutschlands Straßen unterwegs sein werden. Bleiben die normalen Sprit-Preise weiter auf dem gegenwärtigen Niveau, könnte es auch schneller gehen.
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