08.07.2011, 13:56 Uhr | Patrick Schäfer
Alfa Romeo Giulietta 2,0 JTDM 16V Turismo (Foto: Daniela Hillbricht / t-online.de) (Quelle: t-online.de)
Wer ein sportliches Fahrzeug in der Kompaktklasse sucht, greift hierzulande zum BMW 1er oder zum Audi A3. Individualisten nehmen die Giulietta von Alfa Romeo. Der Kompakte ist aufregend gestylt und bietet jede Menge Fahrspaß. Wir fuhren die Alfa Romeo Giulietta 2,0 JTDM.
Alfa Romeo ist bekannt für sportliche Autos - die neue Giulietta macht da keine Ausnahme. Die Italiener haben über 4,35 Meter Länge ein hinreißend schönes Kleid gespannt. Zugegeben Geschmackssache, aber das Design der Giulietta ist ebenso modern wie individuell. Kraftvolle und klare Linien bestimmen die Front, das klassische Scudetto sowie die Lufteinlässe erinnern an die Ur-Giulietta von 1954. Trotzdem ist der Kompakte weit entfernt von Retro-Design: In der tiefen Front lauern LED-Tagfahrleuchten und Xenonscheinwerfer, die Seitenlinie zeigt schwungvolle Sicken. Auch der bereits bekannte Design-Trick mit den in der C-Säule versteckten Türgriffen macht beim Fünftürer Sinn: Die alte Giulietta war ein Coupé. Das bullige Heck schließlich trägt selbstbewußt breite LED-Leuchten.
Das schicke Design setzt sich im Innenraum fort: Einstiegsleisten aus Metall mit Alfa-Schriftzug, rotes Leder und dunkles, gebürstetes Aluminium erwarten den Alfisti dank der Turismo-Ausstattung. Man sitzt tief wie in einem Sportwagen. Das tolle Cockpit bietet sehr schön gemachte Schalter, die sich gut bedienen lassen. Alles ist einfach zu erreichen, beim Starten laufen die hängenden Zeiger einmal ums Rund, dann fährt der Navi-Bildschirm automatisch aus. Das Ledersportlenkrad und der runde Schaltknauf aus Aluminium liegen perfekt in der Hand, die kurzen und knackigen Schaltwege durch die sechs Gassen lassen sich bequem mit dem Unterarm auf der Mittelarmlehne schalten. Ein weiteres schönes Detail sind die Sport-Pedalen aus Aluminium, die für Menschen mit breiten Füßen allerdings etwas eng stehen.
Die neue Alternative in der Kompaktklasse. Der ADAC testet den 1,4-Liter-Benziner mit 120 PS. zum Video
Motor | Common-Rail-Diesel |
Hubraum | 1956 ccm |
Leistung | 140 PS |
Drehmoment | 350 Nm |
0 - 100 km/h | 9,0 s |
V-Max | 205 km/h |
Verbrauch / CO2 | 4,5 Liter / 114 g |
Preis ab | 25.450 Euro |
Die von uns gefahrene Version 2,0 JTDM 16 V wartet mit einem 140 PS starken Diesel auf, der schon im Normal-Modus mit 350 Newtonmetern bei 1750 Umdrehungen pro Minute bullig wirkt. Der Vierzylinder-Commonrail mit Turboaufladung hat mit der 1300 Kilogramm leichten Giulietta keine Probleme. Leistung steht immer ausreichend zur Verfügung, schon ab 1500 Umdrehungen ist genug Dampf dahinter. Wer sparsam fahren will, schaltet bereits bei knapp über 1000 Umdrehungen. Die serienmäßige Schaltempfehlungsanzeige im Cockpit hilft dem Fahrer dabei. Grundsätzlich waren wir fast immer zu schnell unterwegs und mussten den Alfa einbremsen. Lautes Nageln kommt im Innenraum dank der guten Dämmung selten an.
