24.04.2007, 08:23 Uhr
VW Passat BlueMotion (Foto: Volkswagen)Grüne Welle bei Volkswagen: Nach dem Polo BlueMotion im vergangenen Jahr bringt VW mit dem Passat BlueMotion ab Juni nun das nach eigenen Angaben sparsamste Fahrzeug der Mittelklasse auf den Markt.
Foto-ShowPassat BlueMotion
oto-Show VW Passat R36
Foto-ShowVW Passat
5,1 Liter Diesel im Verbrauch
Ausgerüstet mit dem 1,9-Liter-TDI-Motor mit 105 PS und mit einigen technischen beziehungsweise aerodynamischen Maßnahmen verfeinert, benötigt dieser Passat als Limousine 5,1 Liter Diesel auf 100 Kilometern und stößt somit 136 Gramm CO2 je Kilometer aus; die beliebtere Kombi-Variante konsumiert einen zehntel Liter mehr.
Etwa 500 Euro teurer
Mit 26.300 Euro bietet Volkswagen den Passat BlueMotion genau 500 Euro teurer an als die gleich motorisierte Variante in der Basisausstattung "Trendline". Rechnet man die Zusatzausstattung des BlueMotion mit ein, ist der Preis sogar fast identisch.
Tiefer gelegtes Fahrwerk
Exakt einen halben Liter spart der BlueMotion-Passat im Vergleich zum Standardmodell ein. Diesen Wert erreichte Volkswagen mit verschiedenen Maßnahmen: So wurde das Fahrwerk vorne um 15 Millimeter und hinten um acht Millimeter abgesenkt, was den cW-Wert mindert. Zugleich wurde die Leerlaufdrehzahl um 100 Umdrehungen pro Minute gesenkt.
Foto-ShowVW Polo BlueMotion
Gänge länger übersetzt
Der dritte, vierte und fünfte Gang sind im Passat BlueMotion länger übersetzt, was ebenfalls für Spareffekte sorgt und das Fahrzeug in der Endgeschwindigkeit sogar um fünf km/h schneller macht. Schließlich zogen die Wolfsburger ihrem Vorzeige-Sparer spezielle Conti-Reifen auf, die einen um 0,4 bar erhöhten Luftdruck aufweisen.
Ein wenig Dynamikverlust
Bei ersten Testfahrten wirkten sich weder das tiefer gelegte Fahrwerk noch die Reifenwahl negativ auf den Fahrkomfort aus. Das Passat-Fahrwerk bügelte vielmehr auch größere Unebenheiten und Schlaglöcher so souverän aus, wie man es von der VW-Mittelklasse gewöhnt ist. Die länger übersetzten oberen Gänge zehren zwar etwas an der Dynamik, als richtig störend erwiesen sie sich aber nicht.
Kleine Extras
Im Vergleich zum Basismodell "Trendline" verfügt der BlueMotion zusätzlich über eine Multifunktionsanzeige und eine Geschwindigkeitsregelanlage. Zudem erhielt er einigen Chromzierrat, der sonst nur den "Highline"-Varianten vorbehalten ist.
Partikelfilter Diese Neuwagen haben ihn an Bord (Juni 2006)
GrafikSo funktioniert der Filter
Erfreulich unspektakulär
So fährt sich der Passat BlueMotion erfreulich unspektakulär und geht mit dem Treibstoff gleichzeitig tatsächlich sehr knauserig um. Auf der Landstraße lassen sich bei zurückhaltender, keinesfalls aber lahmer Fahrweise ein Verbrauch von 4,5 Liter locker realisieren. Erst wenn es richtig schnell geht, zeigt die Multifunktionsanzeige eine Sechs vor dem Komma an.
Der Golf BlueMotion soll kommen
Volkswagen hat es also mit einigen wenigen, aber effektiven Maßnahmen geschafft, den ohnehin sparsamen 1,9-Liter-TDI noch besser in Szene zu setzen. Und es wird nicht das letzte bleiben. Als nächstes darf man in der Golf-Baureihe mit einem BlueMotion rechnen. Solange Volkswagen es weiterhin schafft, diese Fahrzeuge zu einem relativ geringen Aufpreis anzubieten, dürfte dem Erfolg der "Blauen Bewegung" auch weiterhin nichts im Weg stehen.
Quelle: mid
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