10.01.2011, 11:52 Uhr
Ford zeigt auf der Detroit Motor Show den Ford Focus Electric. Das Elektroauto soll in der zweiten Jahreshälfte in Nordamerika eingeführt werden und kommt 2012 auch nach Europa.
Mit technischen Einzelheiten hält sich Ford noch etwas zurück. So wird die Reichweite vorerst als ausreichend für die täglichen Fahrgewohnheiten "normaler US-amerikanischer und europäischer Nutzer" angegeben. Sicher ist, dass der mit einem Eingang-Getriebe gekoppelte Elektromotor für eine Höchstgeschwindigkeit von 136 km/h ausgelegt ist.
Ein kompletter Ladezyklus der für den amerikanischen Markt bestimmten Modelle soll an einer 240-Volt-Ladestation lediglich drei bis vier Stunden in Anspruch nehmen. Serienmäßig mitgeliefert wird ein 120-Volt-Kabel für den Haushaltsanschluss. Ein intelligentes Energiemanagement auf Microsoft-Basis lädt die Batterie zudem auf Wunsch genau dann, wenn der Strom besonders preiswert ist.
Der Fahrer wird nicht nur über den Ladezustand der Lithium-Ionen-Batterie, die verfügbare Reichweite und die Entfernung zur nächsten Ladestation informiert, sondern erfährt zum Beispiel auch, wie der aktuelle Verbrauch der Klimaanlage die restliche Reichweite beeinflusst. In Form von stilisierten Schmetterlingen zeigt das rechte Display im Instrumententräger den effizienten oder weniger effizienten Umgang mit dem Auto an.
Als weitere Daten können beispielsweise die durch die Bremsenergie-Rückgewinnung neu gewonnen Kilometer und die durch den Elektroantrieb eingesparten Liter Kraftstoff angezeigt werden. Die Navigation ist ebenfalls auf die besonderen Anforderungen eines Elektrofahrzeugs ausgelegt und warnt unter anderem, wenn es kritisch wird, das Ziel mit der noch vorhandenen Restenergie zu erreichen. Das System empfiehlt dann gegebenenfalls eine sparsamere "Eco"-Route.
Zur Grundausstattung des Ford Focus Electric gehören 17-Zoll-Räder, Audioanlage, Navigationssystem mit Sprachsteuerung, Keyfree-Startfunktion und eine geteilt umklappbare Rückenlehne. Ford baut den Focus Electric zunächst in Wayne im US-Bundesstaat Michigan. Das dortige Werk bezieht einen Teil seines Strombedarfs aus einem der größten Solarkraftwerke des Landes. Wo die europäischen Exemplare gebaut werden, wird in den nächsten Tagen entschieden.
Quelle: Auto-Medien Portal
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