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Aber die Giulietta hat noch etwas Besonders zu bieten: Lupft man den Schalter der serienmäßigen Fahrdynamikeinstellung D.N.A. auf "Dynamic", wird das Julchen noch giftiger: Die Gasannahme wird verschärft, die Lenkunterstützung verringert und auf dem Display werden Balkendiagramme zur Motorleistung eingeblendet. Traktionsprobleme hat die Giulietta dabei nie - dank Differentialsperre räubert sie um die Ecken, dass es eine Freude ist. Kurvige Landstraßen sind mit der direkten Lenkung ihr Metier, aber auch auf der Langstrecke macht sie eine gute Figur, das Auto liegt bretthart auf der Straße und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Trotzdem gibt sich die Giulietta nie wirklich unkomfortabel. Dank der scharfen Bremsen kommt man immer sicher zum Stehen. Der Testverbrauch lag bei knapp über sechs Litern Diesel - aufgrund der flotten Fahrweise kein schlechter Wert. Mit etwas mehr Zurückhaltung wäre auch eine Fünf vor dem Komma möglich gewesen.
Aber auch die schöne Giulietta hat ihre Schwächen: Am Anfang zickte die Start-Stopp-Automatik, bis sie es sich nach 300 Kilometern anders überlegte, seitdem geht der Motor brav an jeder Ampel aus. Die Rundumsicht könnte wie bei jedem modernen Auto besser sein. Die Sitzflächen der ansonsten bequemen Ledersitze sind etwas zu kurz und aus dem Armaturenbrett entlockt das harte Sportfahrwerk auf schlechten Straßen bisweilen ein leises Knistern und Knacken. An der ansonsten steifen Karosserie kann das nicht liegen, schließlich hat die Giulietta beim Euro-NCAP-Crashtest mit fünf Sternen als sicherstes Auto in der Kompaktklasse abgeschnitten.
Unser Testwagen kostet mit Turismo-Ausstattung und Sportpaket insgesamt rund 28.000 Euro. Schönheit hat eben ihren Preis, allerdings ist das im Vergleich zur Premium-Konkurrenz nicht teurer. Für Fahrdynamiker ist die Giulietta auf jeden Fall eine Alternative zu Audi und BMW. Wer den Fahrspaß günstiger erleben will, kann die Giulietta Super mit 120-PS-Benziner ab 18.000 Euro ordern.
Im ersten Halbjahr hat Alfa Romeo auch dank der Giulietta über 6000 Autos in Deutschland verkauft. Mit dem Neuzulassungs-Ergebnis, das 70,2 Prozent über dem Vergleichszeitraum liegt, sind die Italiener damit die wachstumsstärkste Marke. Ab sofort ist die Giulietta auch mit dem Doppelkupplungs-Getriebe Alfa TCT bestellbar.
Quelle: t-online.de
Observer schrieb:
am 14. Juli 2011 um 13:02:47
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@ Alfons, der sich nicht traut u. nie drin saß
Igitt, einer, der auf VW steht, die in der Pannenstatistik ja nicht gerade glänzen. Zudem
versichert Alfons steif und fest, dass die Linien und Elemente keine schönen Linien ergeben. Das sollen auch keine schnöden Linien wie bei einem Golf sein, dass sind dynamische und belebende Bauteile. VW hat nämlich nix davon. Ich hab noch nie aus dem asiat. Raum so ein Auto gesehen, "Restekiste" daher absurd. Das kann nur einer sagen, der an einem Volkswagen statt an einem Individualistenauto klebt
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Uwe schrieb:
am 14. Juli 2011 um 10:11:31
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(0)
Alfa
Habe schon viele Alfa gefahren,von Alfetta bis Alfa 164.Seit Alfa die Karosserie
verzinkt ist Rost kein Thema mehr.Trotzdem gab es immer
in den Serien
unterschiede.So hatte ich Modelle die nie eine Werkstatt sahen und welche die
alle halbe Jahre in die Werkstatt mußten.Verschleißteile wie Zündkerzen,Bremsen
und Auspuff habe ich bei den Autos selbst erneuert. In allen Modellen war der
Fahrspass enorm.
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Seppel schrieb:
am 14. Juli 2011 um 09:29:14
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Alfa
Ich fahre auch einen Alfa,Baujahr 99,156er JTD 250000 km drauf,immer noch 1.Kupplung und Stoßdämpfer,mein nächster Wagen wird der
Alfa Giuletta Benziner sein,weil die Dieselsteuern zu hoch sind und der Verbrauch auch nicht mehr einen Unterschied macht. Ich habe schon viele verschiedene Fahrzeuge gehabt,aber was man für das Geld bekommt ist sagenhaft,ca 18000,-Euro kostet der Wagen mit allem drumherum,die deutschen Fahrzeuge fangen erst über 20000,-Euro an,keine Grenzen nach oben.
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