07.05.2010, 08:23 Uhr
S-Klasse im Abgaslabor: Neues Messverfahren würde Kfz-Steuer steigen lassen (Foto: ADAC)
Die EU plant eine neue Berechnungsgrundlage für eine CO2-gebundene Kfz-Steuer. Dadurch sollen die Angaben zum Spritverbrauch realistischer werden. Nachteil: Der auf dem Papier erhöhte Spritverbrauch ließe auch die Kfz-Steuer steigen.
Zur Förderung umweltfreundlicher Fahrzeuge plant die EU-Kommission eine Änderung des Testzyklus, mit dem der CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs ermittelt wird. Auf diese Weise würden die Emissionsangaben realistischer als bisher. Die Änderung des Testzyklus soll bis spätestens 2013 erfolgen, wie "Auto Bild" berichtet.
Teilweise wird sich dadurch der CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs auf dem Papier erhöhen, von dem auf die Höhe der CO2-gebundenen Kfz-Steuer abhängt. Aber der derzeitige große Unterschiede zwischen angegebenem und tatsächlichem Verbrauch wäre endlich behoben.
Für die Autofahrer hätte die Änderung eine Erhöhung der Steuer zur Folge. Dagegen hat sich der ADAC bereits ausgesprochen und eine Anpassung der Sätze gefordert. Störend dürften auch die Automobilhersteller die neue Regelung finden, da bis 2015 ein Hersteller-Flotten-Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer als Ziel angepeilt wird. Das dürfte durch einen neuen Testzyklus nur noch schwer zu erreichen sein.
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Quelle: mid
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